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Region Amberg
Freitag, 24. November 2017 13° 3

Behörden

Die Arbeit zu den Menschen bringen

Staatssekretär Füracker hat im IT-Servicezentrum der Justiz in Amberg den elektronisch geführten Aktenordner freigeschaltet.
Von Paul Böhm

Per Knopfdruck wurde in Amberg die elektronische Aktenführung für die Justiz in der Faberstraße freigeschaltet; von links Oberbürgermeister Michael Cerny, Staatssekretär Albert Füracker, MdL Dr. Harald Schwartz, Direktor Wolfgang Gründler, Ministerialrat Walther Bredl vom Bayerischen Staatsministerium der Justiz und Staatsanwältin Michaela Frauendorfer, an der Tastatur war Regierungsdirektor Bastian Blendinger. Foto: Böhm

Amberg.Die Behördenverlagerung ist ein zentrales Instrument aktiver Strukturpolitik. Das hat Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker am Montag betont, als er das IT-Servicezentrum der bayerischen Justiz besucht hat. Die Stadt Amberg habe davon auch ein gutes Stück mitbekommen, als 2015 die größte Regionalisierung von staatlichen Behörden und Einrichtungen der vergangenen Jahrzehnte im Rahmen der Heimatstrategie begonnen hat.

„Wir sind mit der Umsetzung der Behördenverlagerung voll auf Kurs. Wir bringen die Arbeit zu den Menschen“, machte Füracker deutlich. Das IT-Servicezentrum der bayerischen Justiz bezeichnete er als ein gelungenes Beispiel, hoch qualifizierte Arbeitsplätze nach Amberg zu bringen.

Akten werden papierlos geführt

Und: „Auch das papierlose Büro hat Zukunft“, betonte der Staatssekretär. So sehen es auch der Direktor des IT-Servicezentrums der Justiz, Wolfgang Gründler, der Amberger Oberbürgermeister Michael Cerny, der Landtagsabgeordnete Dr. Harald Schwartz (CSU), die Amberger Staatsanwältin Michaela Frauendorfer und Ministerialrat Walther Bredl vom Bayerischen Staatsministerium der Justiz. Gemeinsam drückten sie den berühmten „roten Knopf“ – wobei es in diesem Fall ein weißer war –, um modernste IT-Technik zur papierlosen Aktenführung nicht nur für die Justizbehörden in Amberg freizuschalten.

Eine „Riesenherausforderung für die Zukunft der Region“ nannte MdL Dr. Harald Schwartz die Behördenverlagerung in die Fläche. Aus seinem beruflichen Umfeld heraus meinte er, dass diese Zukunftstechnologie der elektronisch geführten Aktenverwaltung eine wesentliche Arbeitserleichterung für die Behörde sein werde.

Die Behördenverlagerung greift

Ambergs OB Michael Cerny sprach von einem Signal, die Menschen in der Breite mitzunehmen. Für ihn stecke „sehr, sehr viel Mehrwert“ in dieser Behördenverlagerung nach Amberg. Er freue sich, dass damit hochwertige Arbeitsplätze nach Amberg kommen würden. Eine gute Schnittstelle sei die Zusammenarbeit mit der OTH in Amberg.

„Die Behördenverlagerung nach Amberg greift“, meinte Staatssekretär Albert Füracker. Von insgesamt 64 Arbeitsplätzen, die nach Amberg verlagert werden, seien bereits 39 besetzt. Bis zum Jahresende 2017 sollen noch ein paar dazukommen.

Das IT-Servicezentrum der bayerischen Justiz nahm in Amberg seinen Dienstbetrieb im März vergangenen Jahres auf. Zuversichtlich zeigte sich Direktor Wolfgang Gründler, dass die Vollbesetzung am Standort bereits früher als geplant erreicht werden wird. Das Servicezentrum bezeichnete er als die zentrale Stelle für die Entwicklung, den Betrieb und die Betreuung der Informationstechnik der Gerichte und Staatsanwaltschaften in der ordentlichen Gerichtsbarkeit Bayerns. „Ein Leuchtturmprojekt der bayerischen Justiz – die e-Justice“, hob Staatssekretär Füracker hervor.

Weitere Projekte in der Region

Zur Verlagerung des Instituts für Frühpädagogik nach Amberg mit 34 Arbeitsplätzen im Endausbau ist in einem nächsten Schritt von Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration das Fachkonzept fertigzustellen, hieß es vor Ort. Verwiesen wurde auch auf den Markt Kastl, wo in der Klosterburg die Hochschule der Polizei entstehen wird. Einig waren sich alle, dass attraktive Arbeitsplätze ein entscheidender Faktor seien, damit junge Menschen in ihrer Heimat bleiben können.

Aus Fürackers Rede zu den Vereinen

  • Leistung der Vereine

    Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker sprach am Abend in Amberg bei einer Informationsveranstaltung der Steuerverwaltung für Vereinsvertreter zur Vereinsbesteuerung. Er betonte dabei, dass die Vereine einen unverzichtbar wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten würden.

  • Lob für das Engagement

    Rund 47 Prozent der Menschen in Bayern engagieren sich laut der Mitteilung aus dem Finanz- und Heimatministerium ehrenamtlich. „Menschen, die bereit sind, in Vereinen Verantwortung zu übernehmen, sind wichtiger denn je, denn sie vermitteln Werte und Tugenden, die für unsere Gesellschaft von zentraler Bedeutung sind“, lobte Füracker.

  • Komplexer Bereich

    Ehrenamtlich Aktive würden dabei mit vielfältigen Vorschriften des Steuerrechts in Kontakt kommen. Ehrenamtlich Tätige hätten allerdings oftmals nicht die Zeit, sich umfassend mit dem komplexen Steuerrecht zu beschäftigen.

  • Zuständigkeit des Finanzamts

    Das Finanzamt Amberg ist zuständig für rund 1000 Vereine im Raum Amberg und Umgebung aus den verschiedensten Bereichen wie Sozialarbeit, Sport, Kultur, Bildung und Heimatpflege, die beim Finanzamt steuerlich erfasst sind.

  • Infoveranstaltung

    Die Veranstaltungsreihe „Vereinsbesteuerung“, vom Staatsministerium der Finanzen, Landesentwicklung und Heimat ins Leben gerufen, zeigt Vereinen in Fachvorträgen auf, wie sie steuerliche Schwierigkeiten vermeiden und Vergünstigungen nutzen können.

  • Zentrale Themen

    Im Vordergrund stehen dabei die Vorteile der Gemeinnützigkeit, wie eine weitgehende Steuerbefreiung bei der Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer, die Möglichkeit, Spendenbescheinigungen auszustellen sowie die Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale.

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