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Dienstag, 17. Oktober 2017 20° 2

Polizei

Mordanschlag war nur vorgetäuscht

Tagelang hat die Nürnberger Kripo ermittelt – jetzt gab das Opfer zu, sich die schwere Verletzung selbst zugefügt zu haben.

Der 40-Jährige war mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Foto: Bastian Winter

Nürnberg.Wie am Neujahrstag berichtet, ermittelte die Nürnberger Mordkommission wegen eines Mannes, der am späten Silvesterabend in der Kohlenhofstraße schwer verletzt gefunden worden war. Zunächst war die Polizei von einem versuchten Tötungsdelikt ausgegangen. Doch nun hat der Fall eine überraschende Wendung vollzogen: Der 40 Jährige hatte in einer ersten Aussage den Polizeibeamten erzählt, Unbekannte hätten ihn schwer am Hals verletzt. Der Mann kam mit dem Verdacht auf lebensgefährliche Verletzungen in ein Krankenhaus. Nach der Notoperation stabilisierte sich sein Zustand.

Noch am Abend fahndeten mehrere Streifen der Nürnberger Polizei nach möglichen Tätern. Und das Fachkommissariat der Nürnberger Kripo führte noch in derselben Nacht und an den nächsten Tagen umfangreiche Ermittlungen durch. Der 40-Jährige konnte aufgrund seiner schweren Verletzung erst am Dienstag detailliert und eingehend zum Tathergang befragt werden. Bei der Vernehmung gestand der offensichtlich psychisch angeschlagene 40-Jährige, sich die Schnitt- bzw. Stichverletzung am Hals selbst beigebracht zu haben. Jetzt wird er innerhalb des Krankenhauses weiter fachärztlich betreut. Er muss sich nun wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat verantworten.

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