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Region Amberg
Dienstag, 26. September 2017 18° 2

Natur

Die Vils zu neuem Leben erwecken

Durch den Ideenwettbewerb „Leben an der Vils“ soll ein Konzept entstehen, um den Fluss besser erlebbar zu machen.
Von Gerd Spies

Viel Potenzial für mehr „Leben an der Vils“ bietet in Amberg (flussaufwärts gesehen) der Abschnitt zwischen der Krambrücke (im Hintergrund) und der Stadtbrille (Standort) mit der Schiffgasse rechts). Foto: Spies

Amberg.Die Vils schlängelt sich zwar idyllisch mittig durch das gesamte Stadtgebiet, aber so richtig als Naherholungsraum mit Erlebnischarakter haben die Amberger ihren Fluss noch nicht erkannt. Der Stadtrat packt jetzt dieses Thema mit einer neuen Initiative an. Am „Tag der Städtebauförderung“ im Mai dieses Jahres waren die Bürger ja schon zu einer Ideensammlung aufgerufen worden, bei der viele Vorschläge gesammelt wurden. Jetzt wird auf Anregung der Regierung der Oberpfalz ein Ideenwettbewerb unter dem Motto „Leben an der Vils“ ausgelotet. Die dafür benötigten Mittel in Höhe von 140 000 Euro hat der Ferienausschuss in seiner Sitzung in der vergangenen Woche genehmigt.

Schon seit Jahren beschäftigt die Stadtoberen das Thema, wie die Vils sowohl touristisch als auch für die Bewohner zum Leben erweckt werden könnte. Erst im letzten Jahr stellte die SPD-Stadtratsfraktion bei den Haushaltssitzungen den Antrag, die Vils im Bereich der Kräuterwiese quasi als „Vilsbad“ erlebbar zu machen. Eingebettet in das ISEK-Konzept der Stadt, also das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept, und dank der vielen Ideen und Anregungen soll nun ein Konzept entstehen, das das Motto „Leben an der Vils“ in die Realität umsetzt.

Bürger reichten rund 40 Vorschläge ein

Markus Kühne, Ambergs Baureferent, war über die große Resonanz und den Zuspruch vonseiten der Bürger bei der Bürgerbeteiligung im Rahmen des „Tags der Städtebauförderung“ positiv überrascht. Rund 40 Vorschläge kamen zusammen, teils in Form von Kinderzeichnungen oder als Skizzen, teils per E-Mail oder telefonisch. „Mehr Zugang zur Vils“, „mehr Gastronomie und Cafés an der Vils“, „Uferpromenaden im Bereich der Altstadt“, „Plättenfahrten durch die Altstadt“, aber auch „Sport- und Freizeitmöglichkeiten an der Vils“ bis hin zum „Planschen am Stadtstrand“, die Anregungen und Ideen waren vielfältig.

„Ein Bad in der Vils ist aus Sicht des Gesundheitsamts mehr als problematisch.“

Oberbürgermeister Michael Cerny

Die Bürger wünschten sich außerdem im Bereich der Kräuterwiese öffentliche Grillplätze, Spielgeräte für Kinder und eine Liegewiese. Das städtische Baureferat hat gegenwärtig die Beiträge der Bürgerbefragung in Form von Bildern und schriftlichen Notizen auf einer Schautafel in ihrem Gebäude in der Steinhofgasse ausgestellt. Sie sollen nun in den Ideenwettbewerb einfließen.

Allerdings seien immer die wasserwirtschaftlich und ökologisch gesetzten Grenzen zu respektieren. „Ein Bad in der Vils ist aus Sicht des Gesundheitsamts mehr als problematisch“, erklärte Oberbürgermeister Michael Cerny vor dem Ferienausschuss.

140 000 Euro Preisgeld bereitgestellt

Ein Bad an der Vils hält Oberbürgermeister Michael Cerny mit Blick auf die Sicht des Gesundheitsamts für problematisch; Bild flussabwärts, rechts das Zeughaus (Landratsamt). Foto: Spies

Insgesamt 140 000 Euro, davon 85 000 Euro Preisgelder, hat jetzt der Stadtrat für den Ideenwettbewerb bereitgestellt. Ziel des Wettbewerbs soll sein, eine bunte Mischung aus Ideen und Vorschlägen in ein langfristiges Gesamtkonzept umzusetzen, heißt es in der Beschlussvorlage des Baureferats. Zugelassen werden auch Arbeitsgemeinschaften aus Planern oder Landschaftsarchitekten. Der Wettbewerb soll zweistufig erfolgen; das bedeutet: Auf den Ideenteil folgt ein Realisierungsteil.

Der zeitliche Ablauf des Wettbewerbs soll folgendermaßen aussehen: Im September werden die Rahmenbedingungen veröffentlicht, ab November erfolgt die Ausgabe der Unterlagen. Von Januar bis März 2018 wäre dann der Bearbeitungszeitraum für die 1. Stufe, im Mai 2018 für die 2. Stufe. Das Preisgericht wird dann im Juni 2018 entscheiden und die Sieger benennen.

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Ideenwettbewerb Leben am Fluss

  • Wünsche:

    Planschen am Stadtstrand, Gastronomie am Fluss, Kanuanlegestelle, Naturerlebnis, Bänke, Freizeiteinrichtungen, Grillplatz, Liegenverleih, Kiosk, Verbindungssteg Kräuterwiese, Plätte als Nahverkehrsmittel.

  • Ziele:

    Aufenthaltsqualität steigern, Potenziale in der Altstadt ausschöpfen, Naturschutz, Uferzugang verbessern, Brücke zur Verbesserung der Infrastruktur, Uferwege befestigen, Barrierefreiheit ermöglichen.

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