mz_logo

Polizeimeldungen
Freitag, 15. Dezember 2017 3

Polizei

Mann gesteht rund 100 Einbrüche

Ein 32-Jähriger soll in Häuser in Nürnberg und Regensburg eingestiegen sein und Elektronikgeräte sowie Geld gestohlen haben.

Gegen den 32 Jahre alten Mann wurde Haftbefehl erlassen. Foto: David Ebener

Nürnberg. Nach umfangreichen Ermittlungen gelang es den Ermittlern der Besonderen Aufbauorganisation Wohnraumeinbruchdiebstahl des Polizeipräsidiums Mittelfranken mit Unterstützung der unterfränkischen Polizei und dem Bayerischen Landeskriminalamt sowie in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, einen mutmaßlich international agierenden Serieneinbrecher festzunehmen. Der Tatverdächtige räumt in seiner Vernehmung rund einhundert Wohnungseinbrüche in Bayern und dem benachbarten Ausland ein.

Seit Oktober 2016 häuften sich in Bayern Wohnungseinbrüche, die stets die gleiche Vorgehensweise zeigten. Dabei wurden die Rahmen von Fenstern oder Terrassentüren – zum Teil während die Geschädigten schliefen – aufgebohrt. In den Anwesen hatte es der zunächst unbekannte Täter auf hochwertige Elektronikgeräte wie Handys, Tablets, Laptops sowie Bargeld abgesehen.

Im Laufe der umfangreichen Ermittlungen gelang es den Beamten, Zusammenhänge zwischen gleich gelagerten Fällen in den Regionen München, Regensburg, Schweinfurt, Würzburg und im Ballungsraum Nürnberg-Fürth herzustellen. Durch kriminaltaktische Maßnahmen und umfangreiche Überwachungsmaßnahmen geriet nun vor wenigen Tagen ein 32-jähriger Osteuropäer in den Fokus der Polizei.

In der Nacht von Freitag auf Samstag erfolgte die Festnahme. Der Mann wurde in einem Waldgebiet im Landkreis Aschaffenburg mit Unterstützung der unterfränkischen Polizei sowie des LKA festgenommen. Er hat keinen festen Wohnsitz in Deutschland und hauste in einem Zelt, das er jeweils in schlecht zugänglichen Waldgebieten aufgestellt hatte.

Mit den Vorwürfen konfrontiert, legte der Beschuldigte ein umfangreiches Geständnis ab und räumte eine Vielzahl von Einbrüchen ein. Zudem offenbarte er den Ermittlern fünf seiner Beutelager. Dort konnte Diebesgut aus den zurückliegenden Taten sichergestellt werden.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen soll der 32-Jährige allein gehandelt haben. In diesem Zusammenhang werden ähnlich gelagerte Fälle in der Schweiz, Österreich, Frankreich, den Niederlanden und Belgien geprüft. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth erließ eine Ermittlungsrichterin wurde Haftbefehl erlassen.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht