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Region Amberg
Freitag, 28. Juli 2017 22° 6

Umweltbildung

Kinder wissen, was das Klima schützt

Der Klimawandel und was man besser machen kann waren ein Thema bei Öko-Erlebnistagen für Schüler im Kloster Ensdorf.

Eine Glühbirne und eine Sparlampe mussten durch eifriges Strampeln auf den Pedalen zum Leuchten gebracht werden. Gloria Reitmaier, Leiterin der Umweltstation des Klosters, fungierte als Trainerin. Foto: azd

Ensdorf. „Ihr wisst ja zum Klimawandel mehr als mancher Erwachsener“, staunte Energieberater Benjamin Standecker. 36 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5b der Realschule Auerbach zeigten sich zum Thema Klimawandel gut informiert. Mit drei Lehrkräften sind die Kinder zu einem Schullandheimaufenthalt mit Öko-Erlebnistagen im Haus der Begegnung des Klosters Ensdorf.

„Das Klima wandelt sich, auf der Erde wird es wärmer, und das hat negative Folgen“, führte Standecker in das Thema ein. Die Kinder wussten, dass es in der Region mehr und auch länger Schnee gab – „und heute müssen Skigebiete künstlich beschneit werden“. Der Energieberater zeigte die Zunahme der Jahresdurchschnittstemperatur seit 1885 auf. „Und die Kurve steigt immer weiter an“, betonte er, „so ist es in Deutschland durchschnittlich um eineinhalb Grad wärmer geworden“. Folgen des Temperaturanstiegs seien das Abschmelzen der Pole, mehr Überschwemmungen – „und auf der anderen Seite trocknen Böden aus“.

Vieles beeinfluss den CO2-Anstieg

Als Standecker die Frage „Was hat der Regenwald damit zu tun?“ in den Raum stellte, prasselten die Antworten der Schüler nur so auf ihn herein, zum Beispiel: „Bei hohen Temperaturen wirken die Blätter wie eine Klimaanlage.“ Vieles, wie etwa Vulkane, beeinflussten durch CO2-Anstieg das Klima, wussten die Kinder. Vieles werde aber auch durch menschliches Einwirken herbeigeführt, durch Abholzen von Wäldern, die Produktion klimaschädlicher Gase und sogar „durch das Pupsen von Kühen, von denen eine wachsende Weltbevölkerung immer mehr benötigt“.

Kleine Änderungen mit großer Wirkung

„Ihr nehmt ja alles vorneweg, ihr seid ja richtig gut“, lobte Benjamin Standecker, als es um die Frage ging was sich ändern müsse, um den Klimawandel zu bremsen. „Glotze aus, wenn der Film zu Ende ist“, „Weniger Flugverkehr, weniger Auto fahren“, „Licht aus, wenn es nicht benötigt wird“, „umweltfreundliche Brotzeitdose statt Alufolie benützen“ und „Spar- oder LED-Lampen statt Glühbirnen verwenden“ kamen die Antworten. Dazu gehören laut Standecker auch, Raumtemperatur absenken statt Pulli ausziehen, Stoff- statt Plastikbeutel verwenden. Für all dies stehe das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit, das ZEN in Ensdorf, als Informations- und Beratungsstelle.

Hackschnitzel statt Öl

  • Beginn

    2004 wurde im Kloster eine Hackschnitzelheizung installiert. 2016 wurden 2200 Kubikmeter Hackschnitzel benötigt. Dadurch wurden 158 000 Liter Heizöl und 500 Tonnen CO2 eingespart.

  • Einsparung

    Durch die Hackschnitzelheizung wurden seit 2004 insgesamt 167 1000 Liter Heizöl eingespart, das zum Verbrennen zu wertvoll ist, wie Haustechniker Franz Bleicher erklärte. (azd)

Dann aber ging es zum Radfahren zur Stromerzeugung: Eine Glühbirne und eine Sparlampe mussten durch eifriges Strampeln auf den Pedalen zum Leuchten gebracht werden. Gloria Reitmaier, Leiterin der Umweltstation des Klosters, fungierte als Trainerin. Der Projektleiter Stromspar-Check, Karl-Heinz Hofbauer, informierte noch über den Aufbau und die Wirkungsweise von Solarmodulen und hatte auch Modelle von Windkraftanlagen aufgebaut. (azd)

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