mz_logo

Regensburg
Samstag, 16. Dezember 2017 10

Politik

Stadt investiert 619 Millionen

Der Regensburger Finanzreferent rechnet bis 2021 mit steigenden Einnahmen. Viel Geld fließt in Wohnbau und Schulen.
Von Julia Ried, MZ

Der Spitzenreiter: Bauwesen, Verkehr und Hochwasserschutz

Auf dem ehemaligen Bosch-Gelände will die Stadt Wohnbau realisieren. Foto: Tino Lex



619,4 Millionen Euro ist das neue Investitionsprogramm der Stadt für die Jahre 2017 bis 2021 schwer. „Unglaublich ambitioniert“ nannte es Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) bei der Vorstellung am Mittwoch im Rathaus. Mit 190,2 Millionen Euro fließt am meisten Geld in Bau- und Wohnungswesen, Verkehr und Hochwasserschutz. Das sind 4,3 Millionen Euro mehr als im bisherigen Programm. Die größten Brocken gibt die Stadt für die Entwicklung des Gewerbe- und Industriegebiets Burgweinting (13,7 Millionen Euro), Hochwasserschutzmaßnahmen (12,9 Millionen Euro) und das kommunale Wohnraumförderprogramm (12,3 Millionen Euro) aus.

Für die Schulen stockte die Stadt ihren Finanzplan auf

Das Modell der neuen Kreuzschule Foto: Peter Ferstl/Stadt Regensburg



Ausgaben für Schulen sind ein Grund, warum die Stadt ihr Investitionsprogramm vergrößerte. Dafür sind mit 117,7 Millionen Euro 17,5 Millionen Euro mehr als im vergangenen Vier-Jahres-Zeitraum eingeplant. Die Einwohnerzahl Regensburgs wächst – auch die Zahl der Schulkinder. Die Stadt investiert daher in Neubau und Sanierung. Die größten Einzelprojekte sind hier die neue Kreuzschule auf dem Gelände des alten Jahnstadions im inneren Westen, für die die Stadt in den vier Jahren bis einschließlich 2021 26,7 Millionen Euro ausgibt und der Ausbau des Beruflichen Schulzentrums Georg Kerschensteiner und der Städtischen Berufsschule II, für den 19,1 Millionen Euro eingeplant sind.

Die öffentlichen Einrichtungen: Selten im Fokus, aber teuer

8,9 Millionen Euro sind für den städtischen Fuhrpark eingeplant – etwa für Winterdienstfahrzeuge. Foto: Daniel Steffen



Die Ausgaben für öffentliche Einrichtungen stehen nur selten im Fokus. Und doch rangieren sie mit 101,5 Millionen Euro im neuen Investitionsprogramm auf Platz drei. 8,9 Millionen Euro will die Stadt Regensburg in den vier Jahren in den städtischen Fuhrpark stecken – also etwa in Fahrzeuge für den Winterdienst und die Müllabfuhr. Fünf Millionen Euro sind für die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs vorgesehen.

Neue Kindergärten und Krabbelstuben sind dringend nötig

37,5 Millionen Euro investiert die Stadt in die Kinderbetreuung. Foto: Walter Schießl


49,9 Millionen für die soziale Sicherung stehen im Programm – unter anderem, „weil wir großen Bedarf haben an Betreuungseinrichtungen“, wie Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer sagte. Für Krabbelstuben und Kindergärten will die Stadt 37,5 Millionen Euro ausgeben – 17,5 Millionen Euro mehr als bisher. 5,2 Millionen Euro investiert sie in ein Begegnungshaus mit Jugend- und Familienzentrum im Stadtosten – sie kann es sich leisten. „Wir sind nach wie vor so leistungsfähig, dass wir im Verwaltungshaushalt Überschüsse erwirtschaften“, sagte Finanzreferent Dieter Daminger. Diese dienen – neben dem gesparten Geld – der Finanzierung der Investitionen.

38,3 Millionen Euro für Mammutprojekt Feuerwache

Der Bau der Hauptfeuerwache ist in den kommenden Jahren 2017 bis 2021 das größte Einzelprojekt. Foto: Tino Lex



Der Mammutanteil des Etats für öffentliche Sicherheit und Ordnung (46,5 Millionen) gehört dem Neubau eines großen Teils der Hauptfeuerwache in der Greflinger Straße; das Projekt läuft seit 2016. 38,3 Millionen werden dafür bis 2021 ausgegeben. 38,3 Millionen werden dafür bis 2021 ausgegeben.

Die Museen bekommen bis 2020 ein Zentraldepot

Für die Depotbestände ihrer Museen baut die Stadt ein neues Gebäude. Foto: Gertrud Baumgartl



Für Wissenschaft, Forschung und Kulturpflege sind 42,9 Millionen Euro im Budget. Der größte Posten ist der Bau eines Zentraldepots und Archivs für die städtischen Museen und eines Stadtarchivs in Burgweinting bis 2020. 15,3 Millionen stehen dafür im Plan.

Die Eckdaten

  • Investitionsprogramm:

    Das Volumen des Investitionsprogramms 2017 bis 2021 liegt mit 619,4 Millionen Euro um 27,3 Millionen Euro über dem bisher gültigen.

  • Haushalt 2018:

    Der Haushalt 2018, den der Stadtrat nächsten Donnerstag beschließen soll, ist 905 Millionen Euro schwer. Für laufende Verwaltungsgeschäfte will die Stadt knapp 706 Millionen Euro ausgeben, für Investitionen sind gut 199 Millionen Euro vorgesehen.

  • Einnahmen:

    Haupteinnahmequelle der Stadt ist mit 220 Millionen Euro (Finanzplan 2018) die Gewerbesteuer.

  • Schulden:

    Die Stadt will bis Ende 2021 30 Millionen Euro Schulden tilgen. Dann hätte sie noch 82,7 Millionen Euro Schulden.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht