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Politik
Samstag, 25. November 2017 4

Konflikte

Türkei: Gericht ordnet Freilassung Steudtners aus U-Haft an

„Der Ausreise steht nichts mehr im Wege“: Der deutsche Menschenrechtler Peter Steudtner wird ohne Auflagen aus der U-Haft in der Türkei entlassen.

  • Seit Juli ist der Deutsche Peter Steudtner in der Türkei inhaftiert, nun beginnt der Prozess gegen den Menschenrechtler. Foto: Emrah Gurel
  • Zum Prozessbeginn herrschte großer Andrang. Foto: Lefteris Pitarakis
  • „Die Anklageschrift ist wie eine Ansammlung von Verschwörungstheorien.“ Özcan Mutlu von Bündnis 90/Die Grünen Mutlu ist als Prozessbeobachter in Istanbul. Foto: Linda Say
  • Im August wurden Steudtner und Gharavi vom Istanbuler Gefängnis im Stadtteil Maltepe in die rund 80 Kilometer entfernte Haftanstalt in Silivri verlegt. Foto: Lefteris Pitarakis
  • Der deutsche Menschenrechtler Peter Steudtner. Foto: TurkeyRelease Germany
  • Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten „Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation“ beziehungsweise „Unterstützung von bewaffneten Terrororganisationen“ vor. Foto: Lefteris Pitarakis
  • Menschenrechts-Aktivisten demonstrieren in Istanbul gegen den Prozess gegen elf Menschenrechtler, darunter auch der Deutsche Peter Steudtner. Foto: Lefteris Pitarakis

Istanbul.Nach mehr als drei Monaten werden der deutsche Menschenrechtler Peter Steudtner und sein schwedischer Kollege Ali Gharavi ohne Auflagen aus der Untersuchungshaft in der Türkei entlassen.

„Der Ausreise steht nichts mehr im Wege“, sagte der Anwalt der beiden, Murat Boduroglu, nach der Gerichtsentscheidung in der Nacht zu Donnerstag in Istanbul. Auch die türkischen Menschenrechtler, die in U-Haft waren, wurden bis zu einem Urteil in dem Verfahren auf freiem Fuß gesetzt - teilweise aber unter Auflagen.

Eine Ausnahme stellt der ebenfalls angeklagte Amnesty-Vorsitzende der Türkei, Taner Kilic, dar. Er ist wegen eines anderen Verfahrens in Untersuchungshaft, das am Donnerstag in Izmir beginnen soll.

Boduroglu sagte, Steudtner und Gharavi würden nun in das rund 80 Kilometer entfernte Gefängnis Silivri gebracht, wo sie in Untersuchungshaft gesessen haben, um zu packen. Sie wollen mit dem nächstmöglichen Flug ausreisen.

Steudtner, Gharavi und neun weiteren Angeklagten wird Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation“ beziehungsweise „Unterstützung von bewaffneten Terrororganisationen“ vorgeworfen, worauf bis zu 15 Jahren Haft stehen. Das Gericht setzte den nächsten Verhandlungstermin auf den 22. November fest.

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