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Polizeimeldungen
Freitag, 15. Dezember 2017 3

Polizei

Tödlicher Unfall: Belohnung für Hinweise

Nach dem Tod eines Rollerfahrers mit Fahrerflucht in Furth im Wald werden nun 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt.
Von Evi Paleczek

  • Der Rollerfahrer starb in der Nacht zum Dienstag an seinen schweren Kopfverletzungen. Foto: Paleczek
  • Die Polizei untersucht dunkle Autos auf Unfallspuren. Foto: Paleczek

Furth im Wald.Am Montagvormittag gegen 10 Uhr hat an der Einmündung Waldschmidt-/ Bahnhofstraße ein dunkles Auto einem 54-jährigen Further Rollerfahrer die Vorfahrt genommen. Dieser stürzte und starb in der Nacht zum Dienstag an seinen schweren Kopfverletzungen, der Fahrer des Wagens beging Unfallflucht (wir berichteten). Nachdem die Polizei bereits am Mittwoch von mehr als 40 eingegangenen Hinweisen gesprochen hatte, teilte Thomas Hecht, Leiter der Polizeiinspektion Furth im Wald, bei einer neuerlichen Pressekonferenz am Freitagvormittag in der Bahnhofstraße mit, die Beamten erhielten ständig neue Hinweise.

Trotzdem bittet die Polizei auch weiterhin, dass sich jeder melden soll, dem am Montagvormittag am Unfallort irgendetwas aufgefallen ist. „Jeder noch so kleine und unbedeutend erscheinende Hinweis ist wichtig“, betonte Hecht. Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat oder Ergreifung des immer noch flüchtigen Autofahrers führen, hat das Bayerische Landeskriminalamt auf Antrag des Polizeipräsidiums Oberpfalz und der Staatsanwaltschaft Regensburg nun eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt. Auf Wunsch kann zudem geprüft werden, ob Hinweise vertraulich behandelt werden können, sagte Hecht. Meldet sich der flüchtige Autofahrer selbst bei der Polizei, könnte sich das auf jeden Fall positiv auf die Strafzumessung auswirken.

Für die psychische Situation der Familie und ihre Trauerarbeit wäre es sehr wichtig, zu wissen, wie sich der Unfall zugetragen hat, sagte der Polizeichef. Wenn die Tat aufgeklärt ist, können die Angehörigen das Geschehene besser verarbeiten.

Eine Berührung hat stattgefunden

In Bezug auf die Ermittlungen teilte Hecht mit, die Lackanalyse des Landeskriminalamtes am Roller habe schon einmal einen Treffer ergeben. Es ist nun klar, dass eine Berührung zwischen den Fahrzeugen stattgefunden hat, zudem steht die Farbe des flüchtigen Autos fest.

Die Beamten werden alles tun, um den Fall aufzuklären, betonte Hecht. Sie gehen allen Hinweisen nach, verteilen die Fahndungsplakate in Stadt und Geschäften und haben mehr als 1000 Fahrzeuge zur Überprüfung auf ihrer Liste. Die Polizisten fahren zu den Leuten und versuchen, sie daheim persönlich anzutreffen. Wer nicht zu Hause ist, der wird zur Polizeiinspektion geladen, oder es wird ein neuer Termin vereinbart, an dem die Beamten wiederkommen.

Autowerkstätten sind informiert

Diese Untersuchung hat die Polizei in Zusammenarbeit mit den Beherbergungsbetrieben nun auch auf Urlauber-Fahrzeuge ausgeweitet, teilte Hecht mit. Man ist sich aufgrund der Örtlichkeit zwar ziemlich sicher, dass der flüchtige Fahrer aus der Gegend stammt, will aber auf Nummer sicher gehen.

Der Großteil der Leute, die befragt und deren Fahrzeuge überprüft werden, ist kooperativ und kommt zur Polizeiinspektion, berichtete Thomas Hecht. Überprüft wird auf jeden Fall jeder auf der Liste, es komme keiner aus. Zudem werden alle Autowerkstätten im Umkreis überprüft und über den Fall informiert, auch im Nachbarland Tschechien.

Hinweise zu dem Unfall am Montagvormittag nehmen die bei der Polizeiinspektion Furth im Wald eingerichtete Ermittlungsgruppe unter (0 99 73) 504 0 und jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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