mz_logo

Außenansicht
Dienstag, 20. Februar 2018 5

Ausbildung

Alles für mehr Fachkräfte

Der Wettbewerb um Fachkräfte fordert von den Unternehmen neue Strategien bei Mitarbeitergewinnung und -bindung.
Gerhard Witzany

Gerhard Witzany ist Präsident der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim.

Regensburg.Die Suche nach Fachkräften treibt unsere Unternehmen in der Region gehörig um. Freie Stellen in den Betrieben können nicht besetzt und neue Aufträge mangels Mitarbeiter nicht mehr angenommen werden. Der Wettbewerb um Fachkräfte fordert von den Unternehmen neue Strategien bei Mitarbeitergewinnung und -bindung. Dabei zählen nicht nur das Gehalt, sondern auch das Image des Unternehmens, Weiterbildungsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeiten sowie weiche Faktoren wie Spaß und Sinnhaftigkeit der eigenen Tätigkeit.

Unternehmen geben sich alle Mühe, vor allem Nachwuchskräfte zu gewinnen. Jedes Jahr investiert die Wirtschaft 23 Milliarden Euro in die Ausbildung künftiger Fachkräfte. Auch bei uns in Ostbayern ist das Engagement ungebrochen. 18 Prozent der an unserer Herbstumfrage teilnehmenden Unternehmen haben das eigene Ausbildungsangebot erhöht. 2017 kam es bei der dualen Berufsausbildung zu einer Trendwende, gab der „Ländermonitor berufliche Bildung 2017“ der Bertelsmann-Stiftung bekannt. Obwohl vergangenes Jahr in Deutschland 33 000 Schüler weniger die allgemeinbildenden Schulen verließen, gab es ein Plus von rund 3000 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Die Unternehmen investieren nicht nur Geld, sondern auch Kreativität, um sich gut zu positionieren. Die bayerischen IHKs haben als Zielgruppe die Eltern als die wichtigsten Ratgeber der jungen Menschen ausgemacht. Mit der Kampagne „Elternstolz“ werben Sie für die duale Berufsausbildung als praxisorientierten Einstieg in den Beruf, der alle Karrierewege offen hält.

Großes Engagement zeigen die Unternehmen auch bei der Integration von Geflüchteten. Der Einstieg in die Berufswelt ist das beste Mittel, damit diese Menschen in Europa wirklich ankommen. Bisher sind bei der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim 290 Ausbildungsverträge von Menschen aus Fluchtländern eingetragen. Davon sind 150 im ersten Ausbildungsjahr. Die deutsche Sprache ist die wichtigste Voraussetzung für die Ausbildung. Das dauert natürlich, aber auch hier gibt es Beispiele, wie Unternehmen sich aktiv einbringen.

Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, bleibt in den kommenden Jahren ein wichtiges Thema für die Unternehmen.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht