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Region Amberg
Montag, 22. Januar 2018 10

Polizei

Microsoft-Trick: Mann ergaunert 700 Euro

Ein Betrüger gibt sich als Microsoft-Mitarbeiter aus und lotst eine Sulzbach-Rosenbergerin auf eine gefälschte Internetseite.

Eine Frau aus Sulzbach-Rosenberg hat dem unbekannten Anrufer geglaubt, der als angeblicher Microsoft-Mitarbeiter Probleme auf ihrem PC beheben wollte. Der Betrüger ergaunerte so 700 Euro. Symbolfoto: Jens Kalaene, dpa

Sulzbach-Rosenberg.Eine 47-jährige Hausfrau erhielt am vergangenen Freitag, 15. Dezember, gegen 10 Uhr einen Telefonanruf auf ihrem Festnetzanschluss. Der Anrufer, der nur Englisch sprach, gab sich als Mitarbeiter der Firma Microsoft aus. Er äußerte, dass auf dem Computer der Sulzbacherin erhebliche Sicherheitsprobleme festgestellt worden seien, berichtete die Polizei. Der Unbekannte sagte demnach, er könne diese beheben, wenn die Angerufene einige Codes auf ihrem PC eingeben würde.

Die 47-Jährige schaltete ihren PC ein, gab die Codes ein und wurde so offensichtlich auf eine gefälschte Internetseite weitergeleitet. Nun wurde sie aufgefordert, sich bei ihrem Bezahldienst (Paypal) einzuloggen. Dabei wurden ihr Anmeldename und ihr Kennwort ausgelesen. Später musste sie feststellen, dass von ihrem Paypalkonto 200 Euro für Bezahlkarten abgebucht worden waren.

Außerdem forderte der Anrufer die Frau auf, weitere Bezahlkarten zu kaufen und die Codes an ihn durchzugeben, was diese auch tat. Das alles nur, damit ihr PC wieder richtig läuft, so die Polizei.

Insgesamt entstand der Dame ein Schaden von 700 Euro. Erst nachdem ihr Sohn sie von weiteren Zahlungen abgehalten hatte, wandte sie sich an die Polizei und erstattete Anzeige gegen den unbekannten Betrüger. Nach derzeitigen Erkenntnissen dürfte der Täter aus dem Ausland unter Nennung eines falschen Namens und einer verfälschten Telefonnummer aktiv gewesen sein.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor dieser Masche, die bereits seit einigen Jahren bekannt ist. Falls jemand Probleme mit seinem PC haben sollte, sollte man sich an einen Computerspezialisten vor Ort wenden. Man sollte sich niemals auf eine sogenannte Fernwartung einlassen, bei der man einen entsprechenden Preis per Cash-cards oder mit ähnlichen Bezahlsystemen begleichen soll, um wieder „Herr“ über seinen Computer zu werden.

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