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Aufgetischt Gasthäuser
Montag, 18. Dezember 2017 3

Gasthaus

300 Jahre alt und zeitlos lecker

Der Jägerwirt in Siegenburg ist eine Burger-Schmiede der besonderen Art. Die Liebe zum Detail liegt den Wirten am Herzen.
Von Heiner Stöcker, MZ

Die Jägerwirtsleute Bjanka und Marcus Tschanter servieren zwei Spezial-Burger mit Salat und Pommes frites. Foto: Tino Lex

Siegenburg.Rot-weiß gepunktet ist die Tapete, rot-weiß gepunktet ist die Schürze der Bedienung, rot weiß sind die Tischdecken und die Polster. Wer nach Siegenburg kommt und vor dem dreistöckigen Holzhaus mit seinen 300 Jahre alten Balken steht, erwartet ein uriges Wirtshaus im miefigen Landlook. Und falscher könnte der Hungrige nicht liegen: Im Inneren vereinigen sich alte Geschichte und Rock’n’ Roll der 1950er-Jahre zu einem gelungenen Bild. Das Diner ist mit Liebe zum Detail von A bis Z durchgestylt: Aus der Anlage tönen keine Zither-Klänge – sondern zitternde-E-Gitarren-Saiten und von den Wänden lugen Filmstars den Gästen über die Schultern.

Auf den Teller kommt bei den Wirtsleuten Marcus und Bjanka Tschanter was Burgerfans lieben: Alles ist frisch, das Fleisch stammt aus einer örtlichen Metzgerei, die Beilagen, wie die breiten Steakhouse-Fries, werden selber zubereitet. Aber nicht nur Fleischliebhaber kommen auf ihre Kosten. Auf der Karte finden sich auch Veggie-, Vegan- und Glutenfrei-Varianten der Leckereien.

„Wir verstehen uns weniger als Gastwirte, sondern mehr als Gastgeber.“

Bjanka Tschanter, Jägerwirtin

Ich bestelle mir den XL Luxus Burger mit Pommes (12,90 Euro). Unter dem geschmolzenen Bergkäse und den gebratenen Zwiebeln liegt das 150-Gramm-Patty auf einem Sesam-Bun. Obenauf begleiten ein Salatblatt, Essiggurken-Scheiben und vor allem Baconstreifen den Geschmack. Und der ist ein Feuerwerk im Mund. Die Aromen zünden nacheinander am Gaumen. Ich hätte mit Ketchup und Mayo vom Tisch nachwürzen können – aber das braucht’s nicht. Das verfälscht und übertüncht nur den Eigengeschmack der Zutaten. Wäre schade drum.

„Wir verstehen uns weniger als Gastwirte, sondern mehr als Gastgeber“, sagt Jägerwirtin Bjanka Tschanter. Sie hat in einem früheren Leben Marketing studiert, ihr Mann Marcus war unter anderem Hotelfachmann. „Die Leute sollen die Zeit bei uns genießen und gerne wieder kommen.“ Wenn’s zum Beispiel in der Küche länger dauert, warten auf die Gäste Spiele zum Zeitvertreib – auch für Erwachsene. Der Erfolg gibt den Tschanters recht. Wer ohne Reservierung beim Jägerwirt vorbeischaut, muss Glück haben, einen freien Platz zu ergattern.

Die wichtigsten Infos über das Restaurant:

Restaurant Jägerwirt

  • Adresse:

    Schartstraße 2, 93354 Siegenburg; Telefon: (09444) 2399557; www.jaegerwirt-diner.de

  • Öffnungszeiten:

    Mi- Sa: 17 – 24 Uhr; warme Küche bis 22 Uhr. Mo & Di: Ruhetag

  • Hinweise:

    Dringend reservieren. Barrierefrei, aber ohne Behinderten-WC.

  • Preise:

    Vorspeisen ab 2,90 Euro; Burger ab 5,50 ohne Beilagen

  • Aktionen:

    Mittwoch Burger-Flatrate (12,90 Euro zahlen, so viele Burger essen, wie man schafft). Donnerstag Pitcher-Day (1,8 Liter-Krug zum halben Preis), Freitag Ladies-Night (Cocktail 3 Euro)

Die Lage des Restaurants in Siegenburg::

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