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Region Amberg
Montag, 22. Januar 2018 10

Advent

Die echten Werte des Fests erfahren

Mit der „Adventlichen Stund’“ wollten die Ensdorfer Volksmusikgruppen die Menschen vorbereiten auf das Weihnachtsfest.
Von Hans Babl

Die Bläsergruppe unter Leitung von Georg Bayerl gestaltete die Adventliche Stund’ mit vielen schönen Werken mit. Foto: abl

Ensdorf.Alle Jahre wieder kommt die „Adventliche Stund“, heuer schon zum 25. Mal. „Diese besinnliche Stunde soll durch Texte und Musik helfen, auf die Ankunft unseres Herrn vorzubereiten, zum Abschalten vom Stress und der Hektik des Alltags“, versprach Initiator Georg Bayerl.

Mit dem Adventsruf „Largo“ von Johann Christian Bach begann im Theatersaal des Klosters die Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Im Anschluss sangen alle „Macht hoch die Tür“, unterstützt von der Ensdorfer Bläsergruppe. Die Stubenmusik mit „Leonhards Arie“ und der Männer-Dreigesang mit „Rorate“ leiteten zu Martin Sollfrank über, der besinnliche Texte sprach.

Appell für Frieden und Versöhnung

Der Ensdorfer Männer-Dreigesang mit (von links) Eduard Moosburger, Pater Ernst Kusterer und Georg Bayerl Foto: abl

Mit dem Gedicht „Lasst die roten Kerzen brennen“ von Josef Otto Schneider, das zu Liebe, Hoffnung, Frieden und Versöhnung mahnt, begrüßte der Sprecher die Zuhörer. Er forderte sie auf, Streit zu vermeiden und das Leben nach Christi Vorbild zu gestalten. Erneut gestalteten die Stubenmusik mit dem „Salzburger Menuett“, der Dreigesang mit „Halt ein unglückliches Adamskind“, Klarinetten und Flöten einen musikalischen Part, um die Texte nachwirken zu lassen.

Kritik an Santa Claus und Blinklichtern

Die Ensdorfer Stubenmusik spielte mit (von links) Irmgard Dirmeier (Zither), Inge Rogenhofer (Gitarre) und Georg Bayerl (Hackbrett). Foto: abl

Martin Sollfrank stellte das Leben des Heiligen Nikolaus, des Bischofs von Myra, vor, der als Schutzheiliger für Kinder, Pilger und Reisende verehrt wird und viel Gutes getan hat. „Und was hat man aus ihm im 20. Jahrhundert gemacht? Den Weihnachtsmann ‚Santa Claus‘ mit roter Zipfelmütze, der mit seiner Frau und einigen Wichteln die Geschenke herstellt. Die er dann zu Weihnachten mit seinem Schlitten, von Rentieren gezogen, transportiert und durch den Schornstein in die Häuser bringt! Eine Erfindung der Werbeindustrie!“

Kritik übte Sollfrank auch an den üppigen bunten und blinkenden Weihnachtsbeleuchtungen an Häusern und in Gärten. Sie hätten mit den christlichen Werten des Advents und der Weihnachtszeit nichts zu tun. „Eine Kerze oder ein kleines Licht im Fenster während der Adventszeit genügt, um anzuzeigen, dass man sich in diesem Haus auf das Fest der Geburt des Herrn vorbereitet“, betonte er.

Adventskalender im Blickpunkt

Das Flötentrio mit (von links) Georg Bayerl und den Geschwistern Staufer Foto: abl

Nach Beiträgen von Männer-Dreigesang und Bläsern machte sich Sollfrank Gedanken über den Adventskalender. Er erinnerte an seine Kindheit, als jeden Tag ein kleines Fenster mit vorweihnachtlichen Motiven geöffnet wurde, die besonders schön leuchteten, wenn man den Kalender gegen das Fenster hielt. Wenngleich heute meist Schokolade in den Fenstern sei, bleibe der Sinn erhalten: Jeden Tag wird man an das Kommen des Gottessohnes erinnert. „Wir sollten aber auch unsere Herzen vorbereiten, auf dass Gott in uns einziehen möge“, mahnte er.

Guter Zweck

  • Erlös für die Pfarrkirche

    Zum 25. Mal hatten heuer die Ensdorfer Volksmusikgruppen zur „Adventlichen Stund‘“ eingeladen. Mit den eingegangenen Spenden wird heuer – wie schon Jahre zuvor – die Sanierung der Pfarrkirche St. Jakobus in Ensdorf unterstützt.

  • Unterstützung der Salesianer

    Im vergangenen Jahr gingen 450 Euro an ein Projekt der Salesianer Don Boscos in China, das Jugendlichen eine Ausbildung ermöglicht, die diese sonst nicht bekommen würden. (abl)

Nach Stubenmusik, Flötengruppe und Männer-Dreigesang beendete Sollfrank mit dem Gedicht „Es leuchtet ein Licht“ von Rosemarie Lange-Schlienkamp seine Gedanken zum Advent, Darin heißt es: „Verschlungen sind die Pfade, die uns zur Krippe führ’n, doch wer dem Licht wird folgen, wird nicht den Weg verlier’n.“ Die „Adventliche Stund‘“ endete mit dem fulminanten Bläserstück „Jetzt kommt die heilige Weihnachtszeit“, dem gemeinsam gespielten und gesungenen „Tochter Zion“ und der „Pastorale“ der Bläser. (abl)

Eingestimmt hat in Ensdorf auf die Weihnachtszeit auch ein weiteres besonderes Konzert: das „andere Adventssingen“.

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