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Politik
Freitag, 24. November 2017 10° 4

Bildung

Eine Hochschule von Rang und Namen

Die Universität Regensburg feiert das 50. Jubiläum und ein wenig auch sich selbst – als „kulturellen Mittelpunkt der Region“.
Von Wolfgang Ziegler, MZ

Mit einem Festakt im Reichssaal des Alten Rathauses beging die Universität Regensburg den Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten. Foto: Lex

Regensburg.Krönung eines besonderen Geburtstages: Bei einem Festakt am Freitagabend im Historischen Reichssaal des Alten Rathauses erreichten die Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Universität Regensburg ihren ersten großen Höhepunkt. Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer begrüßte dazu rund 300 Gäste aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft und hob die Bedeutung der Universität für die Stadt hervor: „Dank der Universität ist Regensburg heute sowohl ein sehr erfolgreicher Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort als auch eine junge, weltoffene und internationale Stadt.“ Die Bevölkerung Regensburgs fühle sich mit der Universität verbunden und sei stolz auf den guten Ruf der Hochschule, so Maltz-Schwarzfischer.

Der Präsident der Universität, Prof. Dr. Udo Hebel, betonte in seiner Ansprache die enge Verbundenheit zwischen der Stadt und der Universität Regensburg. Die erfolgreiche Entwicklung der Universität in den vergangenen 50 Jahren zur größten und leistungsstärksten Hochschule in Ostbayern und gleichzeitig zum „kulturellen Mittelpunkt der Region“ sah der Universitätspräsident als ausgezeichnete Grundlage für die Zukunft. Nach seinen Worten zeige sich die Universität in ihrem Jubiläumsjahr „leistungsstark in der Forschung, innovativ in der Lehre und verantwortungsbewusst im Transfer ihrer wissenschaftlichen Leistungen in die Gesellschaft“.

Meilensteine der Wissenschaft

Als Beleg dafür zählte er sechs Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in den Natur- und Lebenswissenschaften, sechs DFG-finanzierte Graduiertenkollegs über alle Fakultäten hinweg sowie neun vom Europäischen Forschungsrat (ERC) geförderte Projekte auf. Ein ganz besonderer Meilenstein in der Entwicklung der Universität und des Wissenschaftsstandorts Regensburg sei die Aufnahme des Instituts für Ost- und Südosteuropa-Forschung in die Leibnitz-Gemeinschaft, in dem Prof. Hebel einen ersten großen Schritt in das Feld der außeruniversitären Forschungseinrichtungen sah.

Er dankte allen Unterstützern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und den universitären Gremien: „Mit der großartigen und anhaltenden Unterstützung so vieler Menschen wurde die Universität Regensburg zu der national und international renommierten Universität, die sie heute ist.“

Dazu zählte Prof. Hebel auch und vor allem den Verein der „Freunde der Universität Regensburg“, deren Vorsitzender Dr. Jürgen Helmes in seinem Grußwort auf die historische, gegenwärtige und künftige Unterstützung für Forschung und Lehre verwies. Der Verein, der unter anderem seit 1992 den Habilitationspreis an herausragende junge Wissenschaftler verleiht, verstehe sich als gesellschaftlicher Wegbereiter, der die Verbindung der Universität mit der Bevölkerung der Stadt und des ostbayerischen Raumes anrege und erhalte, so Dr. Helmes.

Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle war sichtlich beeindruckt von der Bilanz, die Universitätspräsident Prof. Hebel vorgelegt hatte und betonte, dass Regensburg wie kaum eine zweite Stadt im Freistaat als Hochschulstadt wahrgenommen werde. Dass die Universität dazu beigetragen habe, dass mit ihr Wissen zu den Menschen gekommen sei und mithin Menschen mit der Aufnahme des Vorlesungsbetriebs nicht mehr dorthin hätten gehen müssen, wo Wissen vermittelt werde, wertete Spaenle auch als struktur- und regionalpolitischen Erfolg.

Wirkung auf den gesamten Raum

In Regensburg sei mit Händen zu greifen, was Wissenschaft in einer Region entfesseln könne. Eine Hochschule wirke immer in den Raum hinein, in dem sie stehe, so Spaenle – die Universität Regensburg in und auf Ostbayern sogar in besonderem Maße.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Kammerorchester der Universität Regensburg unter der Leitung von Arn Goerke und dem Universitätschor Regensburg unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Roman Emilius mit Werken von Georg Friedrich Händel, Charles Ives und Carl Philipp Emanuel Bach. Vor dem offiziellen Festakt wurde der Öffentlichkeit der neue Image-Film der Universität präsentiert, im Anschluss fand ein Stehempfang statt.

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