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Region Amberg
Montag, 20. November 2017 9

Verband

Polizisten kritisieren Staatsregierung

Die Gewerkschaft der Polizei stellte sich in der Region Amberg-Sulzbach mit einer Fusion neu auf. Die Forderungen sind klar.

  • Ein Teil der neu gewählten Vorstandsmitglieder: von links Richard Wirth, Benjamin Knauer, Dagmar Exner, Stefanie Amann, Saskia Richthammer. Foto: azd
  • GdP-Bezirksvorsitzender Gerhard Knorr (Zweiter von rechts) gratulierte auch den Vorstandsmitgliedern Jürgen Wenzlik, Joachim Iwanek, Klaus Neumeier und Kurt Kopf (von links). Foto: azd

Hahnbach.Bereits beim letzten Bezirksgruppentag der Gewerkschaft der Polizei (GdP) im Jahr 2013 war der Beschluss gefasst worden, kleinere Kreisgruppen in größere zu integrieren. Da am 26. April 2018 der nächste Kreisgruppentag stattfinden wird, setzten die Kreisgruppen Amberg und Sulzbach-Auerbach nun den Beschluss zu fusionieren um.

Zuerst waren Auflösungen nötig

In zeitgleich tagenden Hauptversammlungen in der Frohnberg-Wirtschaft in Hahnbach mussten zuerst die Auflösungsbeschlüsse gefasst werden. Neben zahlreichen Kolleginnen und Kollegen begrüßte Vorsitzender Jürgen Wenzlik auch den Bezirksvorsitzenden Gerhard Knorr und Paul Groß, Vorsitzender der Kreisgruppe Schwandorf, zur Hauptversammlung der Amberger Kreisgruppe. Der Beschluss zur Auflösung der Kreisgruppe war nötig, um in einer im Anschluss stattfindenden Versammlung die neue Kreisgruppe Amberg-Sulzbach-Auerbach neu gründen zu können; er wurde mit einer Enthaltung angenommen.

Der Antrag: „Die auf der Versammlung anwesenden Mitglieder der Kreisgruppe Amberg mögen beschließen, dass mit Datum 10. Oktober 2017 eine neue Kreisgruppe Amberg-Sulzbach-Auerbach die bisherigen Geschäfte, die Finanzmittel und die Verbindlichkeiten der Kreisgruppe Amberg und der Kreisgruppe Auerbach-Sulzbach übernimmt“ wurde einstimmig befürwortet. Ein gleichlautender Antrag lag der Kreisgruppe Sulzbach- Auerbach vor.

Neue Kreisgruppe gegründet

Bei der anschließenden Versammlung zur Neugründung der Kreisgruppe Amberg-Sulzbach-Auerbach betonte GdP-Bezirksvorsitzender Knorr: „Die einzige, die vom Anwachsen der AfD und ihren eigenen massiven Stimmenverlusten überrascht wurde, war die CSU.“ Ihr seien die Angehörigen des öffentlichen Diensts davongelaufen“, brachte er es auf den Punkt.

Knorr dankte den Mitgliedern der beiden Kreisgruppen für die einstimmigen Auflösungsbeschlüsse. Sie seien nötig geworden auch durch die erhöhten und vielfältigeren Aufgaben der Kreisgruppen, erläuterte er. Nun gelte es, eine neue schlagkräftige Vorstandschaft zu wählen für die beide Kreisgruppen bereits Vorschläge eingebracht hatten.

Neue Vorstandschaft gewählt

Bei den von Knorr geleiteten Vorstandswahlen wurde Jürgen Wenzlik zum Vorsitzenden gewählt, Joachim Iwanek, Kurt Kopf und Klaus Neumeier sind seine Stellvertreter. Die Finanzen verwaltet Stefanie Amann, ihr Vertreter ist Gerald Mösner. Zur Schriftführerin wurde Saskia Richthammer gewählt, zu deren Stellvertreterin Dagmar Exner. Seniorenbeauftragte sind Richard Wirth und Kurt Kopf, Beisitzerin Tarif Dagmar Exner und weiterer Beisitzer Benjamin Knauer. Als Kassenprüfer fungieren Roland Kolbeck und Jochen Kiener.

Letzte Bilanz der Amberger Kreisgruppe

  • Bericht des Vorsitzenden

    Vorsitzender Jürgen Wenzlik berichtete rückblickend von seiner Teilnahme an Sitzungen des DGB-Stadtverbands, am Jahresempfang der DGB-Region Oberpfalz, an einer viertägigen Schulung des GdP-Landesbezirks und weiteren mehrtägigen Schulungen der Bezirksgruppe. Der 27. Bürger- und Polizeiball, jetzt Gala-Abend mit der Polizei genannt, findet am 4. November statt. Die Kreisgruppe könne auf eine stabile Mitgliederentwicklung bauen. Lobend hob er die engagierte Seniorenbetreuung durch Richard Wirth hervor.

  • Finanzen

    Die für die Finanzen zuständige Stefanie Amann wies einen positiven Kassenstand vor. Die Kasse sei einwandfrei geführt, bestätigte Kassenprüfer Roland Kolbeck. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt.

  • Ehrungen

    Mit der Ehrennadel in Gold für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Werner Höpfel ausgezeichnet, für 55 Jahre wurde Siegfried Hiltl und für 65 Jahre Leonhard Kurz (Kreisgruppe Sulzbach-Auerbach) geehrt. Verhindert waren Karolin Brunner und Stefanie Lehmeier (zehn Jahre) und Karlheinz Tröster (30 Jahre). (azd)

Wichtiges Thema: Personalsituation

„Tarifbeschäftigte sind beim Bayernbonus von 500 Euro außen vor geblieben – wir sind doch keine Zweiklassengesellschaft“, kritisierte Bezirksvorsitzender Knorr die Bayerische Staatsregierung. Diese habe nicht einmal bei der Tarifgemeinschaft der Länder versucht, die Möglichkeit für Tarifbeschäftigte zu beantragen.

Und er fügte an: „Ich hoffe, dass das Ergebnis der Bundestagswahl in Zukunft zu einer besseren Gesprächsbereitschaft der Staatsregierung beiträgt.“ Derzeit jedoch bestehe beim Thema „35-Stundenwoche im Schichtdienst“ noch keinerlei Gesprächsbereitschaft, „obwohl die exzellente Dissertation ,Dienst zu ungünstigen Zeiten‘ von Dr. Bernd Bürger dem Innenministerium vorliegt“, erklärte Knorr. Zur Personalsituation merkte er an, dass zwar mehr Kollegen eingestellt würden, es gingen aber auch mehr in Pension. In absehbarer Zeit werde sich die Personalsituation nicht ändern, „denn für mehr Ausbildung braucht man auch mehr Ausbildungspersonal aus unseren Reihen“, machte er deutlich.

Er hatte aber auch Positives zu vermelden. Vor allem führte er an, dass man den § 114, den Straftatbestand tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, jetzt auch erreicht habe. (azd)

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