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Region Amberg
Sonntag, 21. Januar 2018 10

Fest

Jubelwehr feierte zünftig und informativ

Zum 125. Jubiläum hatte die Feuerwehr Ebermannsdorf eine Retter-Schau organisiert. Auch das Vergnügen kam nicht zu kurz.
Von Christine Wendl

  • Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) demonstrierte, wie man mit Herzdruckmassagen Leben rettet.Fotos: Wendl
  • Der Festplatz in Ebermannsdorf von oben
  • Viele Interessierte waren in die „Rescue-Gasse“ gekommen.

Ebermannsdorf.Unaufgefordert eröffnete Petrus das Festwochenende mit „Wasser marsch!“ und brachte damit gleich zu Beginn ein bisschen Unruhe in den Ablauf. Nach kurzem, aber heftigem Hagelschauer war es jedoch vorbei mit dem schlechten Wetter und die Jubelwehr konnte mit ihren Gästen ins Festzelt einmarschieren, voraus die Raigeringer Musikanten.

Festleiter Andy Denk begrüßte die komplette Führungsriege beider Wehren auf der Bühne, die vielen Gäste im Zelt und besonders die aktiven Feuerwehrleute und Vereinsmitglieder der Ebermannsdorfer Jubelwehr sowie ihre Kollegen vom Patenverein aus Wolfring. Auch alle Frauen, Töchter und Festdamen hatten sich fesch herausgeputzt für das große Festwochenende zum 125-jährigen Geburtstag.

Schirmherr Bürgermeister Josef Gilch freute sich über die vielen Gäste aus Ebermannsdorf und Umgebung und begrüßte außer ihnen ganz besonders die neu gewonnenen Wolfringer Freunde. „Ihr habt Großartiges geleistet!“ dankte er den Aktiven der Wehr und dem Festausschuss für die „unglaublich viele Arbeit in den letzten Monaten und Wochen“. Mit drei gezielten Schlägen zapfte Denk das erste Fass „Emerschdorfer Eberstoff“ an und füllte die Krüge der Männer auf der Bühne. Auch Moderatorin Eva Götz erhielt einen gefüllten Krug und eine Extra-Begrüßung ihres früheren Kollegen, dem Festleiter Andy Denk.

Volksmusikabend zum Auftakt

Nach großem Applaus erklommen die drei Übler-Boum, Marco, Moritz und Louis, die Bühne und eröffneten einen langen, zünftigen Volksmusikabend. Im weiteren Verlauf wechselten sie sich mit den Raigeringer Musikanten und den Salleröder-Buam und einem kunterbunten musikalischen Repertoire ab. Zum Ende dieses Auftritts mischten sich die Musikanten unters Volk und spielten direkt bei ihren Fans. So aufgeheizt konnten schließlich die „Zillertaler Haderlumpen“ gleich voll durchstarten und mit ihren Hits und ordentlich Dezibel das nahezu vollbesetzte Zelt so richtig in Stimmung bringen.

Nach einer kurzen Nacht stand der Samstag voll und ganz im Zeichen der Rettungsdienste. Beim „Rescue Day“ präsentierten sämtliche bekannten Hilfsorganisationen ihr umfangreiches Equipment und zeigten sich nah am Menschen.

Schon früh am Morgen spielte die Zollkapelle Nürnberg im Festzelt, wo auch der Kriminaltechnische Beratungsdienst der Polizei einen Infostand hatte, während in den abgegrenzten Straßenbereichen rund um den Festplatz die Einsatzkräfte von BRK, Feuerwehr, Malteser, DLRG und THW sowie Polizei und Johanniter ihre Fahrzeuge und Geräte aufstellten.

Bei strahlendem Sonnenschein nutzten viele Familien die Gelegenheit und staunten über die umfangreiche Ausstattung zur Hilfeleistung. Gar nicht scheu ließen sich die Kinder im Boot der DLRG „retten“, drehten eine imaginäre Runde mit dem Polizei-Motorrad oder setzten sich hinter das Lenkrad eines Rettungswagens, wo sie am liebsten das Martinshorn ertönen ließen.

In Rettungsanzüge geschlüpft

Väter schlüpften in die Rettungsanzüge der Schnelleinsatzgruppe der Malteser Hilfsdienstes, die bei lebensbedrohlichen und hochansteckenden Infektionskrankheiten zum Einsatz kommt. Vor Ort konnte man an einer Menschenpuppe die Herzdruckmassage vom Fachmann lernen und dabei für den richtigen Rhythmus den Beatles-Song von der „Yellow Submarine“ dazu summen.

Den ganzen Tag über flog ein geräumiger Turbinenhubschrauber von „Sky magic“ aus München mit jeweils drei Passagieren seine Runden über dem Gemeindebereich und ermöglichte eine ganz neue Perspektive auf die Heimat.

Vertreter der Metall- und Elektroindustrie stellten den Berufszweig in einem großen Show-Truck vor und hoffen nun, neue Auszubildende zu gewinnen. Am Festplatz genoss man das schöne Wetter und die große Kuchenauswahl, die Kinder waren glücklich und der Festleiter entspannte sich allmählich.

Nach einer kleinen Verschnauf- und Abbaupause strömten die Scharen wieder hinein ins Zelt, nicht ohne sich am Grill- oder Käsestand noch ein deftiges Abendessen zu gönnen. Erfreut wurde der Wolfringer Patenverein mit einem langen Spalier und einigen La-Ola-Wellen im Festzelt empfangen, wo dann die Kultband Topsis mit altbekannten Schlagern die jungen Leute tanzend auf die Bänke brachte und die etwas älteren Semester zum Mitsingen. Der Abend gehörte der Gesellschaftspflege beim gemütlichem Zusammensitzen mit vertrauten Liedern und guter Stimmung im Hintergrund.

Schirmherr dankt den Wolfringern

  • Freude:

    Schirmherr Bürgermeister Josef Gilch freute sich über die vielen Gäste aus Ebermannsdorf und Umgebung und begrüßte ganz besonders die neu gewonnenen Wolfringer Freunde.

  • Freunde:

    „Ihr habt Großartiges geleistet!“ dankte Gilch den Aktiven der Wehr und dem Festausschuss für die „unglaublich viele Arbeit in den letzten Monaten und Wochen“. (awl)

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