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Politik
Samstag, 25. November 2017 13° 3

Bundestagswahl

Der Wahl-O-Mat auf Mittelbayerische.de

Der Wahl-O-Mat hilft bei der Entscheidungsfindung. Bei uns finden Sie das Frage-Antwort-Tool zur Bundestagswahl 2017.
von Maximilian Stoib, MZ

Am 24. September können alle Wahlberechtigten ihr Kreuzchen bei der Bundestagswahl machen. Foto: Peter Kneffel/dpa

Regensburg.Seit 2002 soll er den deutschen Wählern bei ihrer Wahlentscheidung helfen – und auch bei der kommenden Bundestagswahl kommt er wieder zum Einsatz: der Wahl-O-Mat. Das Frage-Antwort-Tool der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) soll seinen Benutzern zeigen, mit welchen Parteien ihre politischen Ansichten übereinstimmen. Zur Bundestagswahl 2017 ist der Wahl-O-Mat erstmals auf mittelbayerische.de verfügbar: Unser Medienhaus ist Medienpartner des Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung.

Wenn Sie den Wahl-O-Mat nutzen möchten, klicken Sie bitte auf diese Grafik:

Wie funktioniert das Programm?

Der Wahl-O-Mat stellt seinen Nutzern verschiedene Thesen aus dem Wahlkampf vor. Screenshot: bpb

Im Wahl-O-Mat werden den Wählern nacheinander 38 Thesen zu Themen aus dem aktuellen Wahlkampf präsentiert. Bei jeder dieser Thesen können die Benutzer entscheiden, ob sie auf „stimme zu“, „stimme nicht zu“, „neutral“ oder „These überspringen“ klicken möchten. Bevor der Wahl-O-Mat freigeschaltet wird, haben alle Parteien, die zur Bundestagswahl zugelassen sind, die Gelegenheit, zu jeder einzelnen These Stellung zu beziehen und so den Wählern zu zeigen, wofür sie stehen.

Thesen, die den Nutzern besonders wichtig sind, können sie doppelt gewichten lassen. Screenshot: bpb

Hat ein Benutzer alle Thesen durchgearbeitet, kann er auswählen, welche davon in seiner ganz persönlichen Auswertung doppelt gewichtet werden sollen. So kann er den Themen mehr Bedeutung beimessen, die ihm ganz besonders am Herzen liegen.

Mit den Positionen von bis zu acht Parteien kann man die eigenen Ansichten vergleichen. Screenshot: bpb

Dann wählt der User bis zu acht Parteien aus, mit denen der Wahl-O-Mat die eigenen Positionen vergleichen soll.

Am Ende der Auswertung zeigt das Programm die Ergebnisse in einem Balkendiagramm an. Screenshot: bpb

Abschließend berechnet das Programm, zu wie viel Prozent die eigenen Positionen mit denen der ausgewählten Parteien übereinstimmen.

Wie wird der Wahl-O-Mat von den Bürgern angenommen?

Bei den Wählern findet der Wahl-O-Mat seit seinem ersten Einsatz immer mehr Anklang: Während der erste Wahl-O-Mat 2002 noch 3,6 Millionen Mal durchgespielt worden war, waren es bei der vergangenen Bundestagswahl 2013 schon über 13 Millionen Nutzungen. Auch auf Länderebene findet das Tool großen Anklang: Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Mai klickten sich die Bürger mehr als 2,6 Millionen Mal durch den zugehörigen Wahl-O-Mat, den es mittlerweile nicht nur als Browser-Anwendung am PC, sondern auch als App fürs Smartphone und Tablet gibt.

Wer nutzt den Wahl-O-Mat?

Die meisten Nutzer des Programms sind männlich, das zeigen Umfragen unter zufällig ausgewählten Usern. Nur 25 bis 45 Prozent von ihnen sind Frauen. Einen großen Teil machen zudem junge Wähler aus: Ein Drittel der User ist unter 30 Jahre alt, nur ein Viertel 50 oder älter. Auffällig ist auch, dass die meisten Nutzer des Tools einen hohen Bildungsabschluss haben: Drei Viertel von ihnen besitzen einen akademischen Abschluss oder eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife.

Was bringt das Internet-Tool?

Seit der Wahl-O-Mat in Deutschland an den Start gegangen ist, wird er von der bpb wissenschaftlich genau ausgewertet. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen zeigen, was der Wahl-O-Mat leistet. So hilft er vielen Wählern nicht nur dabei, die Unterschiede zwischen den einzelnen Parteien besser zu erkennen, sondern regt auch zum politischen Diskurs an: Sechzig bis siebzig Prozent der befragten Nutzer geben an, dass sie über ihr Wahl-O-Mat-Ergebnis mit Familie, Freunden und Kollegen sprechen wollen. Die Hälfte aller Nutzer fühlt sich durch das Tool zudem dazu motiviert, sich besser über politische Sachverhalte zu informieren.

Lesen Sie auch den Kommentar von unserem Berlin-Korrespondenten Reinhard Zweigler:

Kommentar

Orientierung

Man kann mit erhobenem Zeigefinger und finsterer Miene dazu aufrufen, zur Bundestagswahl zu gehen und damit sein Wahlrecht wahrzunehmen. Man kann sogar...

Darüber hinaus hilft der Wahl-O-Mat direkt dabei, die Wahlbeteiligung in Deutschland zu steigern. Sie ist bei Bundestagswahlen vom Höchstwert im Jahr 1972, der bei 91,1 Prozent lag, auf ein historisches Tief von 70,8 Prozent im Jahr 2009 gesunken. Bei der Bundestagswahl 2013 ist die Wahlbeteiligung dagegen wieder leicht gestiegen, sie lag bei 71,5 Prozent. Vielleicht ist das auch dem Wahl-O-Mat zu verdanken: Zwischen vier und sechs Prozent der User, die zuvor eigentlich nicht zur Wahl gehen wollten, haben nach der Benutzung des Wahl-O-Mat ihre Meinung diesbezüglich geändert.

In unserem Video erfahren Sie kurz und knapp die wichtigsten Fakten zur bevorstehenden Bundestagswahl.

Sie fühlen sich bereits gut vorbereitet? In unserem Quiz können Sie zeigen, dass Sie für die Bundestagswahl 2017 fit sind.

Wer will in den Bundestag gewählt werden? Die MZ stellt die Direktkandidaten aus der Region vor.

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