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Polizeimeldungen
Montag, 11. Dezember 2017 11

Einsatz

Scheunenbrand Eglsee:Keine Brandstiftung

Die Flammen griffen auf ein anliegendes Wohnhaus über. Die Kripo geht von einer technischen Brandursache aus.
Von Dietmar Krenz

  • Eine Scheune ist in Eglsee in Brand geraten. Foto: Alexander Auer
  • Die Flammen griffen auf ein angrenzendes Wohnhaus über. Foto: Alexander Auer

Eglsee.Auf mehrere hunderttausend Euro beziffert die Polizei nach ersten Erkenntnissen den Sachschaden, der beim Brand einer Scheune eines Autohauses in Eglsee entstanden ist. Das völlig zerstörte Gebäude diente auch als Lagerhalle für Reifen und Stallung für Pferde. Das Feuer griff zudem auf das angebaute Zweifamilienhaus über.

Die im Haus eingemieteten sechs Personen konnten sich selbst in Sicherheit bringen und wurden laut einem Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz nicht verletzt. Die in der offenen Stallung untergebrachten zwei Pferde blieben ebenfalls unbeschadet. Die Vierbeiner waren beim Eintreffen der rund 120 Einsatzkräfte der Feuerwehren bereits geflüchtet und konnten im Laufe des Morgens wieder eingefangen werden. Durch das Feuer wurde das Wohnhaus schwer beschädigt.

Sehen Sie hier ein Video von dem Großbrand:

Video: Alexander Auer/Schnitt: Simone Grebler

Keine Hinweise auf Brandlegung

Nachdem Fachermittler der Kriminalpolizei Regensburg die Brandstelle untersucht haben, ist nach dem ersten Ermittlungsstand von einer technischen Brandursache auszugehen, Hinweise auf eine Brandlegung oder sonst strafbarem Verhalten konnten zunächst nicht festgestellt werden. Das erklärt das Polizeipräsidium Oberpfalz am Donnerstag.

Gegen 5.30 Uhr war die etwa 15 Meter lange Lagerhalle in Brand geraten. Wie es zu dem Brand kam, ist bisher noch ungeklärt. Trotz eines Großaufgebots der Feuerwehr war die Scheune samt Photovoltaikanlage auf dem Dach nicht mehr zur retten. Sie stürzte während den Löscharbeiten ein.

Durch die gemeinsame Bauweise konnten die Einsatzkräfte nicht verhindern, dass die Flammen auch auf den Dachstuhl des angrenzenden Wohnhauses übergriffen. Gegen 9 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand dann endgültig unter Kontrolle. Brandexperten der Kriminalpolizei Regensburg nahmen die Ermittlungen auf.

Brandleider befreiten Pferde in letzter Sekunde

In der Stallung waren auch zwei Pferde untergebracht, die von den Brandleidern in letzter Sekunde aus der Scheune befreit werden konnten. Die beiden Pferde rissen sich jedoch los und mussten dann von den Besitzern wieder eingefangen werden. Die Pferde blieben unverletzt. „Wenn Tiere betroffen sind, muss man diese schnell aus dem Gefahrenbereich herausbringen. Das gestaltet sich aber schwierig, denn Tiere reagieren in so einer Situation nicht wie im Normalzustand“, sagte Polizeisprecher Albert Brück.

Mehr Bilder von dem Großbrand sehen Sie hier:

Scheunenbrand in Eglsee griff auf Wohnhaus über

„Als die ersten Feuerwehrmänner am Brandort ankamen, schlugen die Flammen meterhoch aus dem Gebäude“, sagte Kreisbrandmeister Andreas Freihart. Der Einsatzleiter wurde vom zuständigen Kommandanten der örtlichen Wehr, Christian Eibl sowie Kreisbrandinspektor Bernhard Ziegaus aus Hemau tatkräftig unterstützt.

Mit zwei Drehleiterfahrzeugen aus Hemau und Burglengenfeld sowie 120 Einsatzkräften von elf Wehren wurde der Brand bekämpft. Zunächst galt es, die umliegenden Häuser und Gebäude zu schützen. Die Hitzeentwicklung war so groß, dass die Fensterscheiben an der Rückseite der Autowerkstatt teils splitterten oder zerbrachen.

Zudem mussten die Feuerwehrler zwei Gastanks schützen. Einer der beiden Behälter war beim Eintreffen der Wehrmänner bereits ziemlich heiß und musste gekühlt werden. „Wenn solch ein Tank zu heiß wird, besteht die Gefahr, dass er explodiert“, teilte der Kreisbrandmeister mit.

(wd)

Nach den Löscharbeiten bot sich ein tragischer Anblick:

Video: Dietmar Krenz

Der Brunner Bürgermeister Karl Söllner war etwa gegen 6 Uhr zum Unglücksort geeilt und überzeugte sich vom gut funktionierenden Objektschutz. „Die Feuerwehrmänner haben gute Arbeit bei den umliegenden Gebäuden und Gastanks geleistet. Leider konnte das angrenzende Wohnhaus nicht mehr gerettet werden“, sagte er auf Nachfrage. Durch solch einen Brand werde deutlich, wie wichtig eine gut ausgestattete und ausgebildete Feuerwehr sei.

Mehr Polizeiberichte aus dem Landkreis Regensburg lesen Sie hier.

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