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Region Amberg
Montag, 11. Dezember 2017 5

Einstimmung

Schmucker Adventsmarkt am Kirchplatz

Die kirchlichen und weltlichen Vereine sorgten in Schmidmühlen wieder dafür, dass es den Besuchern an nichts mangelte.
Von Johann Bauer

  • Die Kinder waren fasziniert vom Nikolaus, der sich unter die Besucher des Adventmarkts mischte. Fotos: Bauer
  • Der Kirchenchor war eine der Gruppen bei der adventlichen Stunde. Foto: Bauer

Schmidmühlen.Am ersten Adventwochenende verwandelte sich der Kirchplatz wieder in einen Budenmarkt., gestaltet von den kirchlichen und weltlichen Vereinen. Diese freuten sich über viele Besucher. Das Rahmenprogramm am Sonntag wurde sehr gut angenommen. Eingebunden in den Markt war eine adventliche Stunde in der Pfarrkirche, die von verschiedenen Gruppen und Vereinen gestaltet wurde. Auch wieder im Programm war ein Papiertheater, das ab 15 Uhr aufgeführt wurde.

Passend für den Markt setzte ab 15 Uhr leichter Schneefall ein. Zahlreiche Besucher aus nah und fern waren gekommen, um die verschiedensten Waren in den Verkaufsbuden zu bestaunen. Neben den zahlreichen Buden mit Bastelsachen gab es Buden mit Glühwein, Brat- und Rosswürsten. Zur Freude der Besucher spielte die Bläsergruppe der Blaskapelle St. Ägidius adventliche Weisen am Markt.

Mit der Kutsche konnten die Besucher warm eingepackt bei leichtem Schneefall durch Schmidmühlen fahren. Foto: Bauer

Wer wollte, konnte sich warm eingepackt, mit der Pferdekutsche durch die Straßen von Schmidmühlen transportieren lassen. Vor allem die Kinder waren begeistert von der Fahrt. Michael Fischer hatte seine beiden Pferde prächtig herausgeputzt. Am Samstag und Sonntag konnten sich die Besucher beim Adventmarkt am Kirchplatz durch herrlich weihnachtliche Gerüche und wunderbar stimmungsvoll eingerichtete Stände in adventliche Stimmung bringen lassen.

Die Vereine und Gruppen verkaufen beim Adventsmarkt viel Schönes, das sie in vielen Stunden anfertigen. Foto: Bauer

Vereine, Gruppen und karitative Einrichtungen sorgten auch für das leibliche Wohl. Genießen konnte man selbst gemachte Spezialitäten wie Weihnachtsplätzchen, Waffeln, Crêpes, Bratwürste beim Trachtenverein, der Kirwagemeinschaft und der Kolpingsfamilie. Bei der Jugendfeuerwehr Schmidmühlen wurden Langos und Apple Cidre (Apfelpunsch) angeboten. Natürlich durften der Glühwein und warmer Met zu dieser Jahreszeit, angeboten von Ministranten und Imkerverein, nicht fehlen.

Mit viel handwerklichem Geschick war attraktiver Weihnachtsschmuck wie Bienenwachskerzen oder Spielzeug aus unterschiedlichsten Materialien beim Landvolk, Katholischen Frauenbund und Kindergarten für den Markt entstanden. Sein Losglück konnte man bei den Eltern-Kind-Gruppen versuchen.

Die Bläsergruppe der kirchlichen Blaskapelle St. Ägidius erfreute mit adventlichen Weisen in und vor der Kirche. Foto: Bauer

Zur adventlichen Stunde fanden sich die Besucher in der Pfarrkirche ein. Vereine und Gruppen boten einen kurzweiligen Nachmittag mit Liedern und Texten. Pfarrgemeinderatssprecher Johann Bauer hatte die jeweiligen Texte dazu vorbereitet und das Thema der adventlichen Stunde war das „Warten“. „Advent ist eine erwartungsvolle Zeit – eine Zeit voll des Wartens. Wobei Warten im Regelfall nicht zu unseren menschlichen Stärken zählt“, sagte Pfarrer Werner Sulzer. Mit musikalische Beiträgen und Liedern untermalten die Bläsergruppe und Flötengruppe der kirchlichen Blaskapelle St. Ägidius, Cantores und der Kirchenchor. „Was heißt Advent?“, fragte Pfarrgemeinderatssprecher Johann Bauer und gab selbst die Antwort: „Advent, das bedeutet Ankunft. Was ist damit gemeint? Wer oder was soll ankommen? Uns Christen geht es in dieser Zeit um die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.“

Auch Monika Jell von der Kolpingsfamilie griff den Aspekt des Wartens auf: „Wir warten – oft vergebens, wir erwarten jemanden – und er kommt nicht, wir hoffen – die Zukunft scheint ohne Ausweg.“

Josef Färber las in der Kirche eine Geschichte über eine alte Frau vor, die auf Gott wartete. Foto: Bauer

Eine Geschichte über eine alte Frau, die auf Gott wartet, las Josef Färber vom Landvolk. „Wir leben von einer Erwartung zur anderen, wir erwarten Besuch, wir erwarten unser großes Glück, wir erwarten gutes Wetter, wir erwarten bessere Zeiten“, sagte Anna Probst vom Katholischen Frauenbund. Eine Lesung aus dem Buch Jesaja las für die KAB Thea Sollfrank. Im Anschluss an die adventliche Stunde verkaufte der Pfarrgemeinderat Kaffee und Kuchen im Allzweckraum.

Pfarrgemeinderatssprecher Johann Bauer begrüßte die Besucher des Marktes und den Nikolaus, der dem Adventmarkt auch einen Besuch abstattete. Mit Spannung warteten die kleinen und großen Besucher auf dessen Ankunft.

Der Nikolaus kam in der Pferdekutsche an und begrüßte alle Anwesenden. Die Angst bei manchen Kindern war bald verfolgen, als es Schokonikoläuse gab. Der Nikolaus ging auch durch den Markt. Die Besucher erfreuten sich an dem kleinen, aber schmucken Adventsmarkt in Schmidmühlen bis in die Abendstunden.

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