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Region Amberg
Donnerstag, 23. November 2017 11° 4

Innovation

Frischmann erhält Wirtschaftspreis

Die Auszeichnung würdigt die Leistung des Druck- und Medienunternehmens im Zeitalter der Digitalisierung.
Von Gerd Spies

Der Wirtschaftspreis 2017 wurde an die Firma Frischmann vergeben: von links: Dieter Paintner (Vorstand VR-Bank Amberg), Oberbürgermeister Michael Cerny, Jürgen Frischmann, Ehefrau Bettina Frischmann, Uli Frischmann, Ehefrau Carolin Frischmann, Senior-Chef Manfred Frischmann, Andreas Reindl (Vorstand VR-Bank Amberg). Foto: Gerd Spies

Amberg. Die Geschichte des Unternehmens liest sich wie eine Erfolgsstory aus der Zeit des Wirtschaftswunders. Ein kleiner Familienbetrieb entwickelt sich innerhalb eines Jahrzehnts mit viel innovativem technischen Know-how zu einem florierenden Unternehmen einer Branche, in der nahezu jeder Zweite aufgibt. Die Frischmänner, die beiden Junior-Chefs von „Frischmann Druck und Medien“ und ihr Vater, der Firmengründer, erhielten zu Recht aus der Hand des Amberger Oberbürgermeisters den Wirtschaftspreis 2017.

In seiner Laudatio hob Oberbürgermeister Michael Cerny bei der Veranstaltung der Volks- und Raiffeisenbank im ACC die Leistung des Unternehmers Manfred Frischmann und seiner beiden Söhne Jürgen und Uli hervor. „Sozial, ökonomisch und ökologisch“, das seien die wesentlichen Merkmale der 1968 gegründeten Druckerei. So sei Jürgen Frischmann nicht nur einer der Mitbegründer des Oberpfälzer Firmenlaufs, sondern auch als ehemaliger Triathlet aktiv dabei. „Der Chef macht es vor, er läuft voraus“, weiß der Oberbürgermeister zu berichten. Dass erst kürzlich im September das Amberger Unternehmen auch den Innovationspreis TOP 100 erhalten habe, belege die hervorragende Leistung nicht nur auf regionaler, sondern auch auf überregionaler Ebene.

„Wir drucken nicht! Wir lösen!“ Dass dieses Motto von „Frischmann Druck und Medien“ keine Platitüde ist, machte Jürgen Frischmann, der für den kaufmännischen Teil des Betriebs zuständig ist, bei der Vorstellung seines Betriebs an einigen Beispielen deutlich. So benötigte zum Beispiel der Autobauer BMW für sein Flaggschiff, das Elektroauto i8, eine ganz besondere Lackierschablone, suchte hierfür einen Lieferanten. Frischmann gelang es, ein Produktionskonzept zu entwickeln und zu liefern. Mittlerweile ist das Unternehmen als Automobil-Zulieferer auch für Porsche, Bentley usw. unterwegs. Seit 2011 haben die beiden Söhne Jürgen und Uli das Unternehmen in ein neues Zeitalter der Digitalisierung und der Expansion geführt. 85 Mitarbeiter beschäftigt der Betrieb derzeit, produziert inzwischen an zwei Standorten in Amberg. Über 300 Werbeagenturen zählt man deutschlandweit zu seinen Kunden, der Umsatz wächst jährlich um durchschnittlich acht Prozent, in einer Branche, in der in den letzten Jahren jedes zweite Unternehmen vom Markt verschwunden ist. Manfred Frischmann hat 2015 das Unternehmen an die nächste Generation weitergegeben und erhielt mit der Auszeichnung im ACC den Lohn dafür. „Der Preis ist auch sein Preis“, bedankt sich Sohn Jürgen bei seinem Vater.

Der Preis

  • Die Amberger Volks- und Raiffeisenbank

    lädt jedes Jahr zur feierlichen Verleihung des Wirtschaftspreises der Stadt Amberg und des Landkreises Amberg-Sulzbach ins ACC ein.

  • Alljährlich erhält diese Auszeichnung

    aus der Hand des Oberbürgermeisters ein Betrieb aus der Region für herausragende unternehmerische Leistungen.

  • Zum 18. Mal

    wurde bereits diese Auszeichnung verliehen, im letzten Jahr hatte die Jury das Unternehmen Schilderfabrikation Moedel GmbH ausgewählt. (age)

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