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Region Amberg
Sonntag, 18. Februar 2018 1

Neujahrsempfang

Den Schulterschluss geübt

Zum 13. Mal haben die Gemeinde Kümmersbruck und und das Logistikbataillon 472 gemeinsam Bilanz gezogen.

Oberstleutnant Kolb hatte unzählige Hände zu schütteln – hier die fröhliche Begrüßung für Ammerthals 1. Bürgermeisterin Alexandra Sitter. Foto: aeu
Blumen gab es für Gabriele Strehl von Oberstleutnant Alexander Kolb. Foto: aeu

Kümmersbruck. Gemeinde Kümmersbruck und das Logistikbataillon 472 sind sozusagen untrennbar miteinander verbunden, Gelegenheiten, die Beziehungen zu unterstreichen, gibt es während des Jahres genug. Ein Termin allerdings ist von besonderer Bedeutung: Es ist der 13. Neujahrsempfang der Gemeinde zusammen mit dem Logistikbataillon 472 in der Schweppermannkaserne. Rund 300 Gäste aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens treten an zum Defilee, natürlich ist die Bundeswehr hochkarätig vertreten: Alles, was Rang und Namen hat, und die US-Abordnung aus Hohenfels sind bei diesem Neujahrsempfang vertreten.

Musikalisch umrahmt wurde der Empfang durch die Musikkapelle Haselmühl-Kümmersbruck unter der Leitung von Marcus Hofmann. Eine gute halbe Stunde lang hatten Oberstleutnant Alexander Kolb mit Gattin Stefanie und 1. Bürgermeister Roland Strehl mit Gattin Gabriele beim „Vorbeimarsch“ der Besucher Hände zu schütteln. Die Vielzahl der Besucher sei deutliches Indiz für die Verbundenheit der Soldaten und ihrer Garnisonsgemeinde, hieß es.

Eine Standort mit Geschichte

Es gilt, dass sowohl Bürgermeister Strehl als auch der Bataillonskommandeur Rückschau halten auf das Jahr 2017 und vorausschauen auf das Jahr 2018. Das sind die längeren Reden bei dem Empfang, wie gewohnt kurz war das „Grußwort“ von Landrat Richard Reisinger: Er ließ anklingen, dass sowohl er als auch Roland Strehl in der Kaserne ihren Grundwehrdienst geleistet hätten. Chronologisch gesehen, sagte er, seien die Soldaten in der Schweppermannkaserne „die letzten Soldaten, die bei uns bleiben“, ansonsten wünschte er kurz und knackig: „Bleiben Sie gesund und vernünftig, Glück auf!“ Danach ging es dahin, wofür dieser Empfang auch bekannt ist: Im Casino gibt’s einen Empfang und eine üppige Abendverköstigung wie das im Jargon heißt, verbunden mit lockeren Gesprächsrunden.

Zwei Dinge waren beim Neujahrsempfang neu: Bürgermeister Strehl hat seine Gemeinde nicht nur ausführlich im Wort präsentiert. Nein, Strehl hatte einen Imagefilm vorführen lassen („Kümmersbruck – „Hier leben sie gut!“), der „auf sehr gelungene emotionale Art und Weise ausdrückt, was Kümmersbruck ausmacht und wo es heute steht“. Und zum zweiten: Für Oberstleutnant und Kommandeur Alexander Kolb war es der erste Neujahrsempfang live, denn im Vorjahr konnte er nur per Grußbotschaft aus dem afghanischen Mazar e Sharif die Versammlung grüßen.

Auch eine große Abordnung der US-Armee aus Hohenfels war gekommen. Foto: aeu

Das Gemeindeoberhaupt blickte auf ein zweigeteiltes Jahr 2017 zurück: Auf der einen Seite durch kluge Entscheidungen im Gemeinderatsgremium und durch engagierte Arbeit der Verwaltung sei es gelungen, zahlreiche Projekte erfolgreich abzuschließen. Zum anderen habe er gerade 2017 „schmerzhaft“ erfahren müssen, dass die Bretter, die in der Kommunalpolitik zu bohren sind, zumindest gefühlt, immer dicker werden. Eine ganz besondere Herausforderung sei der durch ein Ratsbegehren ausgelöste Bürgerentscheid zur Westumgehung gewesen. Mit all seinen Folgeerscheinungen, mit dem Für und Wider in der Bevölkerung. „Es bleibt nun abzuwarten, wie der Freistaat Bayern die Umgehungsstraße in der Dringlichkeit zu anderen bayerischen Straßenbauprojekten einstuft und ob er die vorhandene Baureife nun auch zeitnah nutzt.“

Viel ist geschehen, viel ist auch in 2018 geplant: Bauplätze, Wohnraum, Senioren-Wohnen, Sanierung Schule, Dorfplatz Kümmersbruck, Hochwasserschutz Theuern und noch mehr. Fazit: „Den Verantwortlichen in Kümmersbruck wird die Arbeit auch in den kommenden Jahren nicht ausgehen“ und „Kümmersbruck braucht keine Angst vor der Zukunft haben“, malte Strehl ein positives Bild.

Projekte des Jahres 2017

  • Eine ganze Reihe von Vorhaben

    konnte Kümmersbrucks Bürgermeister Roland Strehl beim Neujahrsempfang auflisten: die neue Vilsbrücke in Theuern, die Erweiterung des dortigen Gewerbegebiete.

  • Den Ausbau

    des Funktionsbaus der FFW Kümmersbruck, die Buswendeschleife in Penkhof, Seniorenshuttle, die Überschreitung der magischen 60 000 Besucher-Grenze im Aktivbad KA 2, schließlich das 25. Jubiläum der Partnerschaft mit Holysov waren Auszüge.

Viele Auslandseinsätze

Rund 300 Gäste waren gekommen. Foto: aeu

Oberstleutnant Alexander Kolb nahm Stellung zu den sicherheitspolitischen Herausforderungen der Bundeswehr an sich und zu denen seines Bataillons. Darüber hinaus gab er einen Rückblick auf die Meilensteine im vergangenen Jahr: Personalabstellungen für den Einsatz Resolute Support, Afghanistan, Kosovo Force, European Union Training Mission Mali, Ausbildungsunterstützung Nord-Irak und das European Union Training Mission Somalia.

2018 werde ein Jahr der Vorbereitung, des Trainings, seit Anfang des Jahres gibt es eine gemischte Logistikkompanie für die logistische Versorgung der Flugabwehranteile der Nato Response Force. Im zweiten Jahr kommt noch eine weitere logistische Logistikkompanie hinzu, die sich bis Ende Januar 2019 für die logistische Unterstützung der EU Battlegroup abrufbereit hält. Es gilt auch dann wieder das Ruder herumzuwerfen und das Bataillon erneut auf Kurs Richtung Einsatzvorbereitung zu bringen. Von Januar bis Juli 2019 hat der Verband laut Alexander Kolb dann erneut den Auftrag, alle Einsatzgebiete der Bundeswehr logistisch zu unterstützen. „Dann wird der eine oder andere Kamerad seinen aus dem Vorjahr bereits bekannten Arbeits- oder Unterkunftscontainer in Afghanistan oder Mali erneut wieder beziehen“. (aeu)

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  • RR
    Rolf-Dieter Reichert
    21.01.2018 11:24

    Was bitte, ist ein "Klogistikbatallion"?

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