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Region Amberg
Dienstag, 12. Dezember 2017 5

Projekt

Der Rohbau ist schon fast fertig

Die Feuerwehr Rieden freut sich auf ihr neues Gerätehaus. Das bisherige Domizil entspricht den Anforderungen nicht mehr.
Von Hubert Söllner

Die Arbeiten am Rohbau für das neue Feuerwehr-Gerätehaus schreiten voran. Nicholas Hollweck von der Plan + Bau GmbH, Bürgermeister Erwin Geitner, Vereinsvorsitzender Herbert Scharl, Polier Michael Ernsperger von Staufer-Bau und Kommandant Rainer Salbeck (von links) überzeugen sich per Plan vom Baufortschritt. Foto: Söllner

Rieden.Wenn in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten das Thema Gerätehaus-Neubau angesprochen wurde, herrschte bei den Mitgliedern der Riedener Feuerwehr „Feuer unterm Dach“. Nun aber ist es endlich so weit: Am 24. Januar dieses Jahres erteilte die Regierung der Oberpfalz dem Markt Rieden für den Neubau eines Gerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr Rieden die Zustimmung zum vorzeitigen Baubeginn. Bereits im März rückten die Bagger an und machten das abschüssige Gelände in der Hirschwalder Straße 33a bebauungsfähig. Zurzeit steht der Rohbau kurz vor der Vollendung.

Die Standortsuche war schwierig

Das bestehende Gerätehaus der Feuerwehr Rieden ist viel zu klein und entspricht den heutigen Anforderungen nicht mehr. Foto: Archiv Babl

Rückblickend ist sich Bürgermeister Erwin Geitner mit Kommandant Rainer Salbeck und Feuerwehr-Vorsitzendem Herbert Scharl einig: „Die räumlichen Verhältnisse im bisherigen Gerätehaus, das aus den 1970er Jahren stammt, waren und sind sehr eingeschränkt. Sie entsprechen nicht mehr den heutigen Bedürfnissen.“

Da den Feuerwehren mittlerweile viele zusätzliche Aufgaben übertragen wurden und die dazu nötigen Geräte – trotz des neu erbauten Feuerwehrstadls beim Schützenheim – Platz brauchen, sei ein Neubau durch den Marktgemeinderat grundsätzlich befürwortet worden, betont der Bürgermeister. Schwierig jedoch sei gewesen, einen geeigneten Standort zu finden. Ursprünglich habe die Feuerwehr an einen Platz neben dem Rathaus gedacht; das habe sich nach ersten Planungsentwürfen wegen der zu geringen Umgriffflächen und der notwendigen Pkw-Stellplätze für die Aktiven bei einem Einsatz zerschlagen.

Auch der Wunsch, ein Grundstück an der Staatsstraße zu bekommen, konnte nicht verwirklicht werden. Daraufhin wurde das 2300 Quadratmeter große Grundstück hinter dem Friedhof ins Auge gefasst. Es war ursprünglich als Erweiterungsfläche für den gemeindlichen Friedhof gedacht. Nach Gesprächen mit Pfarrer Gottfried Schubach war klar, dass die Erweiterungsfläche nicht benötigt werde, da es immer mehr Urnenbegräbnisse gibt. Der Plan zur Bebauung mit einem neuen Gerätehaus wurde vorangetrieben, im Gemeinderat gab es einen einstimmigen Beschluss für diesen Standort.

670 000 Euro kostet das Projekt

Bereits im März rückten die Bagger auf dem abschüssigen Gelände an. Foto: Söllner

Erste Planentwürfe wurden mit der Feuerwehrführung überarbeitet, das Konzept der Feuerwehr und dem Marktgemeinderat vorgestellt. Die benötigten Gelder wurden in den Haushalt eingestellt und Fördermittel bei der Regierung in Regensburg beantragt. Nachdem der Förderbescheid erteilt war und der Neubau auch von der Regierung und der Landkreisführung der Feuerwehr für notwendig befunden wurde, gingen die Planunterlagen in die Genehmigungsphase.

Das Votum des Marktgemeinderates für einen Neubau am Standort Hirschwalder Straße, geplant von Thomas Hollweck von der Plan + Bau GmbH, war in der Sitzung am 30. Juni 2016 einstimmig. Nachdem im Frühjahr 2017 der Plan auch durch Landratsamt und Regierung genehmigt worden war, begann die Ausschreibung und die ersten Gewerke wurden vergeben. Die Gesamtkosten beziffert der Bürgermeister mit 670 000 Euro. Abziehen müsse man davon Eigenleistungen der Feuerwehr mit rund 50 000 Euro und Fördermittel des Freistaats Bayern von 186 900 Euro, „so dass der Haushalt des Markts auf die Jahre 2017 und 2018 mit insgesamt 433 100 Euro belastet wird“.

Das bietet das Gerätehaus

  • Größe

    Das Gerätehaus erhält ein Pultdach, um ins vorhandene Gelände an der Hirschwalder Straße eingepasst werden zu können. Das Hauptgebäude ist 23,365 mal 9,24 Meter groß.

  • Fahrzeughalle

    Die neue beheizte Fahrzeughalle hat drei Stellplätze und eine Nutzfläche von 290 Quadratmeter; eine Werkstatt und zwei Lagerräume wurden integriert. Neben der Fahrzeughalle entsteht ein Waschplatz für Fahrzeuge. Der große Vorhof ist als Parkplatz und auch Übungsplatz gedacht.

  • Erdgeschoss

    Im ganzen Hauptgebäude ist auf Barrierefreiheit geachtet. Im Erdgeschoss ist das Gebäude mit einem Jugendraum sowie großen getrennten Umkleiden, Duschen und WCs für Herren und Damen ausgestattet.

  • Obergeschoss

    Im Obergeschoss befinden sich das Kommandantenzimmer und ein Lager für Lehrmaterial. WCs für Herren und Damen dürfen auch hier nicht fehlen, der Schulungsraum ist 70 Quadratmeter groß, auch eine Theke befindet sich im Obergeschoss. (azd)

Viele Vorteile für die Arbeit

So wird das neue Gerätehaus der Riedener Feuerwehr an der Hirschwalder Straße aussehen. Copyright: Planungsbüro Hollweck Plan + Bau GmbH

Kommandant Salbeck und Vorsitzender Scharl freuen sich mit allen Feuerwehrleuten über den Neubau. Scharl gibt aber auch zu bedenken, dass das derzeitige Gerätehaus „mehr einer Lkw-Garage als einem Feuerwehrgerätehaus gleicht“. Eine finanzielle Beteiligung des Feuerwehr-Vereins sei nur eingeschränkt möglich, da in diesem Jahr ein Mannschafts-Transport-Wagen angeschafft und komplett vom Verein finanziert worden sei. Jedoch würde sich die Mannschaft durch umfangreiche Arbeitsleistungen beim Neubau einbringen. Er hofft, wie auch Kommandant Salbeck, dass das neue Gerätehaus 2018 bezogen werden kann.

Salbeck freut sich auf den Neubau, der neben den drei Stellplätzen für die Feuerwehrfahrzeuge auch bessere und sichere Parkplätze für die Feuerwehrkameraden und damit mehr Sicherheit beim Ausrücken bringe. Wichtig seien ihm auch getrennte und geheizte Umkleideräume „besonders nach Einsätzen im Winter“. Als wichtigen Punkt sehe er neben vielem anderen im Neubau vor allem den Schulungsraum für die theoretische Ausbildung und den Jugendraum, „in dem man auch eine Kinderfeuerwehr aufbauen kann“.

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