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Politik
Freitag, 26. August 2016 31° 1

USA

Obama im Interview mit Youtube-Stars

Schämt sich der US-Präsident wegen Donald Trump für sein Volk? Barack Obama stellt sich den Fragen von Youtube-Stars.

US-Präsident Barack Obama stellte sich den Fragen von Youtube-Stars. Foto: EPA/MICHAEL REYNOLDS

Washington.Die politische Debatte in den USA erinnert Präsident Barack Obama manchmal an Diskussionen in den Kommentarspalten im Internet. „Heutzutage gibt es so wenige Hemmungen, die Leute erfinden einfach Fakten, sie können heute das sagen, und nächste Woche erzählen sie das komplette Gegenteil“, erklärte Obama am Freitag in einem Interview mit drei Internet-Stars.

Die Sprache verrohe, meinte Obama: „Oft ist das wie in der Kommentarspalte, wie beim Trollen, wenn Leute einfach meinen, sie könnten sich auslassen, ohne wirklich darüber nachzudenken, was sie sagen.“ Unter Trollen versteht man das Schreiben von feindseligen Kommentaren im Internet.

Themen vom Waffengesetz bis zu „Star-Wars“

Der Youtuber Adande Thorne hatte Obama zuvor gefragt, ob er sich wegen des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump für das amerikanische Volk schäme. „So früh im Wahlkampf hat man oft Leute, die als Spitzenreiter gelten, weil sie laut sind und viel Aufmerksamkeit bekommen“, sagte Obama dazu.

„So früh im Wahlkampf hat man oft Leute, die als Spitzenreiter gelten, weil sie laut sind und viel Aufmerksamkeit bekommen“

US-Präsident Obama über den Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump

Trump liegt laut Umfragen im republikanischen Bewerberfeld vorne und fällt sehr oft durch populistische Kommentare auf. „Über die Zeit schauen die Wähler genauer hin“, fügte Obama hinzu. „Je näher die tatsächliche Entscheidung über den Präsidenten rückt, desto nüchterner wird jeder.“

Das ganze Interview auf Youtube können Sie sich hier ansehen:

Es war nicht das erste Mal, dass sich der 54-Jährige den Fragen von Youtube-Stars stellte. Neben ernsten Dingen wie schärferen Waffengesetzen oder der Bedrohung durch die Terrormiliz Islamischer Staat sprach der Präsident auch über seinen liebsten „Star-Wars“-Charakter (Han Solo) und erklärte, wie er einem Hund eine Hose anziehen würden (nur die Hinterbeine bedecken, nicht die Vorderbeine).

Ingrid Nilsen, die sich in ihrem Youtube-Kanal mit Mode- und Lifestyle-Themen beschäftigt, bat Obama um eine Geschichte zu einem persönlichen Gegenstand. Er präsentierte gleich mehrere: einen Rosenkranz von Papst Franziskus, eine kleine Buddha-Figur von einem buddhistischen Mönch sowie einen Poker-Chip aus Metall von einem Biker. (dpa)

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