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Region Amberg
Dienstag, 22. August 2017 22° 1

Noch ein Bewerber für die Klosterburg Kastl

Jetzt wird es eng für die Stiftung Europäisch-Ungarisches Gymnasium Kastl: Ein weiterer Interessent für die Klosterburg hat seine Unterlagen beim Kultusministerium eingereicht. Und dieses prüft nun beide Konzepte.

Zwar hat das geplante Europäische Gymnasium offenbar leicht bessere Chancen, da damit die lange Tradition fortgesetzt werden könnte. Jedoch betonte Ministeriumssprecher Dr. Ludwig Unger, dass auch das Angebot des neuen Antragstellers nun genau angesehen werde. So sicher, wie es der Nürnberger Rechtsanwalt Laszló Nagy und seine Mitstreiter bei der Pressekonferenz dargestellt habe, sei die Realisierung noch nicht. „Es ist noch nichts unterschrieben.“ Vor allem gehe es darum zu prüfen, ob die Finanzierung gesichert ist, die Lehrkräfte die deutschen Standards erfüllen und ausreichend viele Schüler angemeldet sind.

Doch gerade für die Werbung von Schülern braucht die Stiftung möglichst bald eine feste Zusage. 45 Zusagen liegen vor, ab 80 Schülern laufe der Schulbetrieb, mit 150 trage sich die Einrichtung, hatte die Finanzexpertin Krisztina Orban gesagt. Wie lange es dauert, bis die beiden Konzepte geprüft sind, konnte Unger am Freitag nicht sagen. „Da legen wir uns nicht fest.“ Dass der Stiftung nun eventuell die Zeit wegläuft, „ist nicht unser Problem“. Die Initiatoren hätten gewusst, dass sie die Unterlagen der Lehrkräfte beizubringen hatten.

Der neue Bewerber stammt ebenfalls aus Ungarn: Es ist das Avicenna International College aus Budapest. Es bereitet angehende Medizinstudenten auf das Universitätsstudium vor. In zwei Semestern werden Inhalte des Abiturs wiederholt und Inhalte des ersten Studienjahres vorweg genommen. Damit könne das College den „oft beklagten und befürchteten Schwierigkeiten des ersten Studienjahres erfolgreich entgegenarbeiten“, lautet die Erklärung des internationalen Instituts.

Ziel dieser Vorbereitung sei es, die Absolventen für ein Studium an einer europäischen oder außereuropäischen Universität zu befähigen. Gleichzeitig wird jedoch für die Medizinerausbildung in Ungarn geworben.

Auch der aktuelle Insolvenzverwalter der Klosterburg, der Amberger Rechtsanwalt Dr. Harald Schwartz machte deutlich, dass ihm noch keine schriftlichen Zusagen vorlägen.

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