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Politik
Dienstag, 21. November 2017 5

Regierung

Trump verteidigt Position zu Rassismus

Der US-Präsident hat bei einer Großkundgebung in Arizona seine Position zu Rassisten und Neonazis in den USA gerechtfertigt.

Donald Trump verteidigt seine Position zu Rassismus. Foto: Alex Brandon

Phoenix.US-Präsident Donald Trump hat bei einer Großkundgebung in Arizona seine Position zu Rassisten und Neonazis in den USA verteidigt. Nach den gewalttätigen Zusammenstößen bei einer Rassistendemo in Charlottesville habe er sofort und eindeutig ablehnend reagiert, sagte Trump in der Nacht in Phoenix. Seine Worte seien perfekt gewesen. Er habe dabei sich in seinen Äußerungen immer auch gegen rechte Gruppierungen wie den Ku Klux Klan ausgesprochen, sagte Trump. Es sei die Schuld der Medien, dass darüber nicht korrekt berichtet worden sei.

„Die Reporter mögen unser Land nicht.“

Donald Trump

Trump hält Versammlungen wie diese seit Amtsantritt im Januar regelmäßig ab. Sie sind für ihn eine wichtige Verbindung zu seiner Basis. Trump sagte, „unsere Bewegung ist eine Bewegung der Liebe“. Danach übte der Präsident anhaltende und auch für einen solchen Rahmen ungewöhnlich scharfe Kritik an den Medien.

„Die einzigen, die Hassgruppen eine Plattform bieten, sind die Medien und die Fake News Medien“, sagte Trump. „Die Reporter mögen unser Land nicht.“

Für MZ-Autor Karl Doemens ist Trump ein Mann ohne Moral:

Kommentar

Ein Mann ohne Moral

Irgendwann ist es genug. Sollte es noch eines Beweises bedurft haben, dass Donald Trump dem Amt des Präsidenten der USA nicht gewachsen ist, dann hat ihn...

Trump war für seine als verharmlosend wahrgenommene Reaktion auf Charlottesville scharf kritisiert worden. Er hatte die Gewalt, bei der eine Frau von einem mutmaßlichen Rechtsextremen mit einem Auto getötet worden war, „vielen Seiten“ zugesprochen. Er nannte Neonazis und Rassisten erst Tage später beim Namen, um danach wieder auf seine ursprüngliche Reaktion zurückzufallen.

Die Veranstaltung in Phoenix wurde von mehreren tausend Menschen besucht. Vor der Halle protestierten ebenfalls einige Tausend ganz überwiegend friedlich.

Lesen Sie hier: Martin Schulz wirft Trump Politik „der Niedertracht“ vor.

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