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Region Amberg
Freitag, 24. November 2017 13° 3

Würdigung

Geehrt: Dotzler, Kummert und Schmidt

Keimzelle der Demokratie sind die Kommunen, sagt der Regierungspräsident – und zeichnet drei Amberg-Sulzbacher aus.
Von Tino Lex, MZ

Regierungspräsident Axel Bartelt (links) mit den Geehrten aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach: Peter Dotzler (Gebenbach), Johann Kummert (Hahnbach), Norbert Schmid (Ursensollen) und Landrat Richard Reisinger (in der Reihe von links nach rechts neben Bartelt. Foto: Tino Lex

Ursensollen.„Die Keimzelle der Demokratie sind die Kommunen!“ Regierungspräsident Axel Bartelt würdigte bei der Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille in Bronze an 20 Oberpfälzer besondere Verdienste der ausgezeichneten Gemeinderäte, Stadträte oder Bürgermeister, die teils über Jahrzehnte zum Wohl der Allgemeinheit gewirkt hätten. Aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach zeichnete der Regierungspräsident insgesamt drei verdiente Kommunalpolitiker aus.

Im Namen von Staatsminister Joachim Herrmann übergab der Regierungspräsident den langjährigen Mandatsträgern diese Auszeichnung. „Sie haben sich heute für die richtige Veranstaltung entschieden, denn in Berlin findet zeitgleich die konstituierende Sitzung des neuen Bundestags statt.“ Sofort hatte Axel Bartelt dann auch alle Sympathien auf seiner Seite, und er sparte auch nicht mit Lob für die kommunalen Politiker: „Sie haben erheblich mehr als das Notwendige, mehr als das im Allgemeinen erwartete für das Wohl unserer Bürgerinnen und Bürger in den Städten und Gemeinden, Landkreisen und Bezirken getan und somit einen wichtigen Beitrag für die Stärkung und Festigung des Gedankens der kommunalen Selbstverwaltung geleistet“, betonte Regierungspräsident Axel Bartelt.

Peter Dotzler ist ein großes Vorbild

Die kommunale Selbstverwaltung sei in Bayern ein hohes Gut und ein wesentlicher Eckpfeiler des Gemeinwesens. Sie erfülle an der Nahtstelle zwischen Bürger und öffentlicher Verwaltung eine bedeutende Funktion, sie ermögliche Entscheidungen mit der Sachkenntnis „vor Ort“ und besitze zur Befriedigung der vielfältigen Bedürfnisse in der örtlichen Gemeinschaft eine unmittelbare demokratische Legitimation. „Die große Politik wird zwar in Brüssel Berlin oder auch in München gemacht. Das meiste von dem aber, was die Bürger im Alltag beschäftigt, spielt sich nach wie vor in den Städten, Märkten und Gemeinden, also auf kommunaler Ebene ab“, so Bartelt weiter. Keimzelle der Demokratie seien die Kommunen: Hier entscheidet sich das Schicksal der örtlichen Gemeinschaft, hier finden die Menschen Identifikation und Heimat.

Das Rathaus wurde energetisch saniert

„Der lokale Mandatsträger muss jeden Tag vor Ort Rede und Antwort stehen und Rechenschaft gegenüber seinen Bürgerinnen und Bürgern ablegen, die ihn gewählt haben, im Gegensatz zu den Volksvertretern beispielsweise in Brüssel“, so Bartelt. Als Mandatsträger hätten die Auszuzeichnenden Zeit und Kraft geopfert, für ihre Gemeinden, für ihre Bürger. Sie hätten Verantwortung übernommen und auf diese Weise die Idee der kommunalen Selbstverwaltung in die Tat umgesetzt.

Gebenbachs Bürgermeister Peter Dotzler engagiert sich schon seit 27 Jahren vorbildlich in der kommunalen Selbstverwaltung. Von 1990 bis 1996 war er Mitglied des Gemeinderats, 1996 wurde er zum Ersten Bürgermeister der Gemeinde Gebenbach gewählt. Seit 2002 ist er Mitglied des Kreistags Amberg-Sulzbach. Unter seiner Regie habe sich die Gemeinde Gebenbach sehr positiv entwickelt, wurde bei der Ehrung gesagt. In seine Amtszeit fallen der Abschluss der Kanalbauarbeiten in fast der ganzen Gemeinde, die energetische Sanierung des Rathauses, die Dorferneuerung in Gebenbach. Mit der Einrichtung einer Kinderkrippe, dem Umbau des Kindergartens sowie der Sanierung der Grundschule kämen auch die Jüngsten der Gemeinde zum Zug, so Bartelt.

Zur Person: Norbert Schmid

  • Engagement:

    Seit 27 Jahren ist Norbert Schmid dem Allgemeinwohl in besonderem Maße verpflichtet. Seit 1990 ist er ununterbrochen Mitglied des Gemeinderats, seit 2002 zweiter Bürgermeister der Gemeinde Ursensollen. In dieser Zeit habe er sich mit großem Engagement in vielen Bereichen für die Belange seiner Heimatgemeinde und deren Bürgerinnen und Bürger eingesetzt, so Bartelt.

  • Schwerpunkt:

    Als Seniorenbeauftragter richtete Norbert Schmid in seinem Umfeld sein Augenmerk auf den demografischen Wandel. Mit dem „Seniorennetzwerk Ursensollen“ werden alle ehrenamtlichen Tätigkeiten unter der Regie der Gemeindeverwaltung koordiniert, Aktive motiviert und eigene Initiativen ergriffen. Auch die „Nachbarschaftshilfe Ursensollen“ war Schmids Idee.

Vom Schulstandort bis zur AOVE

1990 bis 2003 war Johann Kummert im Marktgemeinderat Hahnbach, davon acht Jahre als zweiter Bürgermeister. Von 2003 bis 2014 war er Erster Bürgermeister. Seit 2008 ist er Mitglied des Kreistags. In dieser langen Zeit habe er die Geschicke des Marktes Hahnbach geprägt und zahlreiche Maßnahmen initiiert und begleitet, sagte der Regierungspräsident. Kummerts besonderer Einsatz galt der Sicherung des Schulstandortes Hahnbach sowie der Wärmeversorgung öffentlicher Einrichtungen durch den Anschluss des Nahwärmenetzes an eine Biogasanlage mittels Errichtung einer kommunalen Biogasleitung. Die richtungsweisenden Gründungen der AOVE-Bioenergie eG und der AOVE-Bürgerenergie eG zum Einstieg in eine Vernetzung der regionalen Energieressourcen gingen maßgeblich auf Kummerts Initiativen zurück, hieß es.

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