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Politik
Donnerstag, 18. Januar 2018 7

Kommentar

Die hässliche Fratze Trumps

Ein Kommentar von Thomas Spang

Darf ein US-Präsident als Rassist bezeichnet werden? Donald Trump hat mit seinen „Shithole“-Denunzierungen von Staaten, in denen schwarze und braune Menschen leben, selber eine klare Antwort darauf gegeben. Wie die Vereinten Nationen zurecht feststellen, gibt es kein anderes Wort, das Denken Trumps zu charakterisieren. Im Weißen Haus sitzt ein Rassist.

Dass Trumps Apologeten entschuldigend anführen, viele Amerikaner verstünden genau, was er meinte, weil sie an der Theke selber so redeten, macht die Dinge nicht besser. Im Gegenteil nährt das den Verdacht, Trump versuche einmal mehr den latenten Rassismus seiner Anhänger politisch auszubeuten.

Trump bleibt sich treu

Wirklich überraschen dürfte das nur, wer noch immer durch eine rosarote Brille über den großen Teich schaut. Fakt ist: Der US-Präsident schürt ganz bewusst Ressentiments. Er spaltet sein Land immer weiter und schert sich einen feuchten Dreck um die Folgen.

Trump bleibt derselbe Chauvinist, der er schon war, als er die Legitimität des ersten schwarzen Präsidenten im Weißen Haus mit der Infragestellung dessen Herkunft zu unterminieren versuchte. Oder als er sich mit nackter Hetze gegen Mexikaner und Muslime als Präsidentschaftskandidat einführte.

Seit der „Drecksloch“-Affäre ist die Maske mit der blondierten Supertolle nun endgültig ab. Dahinter hervortritt die hässliche Fratze des Rassismus.

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