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Franziskus ist neuer Papst - Artikel
Freitag, 24. März 2017 15° 3

Glaube

Mit dem Herzen bei Benedikt

Bei einem Konzert verabschieden sich Gläubige in Regensburg vom Papst. Das Besondere: Botschaften Benedikts wurden von geistlichen Liedern umrahmt.
Von Christine Strasser, MZ

Bischof Rudolf Voderholzer und Georg Ratzinger Foto: altrofoto.de

Regensburg. In sich gekehrt, im Gebet und in der Musik versunken: So haben Gläubige am Samstag Benedikt XVI. gedankt. Der Verein „Deutschland pro Papa“ hatte in der Basilika Unserer Lieben Frau zur „Alten Kapelle“ ein Konzert der besonderen Art organisiert. Die nach Papst Benedikt benannte Orgel ertönte deshalb nicht nur, wie es sich der Papst selbst bei der Weihe am 13. September 2006 gewünscht hatte, zu Ehren Gottes, sondern auch und besonders zu Ehren des zurückgetretenen Pontifex. Die Arien und Choräle, die verschiedene Botschaften des Papstes umrahmten, sollten die Herzen der Gläubigen wieder emporheben.

Gemeinsam mit Bischof Rudolf Voderholzer und Prälat Georg Ratzinger zollten die Gläubigen dem „Mozart der Theologie“ ihren Respekt, wie Michael Hesemann, Gründungsmitglied von „Deutschland pro Papa“, Benedikt bezeichnete. Hesemann verwies auf die enge Verbindung von Hoffnung und Musik. Ein Konzert sei deshalb eine besonders geeignete Form des Abschieds von Benedikt. „Engel halten keine Vorlesungen, sondern sie singen“, sagte Hesemann.

Eindrücklich machten die Veranstalter die Musikalität von Benedikts Theologie durch die Verknüpfung von Benedikt-Zitaten und geistlichen Liedern deutlich. Benedikts Worte zum Vergleich von Kirche und der Mutter Gottes wurden beispielsweise verlesen. Wie Maria sei die Kirche eine Mittlerin des Glaubens, führte Benedikt in einer Botschaft an die Gläubigen aus. Im Anschluss sang der Regensburger Tenor Wolfgang Nöth das Ave Maria von Franz Schubert.

„Die Schönheit der Kunst zeigt auch die Wahrheit unseres Glaubens“, sagte Bischof Voderholzer zum Abschluss. Ein Beispiel dafür, sei dieses Konzert, das den Dank an Papst Benedikt in besonderer Weise bereichert habe. Voderholzer rief die Gläubigen auf, dafür zu beten, dass Benedikt den Lohn für die Mühen seines apostolischen Dienstes bekommt. Die Gläubigen sollten aber auch die Kardinäle in ihr Gebet einschließen, die nun in Rom den neuen Papst wählen werden.

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