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Region Amberg
Donnerstag, 23. November 2017 10° 3

Projekt

Bau der neuen Krippe hat begonnen

Auf dem Gelände hinter dem Kindergarten Ensdorf sind Bagger am Werk. Die Kinderkrippe soll bis September 2018 fertig sein.
Von Hans Babl

Die Bagger sind angerollt, der Bau der neuen Kinderkrippe in Ensdorf beginnt. Foto: Babl

Ensdorf.Junge Eltern können aufatmen – so hatte es schon in der Gemeinderatssitzung am 26. November 2015 geheißen. Der Gemeinderat hatte damals einstimmig beschlossen, dass die Gemeinde Ensdorf eine zweigruppige Kinderkrippe baut.

Nun ist endlich so weit. Nachdem Ende September mit den Kindergartenkindern der offizielle Spatenstich erfolgt ist, rollten nun termingerecht die Bagger an. Die Baumaßnahme soll bis September 2018 zum Beginn des neuen Kindergartenjahres abgeschlossen sein.

Die Krippe wertet Ensdorf auf

„Die Arbeiten sind voll im Gange, die Firma Thomas Singer Bau ist fleißig am Werk“, berichtete 2. Bürgermeister Karl Roppert im Gespräch mit unserem Medienhaus (1. Bürgermeister Markus Roppert befindet sich derzeit in Urlaub). Roppert sieht das Projekt Kinderkrippe nur positiv. „Die Kinderkrippe ist ein belebendes Element für Ensdorf und bietet jungen Familien einen Anreiz, sich in Ensdorf anzusiedeln. Dadurch wird Ensdorf aufgewertet.“

Sehr positiv sieht er auch, dass der Zugang zum bestehenden Kindergarten und der künftigen Kinderkrippe über eine rückwärtige Zufahrt und einen barrierefreien, überdachten Flur erfolgt. „Und weil zudem die Bushaltestelle vom neuralgischen Punkt Hauptstraße/Thanheimer Straße zur Kinderkrippe und einer Unterstellmöglichkeit für Fahrgäste verlegt wird, wird der Weg zum Kindergarten und zur Kinderkrippe sicherer“, weist Roppert auf einen weiteren Pluspunkt hin.

Und noch eine positive Auswirkung wird das Projekt haben: Das Parken auf der Straße wird künftig entfallen, denn es werden 16 rückwärtige Parkplätze für Personal und Eltern geschaffen, die ihre Kinder bringen oder abholen. „So wird die Parkplatzsituation entschärft“, erklärt Roppert freudig.

Vor dem Neubau ein Abriss

Der Planer ist Diplom-Ingenieur Thomas Hollweck. Foto: Archiv azd

Die Baumaßnahme begann eigentlich schon mit dem Abriss des sogenannten „Lobenhofer-Haus“ im Februar diesen Jahres. Zuvor hatte Diplom-Ingenieur Thomas Hollweck umfangreiche Gesamtplanungen erstellt. Für Wasser, Abwasser, Gas- und Wärmeversorgungs- sowie raumlüftungstechnische Anlagen machten dies das Planungsbüro Haustechnik, Heizung, Lüftung und Sanitär Stief in Amberg, die Projektierung der elektrischen Anlagen SIMA Elektroplanungsbüro in Kümmersbruck.

Nach der Baugenehmigung und dem Bewilligungsbescheid vergab der Ensdorfer Gemeinderat in seiner Sitzung vom 27. Juli 2017 die Aufträge für die einzelnen Gewerke an die jeweils günstigsten Firmen. Für die Baumeisterarbeiten war dies die Firma Singer Bau GmbH Ensdorf zu einem Angebotspreis von 251 082 Euro, für die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten die Firma Holzbau Kuhn in Ursensollen für 52 401 Euro; sie führt auch die Klempnerarbeiten für 27 581 Euro aus. Damit stand dem Bau der Kinderkrippe nichts mehr im Wege.

Eingang über Verbindungsbau

Diese Darstellung des Architekten, Diplom-Ingenieur Thomas Hollweck, zeigt den Verbindungsbau zwischen dem bestehenden Kindergarten und der neuen Kinderkrippe. Copyright: Diplom-Ingenieur Thomas Hollweck

„Die zweigruppige Kinderkrippe wird eingeschossig in massiver Bauweise mit hochdämmenden Ziegeln und einem versetzten Pultdach errichtet“, erläutert der planende Diplom-Ingenieur Hollweck. Er weist besonders darauf hin, dass der Haupteingang zum Kindergarten und zur Kinderkrippe über einen barrierefreien Verbindungsbau erfolgen wird; dieser werde großzügig verglast und erhalte ein Flachdach mit einer Kiesauflage. Dieser barrierefreie Verbindungsbau hat rund 70 Quadratmeter Grundfläche, die Kinderkrippe insgesamt 388 Quadratmeter.

Finanzen

  • Gesamtkosten

    Die Gesamtkosten für das Projekt werden mit rund 976 000 Euro beziffert. Darin sind auch die Kosten für die Verlegung der Bushaltestelle, die Ertüchtigung des bestehenden Kindergartens im Hinblick auf den Brandschutz sowie die Einrichtung enthalten.

  • Förderung

    Der Gesamtzuschuss liegt bei 712 000 Euro: 400 000 Euro durch den Freistaat, 232 000 Euro vom Bund und 80 000 Euro Migrationsförderung. Der Eigenanteil der Gemeinde Ensdorf für den Neubau der Kinderkrippe beträgt dann 264 000 Euro.

  • Verbindungsbau

    Für den Übergang zwischen Kindergarten und Kinderkrippe, der überdacht und barrierefrei gestaltet wird, betragen die Kosten 115 000 Euro. Nachdem bereits ein Zuschuss von 102 900 Euro bewilligt ist, verbleibt der Gemeinde Ensdorf hierfür ein Eigenanteil von 121 00 Euro. (abl)

Platz für insgesamt 24 Kinder

Die Kinderkrippe ist für zwei Gruppen mit jeweils zwölf Kindern gedacht. Die Gruppenräume und Nebenräume haben laut Hollweck jeweils 51 Quadratmeter Nutzfläche. Dazu kommen das Büro für die Leitung und eine Personalküche mit einem Aufenthaltsraum sowie die sanitären Anlagen.

Der Außenbereich umfasst rund 250 Quadratmeter Spiel- und Freifläche. Der zukünftige Zugang zum Kindergarten und zur Kinderkrippe erfolgt künftig an der rückwärtigen Gebäudeseite. 16 Parkplätze wird es im rückwärtigen Grundstücksbereich geben, so dass Eltern und Personal nicht mehr auf der Hauptstraße parken müssen, erläutert der Planer weiter. Und: Direkt vor der Krippe wird ein Stellplatz für Kinderwagen geschaffen. Im Zusammenhang mit dem Bau wird auch die Bushaltestelle an der Hauptstraße direkt zur Kinderkrippe verlegt.

Schon 2013 wurde über eine Kinderkrippe in Ensdorf diskutiert, doch damals waren noch viele Fragen offen.

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