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Region Amberg
Montag, 18. Dezember 2017 5

Polizei

Eternitplatten im Wald abgelagert

Offenbar hat ein ausländisches Unternehmen bei Arbeiten in Edelsfeld die eventuell asbesthaltigen Platten illegal entsorgt.

Diese Eternitplatten, die beim Renovieren eines Garagendaches abgebaut wurden, wurden einfach illegal im Wald abgelagert. Foto: PI Sulzbach-Rosenberg

Edelsfeld.Eine Landwirtin aus dem Neukirchener Ortsteil Habres brachte am Montagnachmittag, 13. November, bei der Polizei in Sulzbach-Rosenberg zur Anzeige, dass in einem ihrer Waldstücke nordöstlich der Ortschaft Habres illegal Eternitplatten, möglicherweise asbesthaltig, abgelagert worden seien. Die Ordnungshüter stellten vor Ort eine Menge von etwa zwei Kubikmetern, abgelagert auf zwei Haufen, fest. Neben dem Umweltfrevel bleibt die Waldbesitzerin damit vorläufig auf einem Schaden in Höhe von etwa 400 Euro hängen, der sich aus der fachgerechten Entsorgung des Materials errechnet, so die Polizei.

Im Zuge der ersten polizeilichen Ermittlungen stellte sich heraus, dass das umweltschädliche Material offenbar von dem renovierten Garagendach eines Anwesens im benachbarten Edelsfeld stammte. Bei einer ersten Befragung räumte der dortige Hausbesitzer ein, ein ausländisches Unternehmen mit der Renovierung des Garagendaches beauftragt zu haben.

Dieses Unternehmen – so seine Einlassungen – habe auch für die fachgerechte Entsorgung des umweltschädlichen, möglicherweise asbesthaltigen Bauschutts aufkommen wollen. Letzteres war offenbar nicht geschehen, so dass der Fokus der Ermittlungen nun schwerpunktmäßig auf diesen ausländischen Auftragnehmer zu richten ist, berichtete die Polizei.

Anzumerken bleibt, dass die Ausführung von Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Stoffen dieser Art, solange sie nicht in Eigenleistung erbracht werden, zertifizierten Betrieben vorbehalten ist. Diese führen die Arbeiten unter den gebotenen Vorkehrungen für Gesundheit und Umwelt durch und kümmern sich auch um die fachgerechte Entsorgung angefallenen Unrats.

An alle Hausbesitzer appelliert die Polizei deshalb, bei der Auftragsvergabe auf diese Kriterien zu achten, um nicht im Nachhinein – wie auch in diesem Fall – eine böse Überraschung zu erleben.

Weitere Polizeimeldungen aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg finden Sie hier!

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