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Donnerstag, 27. April 2017 7

Psychologin: Schuluniformen fördern Solidarität

Selbst der kleine Prinz Harry (2. von links)besuchte die Schule in Uniform.

Die Bildungsforscherin Sabine Walper hat sich für die Einführung von Schuluniformen ausgesprochen. „Die wenigen Erfahrungen, die wir damit in Deutschland gesammelt haben, sind gut“, sagte Walper anlässlich der Wissenschaftlichen Jahrestagung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung am Wochenende in Regensburg. Durch einheitliche Kleidung könne einer Ausgrenzung von Kindern aus sozial schwächeren Familien entgegengewirkt und die Solidarität unter Schülern gefördert werden.

„Äußerlichkeiten spielen vor allem bei Heranwachsenden eine zu große Rolle“, sagte die Wissenschaftlerin von der Münchner Ludwig- Maximilians-Universität (LMU). Die Jeans müsse deshalb aber nicht vom Schulhof verschwinden. Vorstellbar sei beispielsweise eine Kollektion von verschiedenen Kleidungsstücken in den Schulfarben. „Der Faltenrock und der Blazer werden sich wohl nicht durchsetzen.“

Die sozialen Unterschiede spielen ihrer Ansicht nach an deutschen Schulen eine zu große Rolle. „Das Gefälle von einem Arbeiterkind zu einem Akademikerkind ist in Deutschland groß“, sagte Walper. Die Schule könne nicht ersetzen, was den Kindern zu Hause fehle. Das sei in anderen europäischen Ländern, vor allem in Skandinavien, anders.

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