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Region Amberg
Montag, 26. Juni 2017 25° 4

Kultur

Jean Paul zum 250. Geburtstag

Eine Ausstellung in der Provinzialbibliothek Amberg zeigt Autographen, bibliophile Drucke und Illustrationen. Die Eröffnung ist am 18. September.

Ausstellung zu Jean Paul

Amberg.. Die Ausstellung „Jean Paul zum 250. Geburtstag“ wird am Mittwoch dem 18. September, um 19.30 Uhr im Barocksaal eröffnet. Die Provinzialbibliothek lädt Interessierte ein, das umfängliche und unvergleichliche Schaffen Jean Pauls wieder zu entdecken.

Den Festvortrag mit dem Titel „Jean Pauls Räume, Jean Pauls Träume“ hält Prof. Dr. Iris Hermann (Professur für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg). Der Vortrag möchte entführen in Jean Pauls Welt der kleinen und großen Dinge und so auch dazu beitragen, einen als schwierig geltenden Dichter in Erinnerung zu rufen.

Jean Pauls Figuren sind unterwegs, die Räume, die der Dichter dem Besucher vor Augen malt, spiegeln ihre Befindlichkeit wider. Oft sind es Idyllen, bei näherem Hinsehen ist auch deren Schadhaftigkeit zu entdecken, aber auch dort ist an Glück zu denken. Gerne steigert sich der Raum zum Traum-Raum, denn hier kann alles gesagt und gedacht werden, wozu im normalen Wachleben der Mut fehlt.

Die Ausstellung „Jean Paul zum 250. Geburtstag“ in der Provinzialbibliothek Amberg reiht sich ein in das vielfältige, deutschlandweite Jubiläumsprogramm im Jean-Paul-Jahr 2013. Sie schöpft aus der hochkarätigen Spezialsammlung der Staatsbibliothek Bamberg. Präsentiert wird das Werk Jean Pauls (1763-1825) in Erstausgaben, bibliophilen Drucken und herausragenden Illustrationen. Weitere Höhepunkte der Ausstellung sind eigenhändig geschriebene Stammbuchwidmungen sowie virtuell die Briefe und Billetts, die Jean Paul an den in Bayreuth ansässigen jüdischen Handelsherrn und Bankier Emanuel Osmund (1766-1842) richtete, seinen wichtigsten Brief- und engsten Seelenfreund.

Zu Lebzeiten des wortzaubernden Romanciers, Erzählkünstlers, Essayisten, Satirikers Jean Paul waren seine Schriften Bestseller. Er gehörte zu den ersten Schriftstellern in Deutschland, die vom Schreiben leben konnten. Eine fortdauernde, mit den Weimarer Idolen vergleichbare Anerkennung blieb ihm verwehrt. Und doch gehört er zu den einflussreichsten Schriftstellern deutscher Sprache. Seine literarischen Nachwirkungen bleiben bedeutsam.

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