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Region Amberg
Sonntag, 22. Oktober 2017 10° 6

Gemeinderat

Granitbelag soll Dorfplatz aufwerten

Stadtplaner Dipl. Ing. Josef Garnhartner vom Planungsbüro in Deggendorf stellte die Neugestaltung des Ortsmittelpunkts vor.

Kümmersbruck.Schon rund zehn Jahre alt ist der Grundgedanke, den Kümmersbrucker Dorfplatz, das ganze Areal zwischen Brücke, Parkplatz Kirche, Einmündung Siedlerstraße neu zu gestalten. Einen Architektenwettbewerb hat es 2008 gegeben, jetzt wird die Sache tatsächlich spruchreif: „Der Weg dahin ist anstrengend gewesen, die ganzen Grundstücksverhandlungen, die Gespräche mit der Regierung“, blickten Bürgermeister Strehl und der Gemeinderat zurück.

Wie der Dorfplatz völlig anders aussehen könnte, das hat nun Stadtplaner Dipl. Ing. Josef Garnhartner vom Planungsbüro in Deggendorf gut 60 Minuten lang dem Gemeinderat vorgestellt. Dass danach nichts mehr so ist wie früher, kann man nicht sagen, aber ein anderes Ambiente, eine andere Beschaffenheit, ein anderes Aussehen wird das Areal Dorfplatz sehr wohl haben, ist den Grundzügen zu entnehmen.

Eine Grundsatzfrage aber hatte der Gemeinderat schon zu entscheiden: Soll Granitpflaster oder Betonpflaster auf dem Dorfplatz als Untergrund verwendet werden? Die Entscheidung musste jetzt fallen, um einen entsprechenden Zuschussantrag noch fristgerecht kommende Woche stellen zu können. Die beiden Fraktionen haben im Vorfeld in Auerbach und Hirschau entsprechende Besichtigungen vorgenommen, bei der Diskussion jetzt im Gemeinderat gab es Für und Wider: Das Granitpflaster ist zweifelsohne das länger haltbare, etwa 100 Jahre könnten es schon sein, meinte Josef Garnhartner. Das Betonpflaster ist nicht so langlebig, von rund 40 Jahren war die Rede, dennoch haben sich die Gemeinderäte mit großer Mehrheit (drei Gegenstimmen) für das Betonpflaser entschieden. Der Grund ist einleuchtend: Das Granitpflaster ist rund 400 000 Euro teurer.

Umgestaltet werden sollen die Pausenhöfe an der Mittelschule zu einem Erlebnispausenhof, ein „grünes Klassenzimmer“ werden soll der Pausenhof der Grundschule, der soll etwa in Höhe Verkehrsgarten entstehen. Die Pläne dazu liegen vor, die schulaufsichtliche Genehmigung der Regierung ist vorhanden, dazu die Entwurfsunterlagen des Landschaftsarchitekturbüros Manfred Neidl aus Sulzbach-Rosenberg.

Der Gemeinderat hat beschlossen, dass die Gesamtmaßnahme wie vorgesehen durchgeführt wird und demzufolge ein Förderantrag gestellt werden soll. Nach den bisherigen Schätzungen wird der Pausenhof der Mittelschule mit rund 600 000 Euro zu beziffern sein, das „grüne Klassenzimmer“ Grundschule mit rund 45 000 Euro.

Ob und wie die beiden Maßnahmen aber gebaut werden können, das hängt nun von der Förderhöhe des Zuwendungsbescheides ab. Der muss jedenfalls abgewartet werden, danach hat der Gemeinderat abschließend zu entscheiden. Diesmal ging es noch lediglich darum, einen Förderantrag einzureichen. Heuer wird daraus wohl nichts mehr werden.(aeu)

Der Plan

  • Bauabschnitte:

    In zwei Bauabschnitten sollen die Arbeiten erfolgen, so dass zumindest immer eine Straßenseite befahrbar sein wird.

  • Kosten:

    Die Kosten bewegen sich in einer Größenordnung von rund 2, 1 Millionen Euro. Die zu erwartende Städtebauförderung beträgt etwa 50 Prozent.

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