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Region Amberg
Dienstag, 12. Dezember 2017 5

Fest

Deutscher zu sein ist „wunderbar“

40 Menschen haben im Kreis Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg eine neue Heimat gefunden und wurden offiziell eingebürgert.
Von Rolf-Dieter Reichert

Ein großer Tag für Sener, Baikal-Ata und Ela Azcan aus Kümmersbruck: Sie erhielten ihre offizielle Einbürgerungsurkunde. Foto: Reichert

Amberg.Nur ein Wort: „Wunderbar!“ So beschrieb Sener Aczan aus der Türkei sein Gefühl, nun Deutscher zu sein. Nicht nur er, seine Tochter Ela und sein Sohn Balkan-Ata haben intensiv für die Einbürgerung gelernt. Für 40 Menschen aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg war es nun endlich so weit: Ihre offizielle Einbürgerungsfeier fand im König-Ruprecht-Saal des Landratsamts Amberg-Sulzbach statt.

Fast alle „Neubürger“ waren anwesend, um vom stellvertretenden Landrat Franz Birkl und dem Oberbürgermeister der Stadt Amberg, Michael Cerny, begrüßt zu werden und Geschenke in Empfang zu nehmen. Auch die Bürgermeister der Gemeinden, in denen sie eine neue Heimat gefunden haben, waren gekommen. Für die Familie Azcan aus Kümmersbruck, Andrey Merzlyakov aus Amberg und Georg-Mircea Naita aus Etzelwang war es insofern nochmals ein besonderer Tag, erhielten sie doch ihre Einbürgerungsurkunde aus der Hand von Birkl und Cerny.

Mehr Eindrücke von der Einbürgerungsfeier finden Sie in unserer Bilderstrecke!

40 Neubürger in der Region Amberg-Sulzbach

Amberg durch den Beruf entdeckt

Sener Azcan erzählte dabei gegenüber unserem Medienhaus, er habe in Istanbul Maschinenbau studiert und eine Anstellung als Maschinenbauer bei Siemens gefunden. Im Lauf der Berufsausbildung sei er dann auch im Austausch nach Amberg gekommen. Die Stadt, ihre Bewohner, die Arbeitskollegen und das ganze Umfeld hätten seinen Wunsch, hier in dieser schönen Gegend mit seiner Familie zu leben, bestärkt.

Nach dem Umzug der Familie in die Oberpfalz – sie lebt inzwischen in Kümmersbruck – wurde dann der Antrag auf Einbürgerung gestellt. Nun ist es soweit: Sie sind offiziell Deutsche. Zusammen mit Oberbürgermeister Cerny unterschrieben er und seine zwei Kinder die Einbürgerungsurkunden.

Sie haben viele Freunde gefunden

Bürgermeister Dieter Dehling und Zhanna Ibler aus Illschwang Foto: Reichert

Auch George-Mircea Naita wurde bei dieser Feier persönlich die Urkunde ausgehändigt. Naita meinte dazu, er sei eigentlich schon lange eingebürgert; in der Gemeinde Etzelwang, bei der Nachbarschaft und seinem Arbeitgeber habe er viele Freunde. Die Urkunde sei nun eigentlich nur die schriftliche Bestätigung. Laut und deutlich trugen die Eingebürgerten vor den Anwesenden die obligatorische Eidesformel vor.

Die weiteren Neubürger hatten ihre Einbürgerungsurkunde im Lauf des Jahres 2017 bereits erhalten. Sie erzählten bei der Feier auch kurz etwas von sich – und deutlich wurde dabei auch immer wieder die gute Willkommenskultur in der Region. Beispielsweise die gebürtige Russin Zhanna Ibler, die in der Gemeinde Illschwang lebt. Sie ist Organistin und engagiert sich unter anderem im Kirchenchor. Wie sie sagte, hätten ihr die Bekannten und Freunde sehr geholfen, als ihr Mann vor drei Jahren plötzlich verstorben ist.

Einbürgerung

  • Herkunftsländer

    Die 40 neuen Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg stammen aus Lettland, Irak, China, Frankreich, Rumänien, Russland, Großbritannien, Bosnien-Herzegowina, Polen, Philippinen, Togo, Ukraine, Litauen, Tschechien, Dominikanische Republik, Türkei und Mexiko.

  • Gemeinden

    Bei der Feier waren neben Ambergs OB Michael Cerny auch die Bürgermeister Roman Berr (Etzelwang), Hermann Falk (Hirschau), Hans Durst (Hirschbach), Michael Göth (Sulzbach-Rosenberg), Roland Strehl (Kümmersbruck), Dieter Dehling (Illschwang), Reiner Pickel (Weigendorf) und Peter Dotzler (Gebenbach). (arr)

Tafel am „Willkommensbaum“

Für wen ist das Kochbuch? Farah Bounouar, die aus Marokko stammt, mit Tochter Dahab (neun Monate) und Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny mussten herzlich lachen. Foto: Reichert

Zur Einbürgerungs-Prozedur selbst meinte Oberbürgermeister Cerny, dass selbst gestandene Oberpfälzer damit wohl ihre Probleme hätten. Jeder und jede Einzelne der neuen Mitbürger erhielten anschließend ein kleines Geschenk aus den Händen von OB Cerny bzw. von stellvertretendem Landrat Birkl. Alle haben auch auf der Tafel des „Willkommensbaumes“ unterschrieben, einer Honiglinde, die bei den Stadtwerken in Amberg ihren Platz gefunden hat. Die Tafel wird dann an diesem Baum angebracht.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde sehr gekonnt vom Frauenchor „Herznote“ der Sing- und Musikschule Sulzbach-Rosenberg unter der Leitung von Sylvia Schulz. Die Stadt Amberg und der Landkreis Amberg-Sulzbach präsentierten sich auch mit einem kurzen Film.

Vor dem Ausklang mit einem kleinen Imbiss sangen alle die deutsche Nationalhymne. Mit dieser Feier, deren Ablauf Irma Axt und Lydia Bejbulatow von der VHS des Landkreises organisiert hatten, waren offiziell 40 Menschen als neue Bürger des Landkreises Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg bestätigt.

Im vergangenen Jahr gab es eine Feier für 34 Neubürger in der Region.

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