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Politik
Mittwoch, 17. Januar 2018 9

Fraktion

CSU hält an Fraktionsgemeinschaft fest

Die Fraktionsgemeinschaft von CSU und CDU bleibt bestehen. Das hat der Parteivorstand am Montag ohne Gegenstimme beschlossen

CSU-Chef Horst Seehofer hat im Parteivorstand die traditionelle Fraktionsgemeinschaft mit der CDU zur Debatte gestellt. Foto: dpa

München.Die CSU hält an der Fraktionsgemeinschaft mit der CDU im Bundestag fest. Das hat der Parteivorstand am Montag ohne Gegenstimme beschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Auch CSU-Chef Horst Seehofer gab vorher bekannt, er wolle an der Fraktionsgemeinschaft von CDU und CSU im Bundestag festhalten. Er halte es nicht für den richtigen Weg, diese aufzukündigen, sagte Seehofer nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Montag in einer CSU-Vorstandssitzung in München.

Seehofer sagte nach übereinstimmenden Angaben aus Teilnehmerkreisen aber, man müsse auch über die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU reden. Allerdings will Seehofer nach dem desaströsen CSU-Bundestagswahlergebnis über den gesamten Kurs seiner Partei abstimmen lassen. Zudem kündigte er bereits an, an der ersten Unions-Fraktionssitzung in Berlin teilnehmen zu wollen.

Volker Kauder (r.) führt die Fraktionsgemeinschaft der Schwesterparteien seit 2005. Foto: dpa

Die Vorsitzenden von CDU und CSU, Angela Merkel und Horst Seehofer, wollen dabei Volker Kauder erneut zum Fraktionschef im Bundestag vorschlagen. Das verlautete aus CDU-Führungskreisen am Montag in Berlin. Kauder führt die Fraktionsgemeinschaft der Schwesterparteien seit 2005 – so lange wie keiner vor ihm. Er ist ein enger Vertrauter von Merkel.

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Ein historisches Bündnis

CDU und CSU bilden seit 1949 eine Fraktionsgemeinschaft. Diese muss jeweils zu Beginn einer Legislaturperiode neu beschlossen werden. Nur einmal in der Geschichte der Bundesrepublik drohte dieses Bündnis zu zerbrechen: 1976 kündigte der damalige CSU-Chef Franz Josef Strauß nach der Bundestagswahl die Fraktionsgemeinschaft.

Den Beschluss nahm die CSU damals allerdings schnell wieder zurück – unter anderem auch, weil der damalige CDU-Chef Helmut Kohl eine Ausdehnung der CDU auf Bayern angedroht hatte. Die CDU tritt bei Wahlen in allen Bundesländern außer in Bayern an, die CSU wiederum tritt nur in Bayern an. (afp/dpa)

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