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Bundestag

Glaser fällt auch im dritten Gang durch

Der AfD-Politiker ist als Kandidat seiner Fraktion für das Amt des Vizepräsidenten des Bundestags durchgefallen.

Der AfD-Abgeordnete Albrecht Glaser erhielt 115 von 703 Stimmen. Foto: dpa

Berlin.Der AfD-Politiker Albrecht Glaser ist als Kandidat seiner Fraktion für das Amt des Vizepräsidenten des Bundestags am Dienstag im ersten Wahlgang erwartungsgemäß durchgefallen. Der 75-Jährige erhielt 115 von 703 abgegebenen Stimmen. 550 stimmten mit Nein, 26 Abgeordnete enthielten sich. 12 Stimmen waren ungültig.

Auch im zweiten Wahlgang fiel der Kandidat der AfD-Fraktion für einen der Stellvertreterposten von Wolfgang Schäuble (CDU) durch. Er erhielt in der konstituierenden Sitzung des Bundestags zwar acht Stimmen mehr als im ersten Wahlgang, blieb aber mit 123 Ja-Stimmen wiederum deutlich unter der erforderlichen Mehrheit von 355 Stimmen. Seine Fraktion beantragte einen dritten Wahlgang. Im dritten Wahlgang reicht die Mehrheit der abgegebenen Stimmen, Enthaltungen zählen also nicht.

Schäuble mit großer Mehrheit gewählt

Im ersten Wahlgang waren die Kandidaten der anderen Fraktionen jeweils mit großer Mehrheit zu Stellvertretern von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble gewählt worden. Insgesamt gibt es sechs Stellvertreter. Gewählt wurden der frühere SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann, Wolfgang Kubicki (FDP), Hans-Peter Friedrich (CSU) sowie Petra Pau (Linke) und Claudia Roth (Grüne), die das Amt beide schon in der vorigen Legislaturperiode innehatten. Die Abgeordneten hatten zuvor den bisherigen Finanzminister Schäuble mit großer Mehrheit zum neuen Bundestagspräsidenten gewählt.

Größter Bundestag der Geschichte

Der Bundestag war am späten Vormittag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Er ist mit 709 Angeordneten der größte in der Geschichte der Bundesrepublik. Ihm gehören sechs Fraktionen an. Die FDP schaffte den Wiedereinzug. Neu im Parlament ist die rechtspopulistische AfD.

Jetzt steht fest: Glaser ist auch im dritten Wahlgang durchgefallen. Der 75-Jährige erhielt 114 von 685 abgegebenen gültigen Stimmen, 545 stimmten mit Nein, 26 Abgeordnete enthielten sich.

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