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Politik
Samstag, 3. Dezember 2016 3

Auszeichnung

Dalai Lama bewundert deutsche Demokratie

Der Dalai Lama erhielt am Dienstag in Passau den „Menschen in Europa“-Preis. Er bewundert Deutschlands Demokratie.

  • Die Gesellschafterin der Verlagsgruppe Passau und Initiatorin der Veranstaltungsreihe „Menschen in Europa“, Angelika Diekmann, übergibt dem Dalai Lama den „Menschen-in-Europa“-Preis.
  • Der Dalai Lama begrüßt in Passau Kinder in bayerischer Tracht und mit Akkordeon.
  • Der Dalai Lama begrüßt in Passau Kinder in bayerischer Tracht und mit Akkordeon.

Passau. Der Dalai Lama betrachtet die Demokratie in Deutschland als vorbildlich. Seit Kriegsende sei die Bundesrepublik nicht nur wirtschaftlich sehr gut vorangekommen, sondern habe auch eine „echte Demokratie“ entwickelt, sagte er am Dienstag in Passau. „Das bewundere ich.“ Er habe eine enge emotionale Verbundenheit zu Deutschland, sagte der Dalai Lama.

   Das Oberhaupt der tibetischen Buddhisten war zur Verleihung des „Menschen in Europa“-Preises der Verlagsgruppe Passau nach Niederbayern gekommen. Das Medienhaus („Passauer Neue Presse“) ehrte den 75-Jährigen als Symbol der Toleranz. „Kein anderer zeigt unserer Gesellschaft so geduldig, beharrlich und eindrücklich, dass es immer nur der friedliche Weg sein kann, der zum Ziel führt“, teilte die Verlagsgruppe mit.

Dalai Lama: „Denken in nationalen Grenzen überwinden“

In der Vergangenheit hatten bereits andere hochrangige Politiker die Auszeichnung erhalten, darunter der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan, der israelische Politiker Schimon Peres, die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright, Tschechiens Ex-Präsident Václav Havel und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Nach Ansicht des Dalai Lamas hat bei vielen Menschen ein Umdenken begonnen, die inneren Werte seien wichtiger geworden. „Das hat nichts mit Religion zu tun.“ Auch Milliardäre seien oftmals nicht glücklich. „Sie haben zu viel geistigen Stress und Ängste, und das geht mit Geld nicht weg“, meinte der Dalai Lama.

Der 75-Jährige sprach sich dafür aus, dass alle Menschen das frühere Denken in nationalen Grenzen überwinden. Auf die Frage nach seiner Heimat antwortete er: „Dieser Planet ist unser Zuhause, unser einziges Zuhause.“

Nach Ansicht des früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU), der seit langem mit dem Dalai Lama befreundet ist, bewunderten die Menschen an dem Religionsführer insbesondere dessen bedingungslosen Kampf für sein Volk in Tibet. Da könne man als Beobachter nicht einfach anteilslos danebenstehen, sagte Koch bei der Preisverleihung.

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