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Politik
Dienstag, 20. Februar 2018 5

Kommentar

Angriff auf die freie Presse

Ein Kommentar von Thomas Spang, Washington-Korrespondent

Donald Trumps „Fake News Awards“ haben alle Eigenschaften von „Fake News“. Denn bei der „Preisverleihung“ handelt es sich weder um eine Zeremonie noch werden echte Trophäen vergeben. Und die „Gewinner“ haben ihre „Auszeichnungen“ nicht einmal verdient. Kann dem Präsidenten vielleicht jemand erklären, dass Kolumnisten Meinungen und nicht Nachrichten schreiben?

Trumps „Fake News Awards“ wären bloß lachhaft, wenn sie nur dazu dienten, die Ressentiments seiner Anhänger zu nähren. Das Problem dieses Spektakels besteht darin, dass es darauf abzielt, die Glaubwürdigkeit der freien Presse weltweit zu unterminieren. Diktatoren und Regierende, die mit Widerspruch nicht leben können, fürchten Transparenz wie der Teufel das Weihwasser. Eine gut informierte Öffentlichkeit in demokratischen Gesellschaften zieht Politiker zur Verantwortung, die das eine sagen und das andere tun. Oder, wie in der Russland-Affäre, in Verdacht stehen, das Wohl der Nation verkauft zu haben. Kein Wunder, dass Trump dies ein Dorn im Auge ist.

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