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Haus und Garten
Samstag, 23. September 2017 21° 1

Immobilien

Sicher vor Wind und Wetter

Regenschauer, Herbststürme und Schneegestöber verlangen der Hausfassade viel ab. Acht Punkte, die jeder prüfen sollte.

Der Blick lohnt sich: Die Winterwitterung wird dem Haus zusetzen. Die Bewohner sollten die Fassade vorher prüfen. Foto: Bauherren Schutzbund

Dach: Wo könnte es feucht werden?

In ein undichtes Dach kann Feuchtigkeit gelangen. Manfred Gunkel vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks in Köln rät, auf die Stellen besonders zu achten, an denen das Wasser konzentriert abgeleitet wird. „Also an Kehlen, hinter dem Schornstein und an Dachaufbauten“, erläutert Gunkel. „Dort sollte man besonders gründlich reinigen und nach Beschädigungen suchen.“ Im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht müssen Hausbesitzer darauf achten, dass von ihrem Dach keine Gefahr ausgeht. Alles muss fest sitzen. Besonders nach Stürmen sollte geprüft werden, ob Dachziegel fehlen, beschädigt sind oder ob die Dachhaut Schaden genommen hat.

Außenwände: Jeder noch so kleine Riss zählt

Stefan Würzner ist Berater beim Bauherren-Schutzbund. Foto: Bauherren Schutzbund



Durch Risse und abgeplatzten Putz an der Fassade dringen Nässe und Frost ein. „Solche Schäden müssen unbedingt vor dem Winter beseitigt werden, sonst drohen teure Folgeschäden“, warnt Stefan Würzner vom Bauherren-Schutzbund in Berlin. Die Dämmung kann etwa ihre Wirkung verlieren. Deshalb sollten Hausbesitzer auch kleinste Schäden ernst nehmen. Besonders kritische Stellen an der Fassade sind die Anschlusspunkte zu den Fensterbrettern.

Regenrinnen: Ausmisten gegen Verstopfung


Dachrinnen müssen frei von Laub und anderen Fremdkörpern sein, damit im Winter Regen- und Schmelzwasser gut ablaufen kann. Besonders beansprucht sind die Regenrinnen beim Wechsel von Frost- und Tauperioden. Dann kann sich bei geneigten Dächern an der Rinne eine Eisschanze bilden, die den Abfluss des Schmelzwassers verhindert. Es kommt zum Rückstau, der Wasser in das Hausinnere drücken kann. Kommt das oft vor, kann sich unter Umständen eine Regenrinnen-Heizung lohnen. Auf Dächern über Gehwegen oder Eingängen sind Schneefanggitter sinnvoll.

Rollläden: Ein Korken zur Vorsorge


Automatisch betriebene Rollläden frieren bei Minusgraden schnell an den äußeren Fensterbrettern fest. Die Motoren sind zu schwach, um die Rollläden zu lösen und gehen kaputt. „Hier hilft es, ein kleines Stück Holz oder einen Korken zwischen Rollladen und Fensterbrett zu legen, damit beide nicht miteinander in Kontakt kommen“, rät Bau-Experte Würzner zur Vorsorge.

Holzelemente: Gründlich putzen statt sanieren


Bei Auffälligkeiten an der Holzbeschichtung von Fenstern, Türen, Wintergärten und Vorhangfassaden sollten Hausbesitzer checken, ob es sich nur um oberflächliche Makel oder tieferliegende Schäden handelt. „Davon hängt ab, welche Maßnahmen ergriffen werden“, sagt Ulrich Tschorn vom Verband Fenster + Fassade in Frankfurt am Main. Ist lediglich das ästhetische Erscheinungsbild verändert, etwa durch nachlassenden Glanz, Farbveränderungen oder Algenbewuchs, dann genügt eine gründliche Reinigung.

Gibt es aber tiefe Risse und Blasen, setzt sich Feuchtigkeit unter die Beschichtung. Haben Pilze oder Insekten das Holz zerstört, ist eine Renovierung oder sogar eine grundlegende Sanierung der Holzbeschichtungen notwendig.

Balkon und Terrasse: Das Laub muss weg


Ein kritischer Punkt auf Balkon und Terrasse ist der Ablauf. Auch er sollte im Herbst unbedingt frei von Laub und Schmutz sein. Setzt er sich zu, fließt das Wasser nicht mehr ab und sucht sich andere Wege unter Fliesen, Bodenplatten oder ins Mauerwerk, erläutert Kodim.

Fallrohre und Dachabläufe: Achtung vor Minusgraden


Undichte Rohre sollten Hausbesitzer umgehend reparieren. Schäden können große Probleme bereiten, wenn austretendes Wasser über längere Zeit an der Fassade herunterläuft. An Frosttagen kann das gestaute Wasser zu Eis gefrieren – und die Rohre platzen.

Außenwasserhähne: Absperren und entleeren

Um Rohrbrüche zu vermeiden, müssen im Freien liegende Wasserhähne an der Fassade vor dem ersten Frost abgesperrt werden. Foto: Bauherren Schutzbund

Um Rohrbrüche zu vermeiden, müssen im Freien liegende Wasserhähne an der Fassade vor dem ersten Frost abgesperrt und entleert werden. „Dazu wird der Hahn geöffnet und im Inneren des Hauses vom Trinkwassersystem getrennt“, sagt Würzner. Den Winter über bleiben die Außenhähne aber aufgedreht. Anders ist das bei frostsicheren Außenwasserhähnen, sie schließen selbst die Leitung in der Außenwand. „Diese Hähne bleiben im Winter zugedreht“, so Experte Stefan Würzner. (dpa)

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