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Region Amberg
Dienstag, 21. November 2017 7

Initiative

Mit Crowdfunding Projekte umsetzen

Die Volks- und Raiffeisenbank Amberg startet eine Crowdfunding-Plattform und fördert durch Online-Spenden soziale Projekte.
Von Gerd Spies

„Viele schaffen mehr“ lautet das Motto für das Crowdfunding-Modell, das die Volks- und Raiffeisenbank gestartet hat. Foto: VR-Bank

Amberg.Etlichen Menschen dürfte der Begriff „Crowdfunding“ nicht unbedingt geläufig sein. Das Besondere an diesem Konzept ist, dass eine Vielzahl von Menschen ein Projekt finanziell unterstützen. „Es geht – mit kleinen Beträgen Großes schaffen“, lautet die Philosophie, die hinter dieser Idee steckt. Jetzt haben Marketing-Leute der Amberger Volks- und Raiffeisenbank dieses Konzept für Vereins-Sponsoring entdeckt. Es könnte der Schlüssel für die Verwirklichung mancher Vereins-Projekte sein, die bisher aus finanziellen Gründen in der Schublade verschollen blieben, sind die Verantwortlichen überzeugt, wie sie bei der Vorstellung deutlich machten.

Aus der Sicht des Vereinsvorsitzenden klingt diese Idee grandios: Für ein soziales Projekt rührt sein Verein die Werbetrommel, die Volksbank-Raiffeisenbank zahlt dann noch einmal den gleichen Betrag, der durch Spenden eingegangen ist, dazu. „Crowdfunding“, von der Amberger VR-Bank jetzt als Novum in der Region ins Leben gerufen, könnte eine Chance sein, die bei der Realisierung von Projekten notwendigen Gelder aufzutreiben. Das Geldinstitut gehe damit bei der Spendenvergabe ganz neue Wege, hieß es.

Vereine brauchen Fans fürs Projekt

Die Vorstände Andreas Reindl (Zweiter von links) und Dieter Paintner (Dritter von links) und die Leiter der Marketing-Abteilung, Thomas Retzer (links) und Markus Hirsch (rechts), stellten das Modell vor. Foto: age

„Der Genossenschafts-Gedanke „Viele schaffen mehr“ ist der Hintergrund dieses neuen Spendenkonzepts“, erklärten Dieter Paintner und Andreas Reindl, die beiden Vorstände der Amberger Volks- und Raiffeisenbank, bei der Vorstellung Ihre Marketing-Abteilung mit Markus Hirsch und Thomas Retzer entwickelte dieses Modell, das im Prinzip ganz einfach funktioniert.

In einem ersten Schritt beschreibt ein Verein auf der dafür eingerichteten Internet-Plattform der VR-Bank sein Projekt, für das er finanzielle Unterstützung sucht. Mit Hilfe von zum Beispiel Bildern, einer Powerpoint-Präsentation oder eines Youtube-Videos versucht er, eine ausreichende Zahl von „Fans“ zu akquirieren, die mit einem Klick das Projekt für gut befinden. Je größer das Projekt ist, desto größer muss auch die Zahl der „Fans“ sein. Sie schwankt zwischen zehn, bei einem Betrag von 500 Euro, und 100 „Fans“ bei einem Projekt von 20 000 Euro.

Jeder Euro wird verdoppelt

Ist die notwendige Anzahl der ideellen Unterstützer innerhalb von zwei Wochen erreicht, kann die Finanzierungsphase starten. Hier wird versucht, innerhalb von drei Monaten möglichst viel an Spenden auf einem eigens dafür durch die VR-Bank eingerichteten Treuhandkonto zu sammeln, so die Initiatoren. Der Clou dabei sei, dass die VR-Bank, sollte das Projekt genügend Unterstützer finden, die gleiche Summe als Spende noch einmal drauflegt. „Wir doppeln jeden Euro auf“, erklärte Dieter Paintner. Allerdings sei der Höchstbetrag pro Projekt mit 1000 Euro gedeckelt, ebenso die Gesamtspende der Bank im Rahmen dieser Aktion mit 10 000 Euro.

Pilotphase des Projekts

  • Der Startschuss

    Schon ab Donnerstag, 19. Oktober, startet die Pilotphase für das „Crowdfunding“-Projekt der VR-Bank. Vereine können sich ab sofort unter www.vr-amberg.de bewerben.

  • Die Bewerbung

    Auf der Homepage ist dann ein Formular auszufüllen, um sich dadurch für eines von drei geplanten Pilotprojekten zu bewerben. Die Person muss vom jeweiligen Verein autorisiert sein. (age)

Konzept startet im Februar 2018

Wie Paintner sagte, habe das alljährliche Prozedere mit Spendenchecks für Vereine bzw. soziale und caritative Einrichtungen doch an Schwung verloren. 80 000 Euro, ergänzte Reindl, würden jedes Jahr so durch die Bank an Spenden ausgeschüttet. Jetzt komme mit dem „Crowdfunding“ ein dritter Topf mit maximal 10 000 Euro hinzu.

Im Februar 2018 will man an den Start gehen, den gut 900 Vereinen in der Region eine genossenschaftliche Plattform zur Finanzierung von Projekten bieten. Natürlich müsse das Geld zweckgebunden eingesetzt werden. Ist die Spende absetzbar, erhalte der Unterstützer sein Geld zurück, sollte das Projekt nicht zustande kommen, erläuterten die Initiatoren.

Jetzt ist die jüngere Generation in den Vereinen, die in der Regel fit im Umgang mit den neuen Medien ist, gefordert, für ihren Verein geeignete Präsentationen für geplante Projekte zu kreieren. Die VR-Bank hat auf jeden Fall schon mal 10 000 Euro dafür auf die hohe Kante gelegt.

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