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Bundestagswahl 2017
Montag, 25. September 2017 20° 3

Wahlkampf

Kanzlerin am 18. September in Regensburg

Angela Merkel besucht die Oberpfalz – sie darf dort laut Umfragen mit vielen Anhängern rechnen, besonders in Reihen der CSU.

Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt zu einem Wahlkampfauftritt in die Oberpfalz. Foto: dpa/Archiv

Regensburg.Wahlkampfauftritt von Angela Merkel in der Oberpfalz: Die Kanzlerin und CDU-Chefin wird kommenden Montag um 16 Uhr auf dem Regensburger Domplatz sprechen. Ein Team der CDU war bereits Anfang August angereist, um die Platzverhältnisse zu sondieren. Für Merkel soll eine größere Bühne aufgebaut werden. Der CSU-Spitzenkandidat zur Bundestagswahl, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, wird an ihrer Seite sein – flankiert von den örtlichen Bundestagskandidaten. Am frühen Abend fährt Merkel zum nächsten Auftritt nach Passau weiter.

Der Oberpfälzer CSU-Chef Albert Füracker erwartet sich vom Merkel-Besuch einen Schub im Endspurt zur Bundestagswahl, die bereits in eineinhalb Wochen stattfindet. „Es ist etwas Besonderes, wenn die amtierende Bundeskanzlerin kommt. Die Menschen haben die Möglichkeit, sie live zu erleben und sich eine eigene Meinung zu bilden.“ Füracker will selbst bis zum 24. September um jede Stimme kämpfen. Er hofft auf ein Ende der großen Koalition und ein neues Regierungsbündnis mit der FDP.

Rückenwind für Freudenstein

Ein gutes Abschneiden der CSU wäre aber auch Rückenwind für die Regensburger Listenkandidatin Astrid Freudenstein, die aktuell nicht sicher sein kann, ob sie ihr Mandat am Ende verteidigen kann. „Je besser unser bayerisches Ergebnis, umso größer die Chancen für Astrid Freudenstein“, sagt Füracker.

Die Union hat eine Zweitstimmen-Kampagne gestartet, um unentschlossene Wähler zu überzeugen. In Bayern sind sich 30 Prozent der Menschen noch unklar, bei welcher Partei sie ihr Kreuz machen wollen, im Bund liegt die Zahl mit 46 Prozent noch höher.

Der fast unmögliche Wahlkampf: Warum es SPD-Herausforderer Martin Schulz gegen die Kanzlerin so schwer hat, analysiert MZ-Politikredakteur Stefan Stark.

Kommentar

Merkels Taktik geht auf

Mögen sich die anderen die Finger an heiklen Themen verbrennen. Angela Merkel zog es vor, in den Südtiroler Bergen zu wandern, anstatt sich in die gefahrvollen...

Bei Wahlkampfauftritten in Heidelberg und im ostdeutschen Vorpommern war Merkel zuletzt mit Tomaten beworfen worden. Es gab böse Zwischenrufe. In Bayern könnte der Empfang für sie deutlich freundlicher ausfallen. Hier hat sie trotz des monatelangen Twists mit CSU-Chef Horst Seehofer um die Asylpolitik viele Anhänger – auch in den Reihen der CSU: 91 Prozent des konservativen Wählerklientels möchten sie nach neuen Umfragewerten gerne weiter im Amt sehen. Für leichte Irritationen hatte allerdings ein TV-Auftritt Merkels in der ARD am Montag gesorgt: Dort hatte sie ihr Nein zu einer Obergrenze für Flüchtlinge bekräftigt, auf der Seehofer bekanntlich ebenso hartnäckig beharrt.

Regensburg und Passau sind nicht Merkels einzige Stationen in Bayern: Sie absolvierte bereits Auftritte in Bayreuth, Bad Kissingen, Erlangen und Nürnberg. Am Dienstag wird sie in Augsburg erwartet. Auch ihr Herausforderer Martin Schulz war in Ostbayern unterwegs. Der SPD-Kanzlerkandidat sprach auf dem Gillamoos und auf der Regensburger Herbstdult.

Welche Politiker aus Ostbayern haben bei der Bundestagswahl die besten Chancen auf einen Platz im Parlament. Eine Einschätzung lesen Sie hier!

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