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Region Amberg
Dienstag, 30. August 2016 24° 1

Abfallbeseitigung

Illegale Sammlungen nicht unterstützen

Die Stadt Amberg rät, Aufrufe zu kommerziellen Abfallsammlungen zu ignorieren.Hier gehe es eher um Gewinne als um umweltgerechte Entsorgung.

Auf Elektronikschrott haben es viele illegale Abfallsammler abgesehen.

Amberg. Immer häufiger finden die Bürgerinnen und Bürger Zettel mit der Aufschrift „Achtung, kostenlose Schrottsammlung“ oder „Kleidersammlung“ mit dem Hinweis, die genannten Gegenstände zur Abholung bereitzustellen, in ihren Briefkästen. Auf diesen Zetteln ist häufig nur ein Sammeltermin angegeben, während weitere Angaben fehlen. Die Abfallberatung bei der Stadt Amberg warnt die Bevölkerung aus mehreren Gründen dringend davor, dieser Aufforderung Folge zu leisten.

Derartige Sammlungen müssten nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz bei der zuständigen Behörde angezeigt und genehmigt werden. Wie in der Vergangenheit aber immer wieder festgestellt wurde, handelt es sich bei den Aufrufen meist um nicht angezeigte gewerbliche Sammlungen, die ausschließlich das Ziel verfolgen, an gewinnbringende Gegenstände heranzukommen. Die weniger lohnenden Dinge werden darum in vielen Fällen am Straßenrand zurückgelassen oder sogar in der freien Landschaft entsorgt.

Die Entsorgungskosten für die abgelagerten, zum Teil sogar gefährlichen Abfälle gehen überwiegend zulasten der Amberger Gebührenzahler, da der Verursacher meist nicht mehr ermittelt werden kann. Hinzu kommt, dass jeder, der sich an einer derartigen Sammlung beteiligt, eigentlich selbst zum Müllsünder wird. Denn wer Gegenstände zur Mitnahme an der Straße abstellt, gilt rechtlich gesehen als Abfallerzeuger und ist damit gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz verpflichtet, die Materialien einer „ordnungsgemäßen und schadlosen Verwertung oder einer gemeinwohlverträglichen Beseitigung“ zuzuführen.

Diese Pflicht ist durch das Bereitstellen des Abfalls für eine ungenehmigte Sammlung nicht erfüllt. Handelt es sich um eine Sammlung von Elektroaltgeräten, was ebenfalls immer wieder vorkommt, sollte man wissen, dass dieses Vorgehen bereits generell unzulässig ist. Die Erfassung dieser Gegenstände ist laut Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) ausschließlich den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern sowie den Herstellern und Vertreibern solcher Geräte vorbehalten.

Doch in Amberg gibt es ohnehin keine Veranlassung, sich an einer derartigen Sammlung zu beteiligen, denn die Entsorgung von Abfällen aus privaten Haushaltungen ist durch die Stadtverwaltung flächendeckend sichergestellt. Auf den Wertstoffhöfen in Gailoh und Neumühle gibt es ausreichend Möglichkeiten, Wertstoffe, Elektroaltgeräte und Altmetalle einer ordnungsgemäßen Verwertung zuzuführen.

Für die Entsorgung von Alttextilien stehen im Stadtgebiet an rund 40 Containerstandorten etwa 60 Sammelbehälter für Altkleider des Bayerischen Roten Kreuzes bereit. Größere und sperrige Gegenstände sowie auch Elektroaltgeräte können bei der Sperrmüllabfuhr zur Abholung angemeldet werden. Durch einen ordnungsgemäßen Umgang mit seinen Abfällen trägt jeder Amberger Bürger dazu bei, dass Wertstofferlöse in den gebührenfinanzierten Haushalt der Stadt Amberg zurückfließen können.

Die Stadt Amberg appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger, ihren Abfall und schon gar nicht irgendwelche Elektrogeräte oder Metalle an unseriöse Sammler abzugeben, sondern umweltgerecht in den dafür zugelassenen Anlagen zu entsorgen. Für Rückfragen steht die Abfallberatung unter Telefon (0 96 21) 1 02 48 gerne zur Verfügung.

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