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Region Amberg
Dienstag, 26. September 2017 18° 1

Kommunalpolitik

Nur eine CSU-Kreisrätin ist zu wenig

Die Frauen-Union Amberg-Sulzbach fordert, der nächsten Kreistagsfraktion der Christsozialen sollen mehr Frauen angehören.

Nach Ansicht der Kreisvorstandschaft der Frauen Union sollen der nächsten CSU-Kreistagsfraktion mehr Frauen angehören. Foto: D. Senft

Kümmersbruck.Noch sind fast drei Jahre hin bis zur Kreistagswahl 2020. Bei der jüngsten Sitzung der Kreisvorstandschaft der Frauen Union war sie schon jetzt Thema. Grundtenor: Der nächsten CSU-Kreistagsfraktion sollen mehr Frauen angehören als der aktuellen, in der mit Brigitte Trummer (Hahnbach) nur eine einzige Frau vertreten ist.

Mit dieser Zielsetzung stehen die Mitglieder des FU-Gremiums nicht alleine. Sie fand die ungeteilte Zustimmung des CSU-Kreisvorsitzenden MdL Dr. Harald Schwartz, den die FU-Kreisvorsitzende Birgit Birner (Hirschau) in der Frauenrunde im Gasthof „Zur Post“ in Kümmersbruck begrüßen konnte.

FU stellt vier Gemeinderätinnen

Dem Anliegen der Frauen-Union schloss sich auch CSU-Kreisvorsitzender Dr. Harald Schwartz an; im Bild mit FU-Kreisvorsitzender Birgit Birner (r.) und CSU-Kreisgeschäftsführerin Edeltraud Fischer-Graf (l.). Foto: asn

In Vertretung der FU-Ortsvorsitzenden Monika Paintner hatte 3. Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm dem Gremium die politischen Gegebenheiten der Gemeinde Kümmersbruck und wichtige Projekte kurz vorgestellt. Die CSU habe im Gemeinderat zwölf Sitze und verfüge zusammen mit Bürgermeister Roland Strehl über eine Mehrheit. Beachtlich sei der Frauenanteil in der CSU-Fraktion. Mit Renate Amrhein, Karola Hirsch, Monika Paintner und ihr selbst stelle die FU genau ein Drittel der Fraktionsmitglieder.

Als Herausforderung für die Gemeindepolitik erachtete Singer-Grimm die Westumgehung Kümmersbrucks. Von den veranschlagten Baukosten in Höhe von rund 30 Millionen Euro müsste die Gemeinde rund acht Millionen Euro tragen. Am 24. September gebe es einen Bürgerentscheid zu dieser Thematik. Positiv äußerte sie sich zum neuen Hallenbad: Es sei ein voller Erfolg. Die Kinder hätten einen direkten Zugang von der Schule aus.

Kandidatinnen ansprechen

In der Diskussion zu der im Jahr 2020 anstehenden Kreistagswahl war man sich einig, dass ein optimales Ergebnis der CSU-Liste absolute Priorität habe. Erreichbar sei dies nur mit einem Angebot namhafter Persönlichkeiten. Daher habe Birgit Birner die FU-Ortsvorsitzenden bereits um Nennung aus ihrer Sicht geeigneter Kandidatinnen gebeten.

Die FU fordere auf jeden Fall mehr Frauen auf den ersten 20 Listenplätzen, als dies zuletzt der Fall war. Wie dies in die Tat umgesetzt werden kann, soll bei einem weiteren Treffen im November erörtert werden. MdL Dr. Harald Schwartz forderte die FU-Verantwortlichen auf, bereits jetzt potenzielle Kandidatinnen anzusprechen und sie in die Parteiarbeit einzubinden.

Deutliche Worte fand der Abgeordnete zu den Vorgängen um den G20-Gipfel in Hamburg. Sie seien ein Beleg dafür, dass der Linksextremismus lange Zeit verharmlost worden sei. Inakzeptabel sei, dass in manchen Medien die Polizeibeamten mintunter als Täter dargestellt worden seien. Die alljährliche Sicherheitskonferenz in München sei ein Beleg, dass in Bayern derartige Gewaltexzesse nicht denkbar seien.

Frauen im Kreistag

  • Gesamtes Gremium

    Insgesamt 60 Personen bilden den Kreistag des Landkreises Amberg-Sulzbach. Darunter finden sich nur neun Frauen, die bei der Kommunalwahl 2014 in den Kreistag gewählt wurden.

  • SPD

    Die meisten Frauen finden sich mit fünf Kreisrätinnen in der SPD-Kreistagsfraktion (insgesamt 13 Sitze). Die SPD stellt auch mit Brigitte Bachmann eine stellvertretende Landrätin.

  • Grüne

    Den größten Frauen-Anteil hat die Fraktion der Grünen: Sie umfasst vier Personen, davon sind zwei Frauen. Marianne Mimler-Hofmann ist auch die Fraktionssprecherin.

  • Weitere Parteien

    Jeweils eine Frau findet sich in den Kreistagsfraktionen der CSU (insgesamt 26 Sitze) und der Freien Wähler (acht Sitze). Keine Kreisrätinnen gibt es bei den Fraktionen von ÖDP und FDP/FWS. (Quelle: Landratsamt)

Enttäuschung für die Frauen

Bei den Wahlen zur Oberpfälzer Bezirksvorstandschaft habe es für den CSU-Kreisverband Amberg-Sulzbach Licht und Schatten gegeben, hieß es weiter. Positiv sei, dass MdL Dr. Harald Schwartz wieder zum stellvertretenden Bezirksvorsitzenden gewählt wurde. Weniger erfreulich sei, dass weder die FU-Kreisvorsitzende Birgit Birner noch ihre Stellvertreterin Erika Urban (Freihung) den Sprung in das Gremium geschafft haben. Gelungen sei er allerdings Barbara Gerl (Freudenberg). Sie sei damit neben Landrat Richard Reisinger die einzige weitere Vertreterin aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach im CSU-Bezirksvorstand, hieß es.

Hoffnungen für FU-Bezirksvorstand

Eine starke Amberg-Sulzbacher Vertretung erhofft man sich nun in der Bezirksvorstandschaft der Frauen Union, die am Samstag, 9. September, in Schwarzenfeld neu gewählt wird. Für die FU Amberg-Sulzbach werden Barbara Gerl als stellvertretende Schatzmeisterin, Renate Amrhein im gesetzten und Brigitte Trummer im freien Block kandidieren. Sie hatte dort bei der letzten Wahl das beste Ergebnis erzielt.

Dank sagte Birgit Birner ihren Stellvertreterinnen Erika Urban und Claudia Kammerl (Poppenricht) für die Durchführung der Besichtigung der Firma Stahlgruber, an der auch MdB Alois Karl teilgenommen habe. Das Interesse an der Veranstaltung sei sehr groß gewesen. Wegen der Begrenzung der Teilnehmerzahlen habe man einigen Interessentinnen sogar absagen müssen. Für den 18. März 2018 sei eine Besichtigung der Firma Siemens in Amberg vorgesehen.

Zwei Ministerinnen zu Gast

FU-Kreisvorsitzende Birgit Birner wies auch auf zwei Veranstaltungen im Vorfeld der Bundestagswahl hin. Am Freitag, 15. September, ist Sozialministerin Emilia Müller auf Initiative der FU-Ehrenkreisvorsitzenden Ingrid Kurz zu Gast beim Frauenempfang der FU Hahnbach. Zum 60. Gründungsjubiläum des CSU-Ortsverbandes Süß (Markt Hahnbach) wird Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner erwartet. (asn)

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