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Politik
Dienstag, 23. Januar 2018 10

Terrorismus

Karlsruhe: Terrorverdächtiger in U-Haft

Ein Mann soll einen Anschlag in Karlsruhe geplant haben. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass er in U-Haft muss.

Der Verdächte soll einen Anschlag in Karlsruhe geplant haben.Foto: Christoph Schmidt/dpa

Karlsruhe.Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs hat den Haftbefehl gegen den 29-jährigen deutschen Staatsangehörigen Dasbar W. in Vollzug gesetzt. Spezialkräfte der Polizei hatten den 29-Jährigen am Mittwoch in Karlsruhe festgenommen.

Er sei dringend verdächtig, eine schwere staatsgefährdende Straftat vorbereitet zu haben, teilte der Generalbundesanwalt mit. Demnach soll der Mann in Karlsruhe einen Anschlag geplant und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützt haben.

Spezialkräfte suchten am Mittwoch auch in der Wohnung des Terrorverdächtigen nach Hinweisen. Nach Angaben des Landeskriminalamts waren 70 Einsatzkräfte beteiligt.

Verdächtiger soll IS-Propaganda-Videos erstellt haben

Freiluft-Kunsteisbahn vor dem Schloss in Karlsruhe. Foto: Uli Deck/Archiv

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler habe er erwogen, mit einem Fahrzeug einen Anschlag auf die Stände rund um die Eisfläche auf dem Karlsruher Schlossplatz zu begehen. Ab Ende August 2017 habe er die Örtlichkeiten rund um das Schloss ausgekundschaftet. Seit September habe er sich vergeblich bei verschiedenen Paketdiensten um eine Anstellung als Fahrer beworben.

Zudem wird ihm vorgeworfen, IS-Propaganda-Videos erstellt zu haben und diese auf mehreren Internetplattformen verbreitet zu haben. In einer Chatgruppe hat er nach Angaben des Generalbundesanwalts andere „im Sinne der Ideologie der Terrororganisation“ motiviert. In den Jahren 2015 und 2016 soll der Mann in den Irak gereist sein. Dort habe er sich dem IS angeschlossen und sei an Schusswaffen ausgebildet worden. Er habe für die Miliz in der irakischen Stadt Erbil mögliche Anschlagsziele ausgespäht.

Nach Angaben des SWR prüfen Behörden, ob der geplante Anschlag etwas mit der Sperrung der Eisbahn Anfang Dezember zu tun hat. Damals hatte sich demnach eine Frau bei der Polizei gemeldet und von einer Äußerung erzählt, die sie gehört hatte. Es sei bei der Bemerkung um die künstliche Eisfläche gegangen.

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