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Polizeimeldungen
Freitag, 15. Dezember 2017 6

Unglück

Abensberger stirbt bei Brand in Wohnung

Ursache war eine glimmende Zigarettenkippe. Der 50 Jahre alte Bewohner starb an einer Rauchvergiftung.
Von Walter Dennstedt

Die Feuerwehr Abensberg war im Einsatz. Foto: Feuerwehr Abensberg

Abensberg.Bei einem Brand einer Wohnung im dritten Stock des Mehrfamilienhauses in der Aumühlstraße 24 musste am Sonntagabend der 50 Jahre alte Mieter sein Leben lassen. Die Brandursache: Eine glimmende Zigarettenkippe, die die völlig vermüllte Wohnung in Brand steckte. Wie Polizeihauptkommissar Alexander Schraml mitteilte, schließt die Kripo sowohl ein Fremdverschulden als auch einen technischen Defekt als Brandursache aus.

Das Feuer war am Sonntagabend gegen 19.40 Uhr ausgebrochen. Sowohl die Feuerwehren aus Abensberg und Offenstetten als auch das Technische Hilfswerk wurden zum Einsatz beordert. Nachdem die Flammen, die bereits aus dem Fenster an der Ostseite des Gebäudes loderten, binnen kurzer Zeit gelöscht waren, entdeckten die Feuerwehrmänner den Toten.

Es handelt sich dabei um den 50 Jahre alten Bewohner der Wohnung. Eine Obduktion gab es nicht. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann an einer Rauchgasvergiftung starb.

Die Ermittlung der Kriminaler konzentrierten sich vor allem darauf, ob der Brand fahrlässig oder durch einen technischen Defekt verursacht worden war. Aber schnell war klar: Es kann nur eine schwelende Zigarettenkippe der Auslöser für das Feuer gewesen sein.

Die anderen Bewohner des Wohnhauses mit insgesamt acht Parteien haben am Sonntagabend das Gebäude rechtzeitig verlassen können. Alle blieben unverletzt und konnten spät in der Nacht wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, nachdem die letzten Löscharbeitern erledigt waren und das Gebäude durch Drucklüfter der Feuerwehr entraucht worden war.

Die Feuerwehr hatte es schwer, den Brand zu bekämpfen. Einsatzkräfte berichten, dass die Wohnung total verwahrlost war, so dass ein Lokalisieren von Glutnestern äußerst schwierig war. Deshalb wurde auch das Technische Hilfswerk mit Spezialausrüstung dazubeordert. Die Helfer fingen noch in der Nacht an, die Wohnung auszuräumen, zwei eilends herbeigeschaffte Container wurden mittels Kran mit den teils verkohlten Habseligkeiten befüllt.

Der Rettungsdienst war mit mehreren öffentlich-rechtlichen Rettungswagen und Notärzten, der Unterstützungsgruppe Rettungsdienst der BRK Bereitschaft Abensberg sowie dem Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort. Zudem wurde, da es absehbar war, dass es sich um einen länger dauernden Einsatz handelt, die Schnelleinsatzgruppe SEG Betreuung Kelheim und Langquaid, die SEG Technik+Sicherheit Mainburg, die SEG Information & Kommunikation Kelheim sowie die MONA alarmiert.

In einem beheizten Zelt wurden von den genannten Kräften einige der Hausbewohner betreut, bis das weitere Vorgehen mit den Kräften von der Feuerwehr Abensberg sowie dem Technisches Hilfswerk Ortsverband Kelheim abgeklärt war. Ab Mitternacht durften die Bewohner wieder in ihre Wohnungen.

Nur der Vollständigkeit halber: Der Sachschaden wird auf etwa 30000 Euro beziffert.

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Posted by Feuerwehr Abensberg on Sunday, March 13, 2016

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