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Region Amberg
Dienstag, 21. November 2017 11

Aktion

Großübung hielt die Schüler auf Trab

Für den Einsatz der Wehren aus Rieden und Vilshofen machte die Grundschule am Samstag auf. Zur Belohnung gab’s Gutscheine.
Von Hubert Söllner

  • Aus den verqualmten Räumen in der ersten Etage wurden Verletzte mit der Drehleiter gerettet. Fotos: azd
  • Die Kinder verließen geordnet das Schulgebäude.
  • BRK-Kräfte aus Amberg kümmerten sich um die Verletzen und brachten sie zu den eingerichteten Versorgungsstellen.
  • Die Schulkinder wurden auf den umzäunten Sporthartplatz gebracht und auf Vollzähligkeit überprüft. Foto: azd
  • Von der Schule aus wurde das Schlauchmaterial für den Löscheinsatz verlegt. Foto: azd
  • Die Drehleiter aus Amberg wird zur Rettung Verletzter aus Räumen der ersten Etage ausgefahren. Foto: azd
  • BRK- und Feuerwehrfahrzeuge waren vor der Riedener Grundschule aufgefahren. Foto: azd
  • Für die Erstversorgung der Verletzten sorgten die BRK-Rettungskräfte. Foto: azd
  • Atemschutzgeräteträger dringen in die verqualmten Räume ein.Foto: azd

Rieden. „Zimmerbrand in der Grundschule Rieden. Starke Rauchentwicklung, 13 vermisste Personen“: So lautete am Samstag kurz vor 11 Uhr die Meldung, mit der insgesamt zwölf Feuerwehren alarmiert wurden. Alarmiert zu einer gemeinsamen Großübung der Wehren Rieden und Vilshofen, an der sich die Feuerwehren Ebermannsdorf, Ensdorf, Wolfsbach, Thanheim, Schmidmühlen, Winbuch, Emhof, Pilsheim, Dietldorf und Amberg sowie die BRK-Bereitschaft Amberg beteiligten.

Ein geordneter Rückzug

Kreisbrandinspektor Hubert Blödt und die Kreisbrandmeister Jürgen Ernsberger, Armin Daubenmerkl und Helmut Braun beobachteten die Übung. 123 Kinder hatten an diesem außerordentlichen Schultag freiwillig daran teilgenommen. Sie verließen mit sechs Lehrkräften, Rektor Rudolf Scheuerer und Hausmeister Anton Schmal, der über die Nummer „112“ die Rettungsleitstelle informiert hatte, geordnet das Schulgebäude. Auf dem umzäunten Sporthartplatz versammelten sie sich und wurden auf Vollzähligkeit überprüft.

Nach einigen Minuten trafen die Feuerwehren aus Rieden und Vilshofen am Orts des Geschehens ein. Riedens Kommandant Rainer Salbeck übernahm die Einsatzleitung, unterstützt von Rudolf Beck, dem Kommandanten der Vilshofener Wehr. Dann ging es Schlag auf Schlag: Die Feuerwehr Vilshofen stellte einen Einweiser für die folgenden Wehren an der Staatsstraße ab. Gemeinsam mit der Pilsheimer Wehr positionierten sich die Aktiven dann an der Thanheimer Straße am Hydranten, legten eine Schlauchleitung für den Atemschutz und übernahmen die Atemschutzüberwachung.

Schlauchleitung unter der Straße

Die Feuerwehr Rieden hatte je einen Einweiser am Gasthaus zur Brücke und zur Abzweigung zum Pausenhof abgestellt. Die Wehren Winbuch und Emhof waren zuständig für die Wasserentnahme aus der Vils, zu der die Feuerwehr Rieden eine doppelte Schlauchleitung mit dem „SW-Kat“ unter der Staatsstraße hindurch und über die Max-Reger-Straße zur Schule legte. Die Wehren Wolfsbach und Thanheim platzierten an der Kreuzung Max-Reger-Straße und Mittelweg die notwendigen Pumpen.

Die Schmidmühlener Wehr postierte sich mit der Wehr Ebermannsdorf am Hydranten am Mittelweg und übernahm von dort aus die Atemschutzüberwachung für den Eingang zum stark verqualmten Werkraum. In diesen waren Vilshofener Atemschutzgeräteträger eingedrungen, suchten mit einer Wärmebildkamera die Vermissten und retteten sie. Vom Haupteingang der Schule aus unterstützte die Feuerwehr Dietldorf die Ensdorfer Wehr, die am Pausenhof positioniert war.

Dort war inzwischen auch die Amberger Wehr dabei, über ihre auf 18 Meter ausgefahrene Drehleiter aus der verqualmten ersten Etage Verletzte zu bergen. Diese wurden ebenso in Sicherheit gebracht wie die Personen aus dem Werkraum, wo ein Atemschutzgeräteträger bewusstlos zusammengebrochen war, und den Kräften des BRK übergeben. Auf dem Parkplatzund auf der Wiese um den Maibaum vor der Schule hatte das Rote Kreuz Versorgungsplätze installiert und nahm die Erstversorgung vor.

Nach zwei Stunden war die Übung schließlich beendet, die Schülerinnen und Schüler bekamen eine Brotzeit, und Rektor Scheuerer versprach ihnen außerdem noch einen Hausaufgabengutschein. Bürgermeister Erwin Geitner aber lud alle Übungsteilnehmer zur Brotzeit ins Feuerwehrgerätehaus ein.

Stimmen zur Übung

  • Kreisbrandinspektor Hubert Blödt:

    Mein Dank gilt der Gemeinde, dem Bayerischen Roten Kreuz und natürlich auch allen teilnehmenden Feuerwehren. Die Räumung der Schule hat hervorragend funktioniert.

  • Einsatzleiter Rainer Salbeck:

    Die Gemeinschaftsübung der Wehren Rieden und Vilshofen hat gut geklappt. Der Informationsfluss und die Zusammenarbeit unter den Wehren und auch mit dem BRK waren gut. (azd)

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