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Region Amberg
Dienstag, 26. September 2017 18° 2

Begegnung

Schüleraustausch – das geht auch anders

Es gibt ein neues Angebot am Gregor-Mendel-Gymnasium Amberg für französisch lernende Schüler – die Drittortbegegnung.

Die Gruppe traf sich in der Sportjugendherberge Breisach – den Anfahrtsweg zwischen den Schulen hatte man sich brüderlich geteilt. Foto: Madlen Rauben

Amberg.Im Jahre 2004 schloss das GMG Amberg eine Schulpartnerschaft mit dem Collège Lucien Colon in Lapalisse in der Auvergne. Neun Jahre fanden jährlich traditionelle Schüleraustauschmaßnahmen statt, die bestimmt der eine oder andere GMG-Schüler in Erinnerung behalten hat. Leider wählten in der Folgezeit immer weniger Schüler am Collège Lucien Colon Deutsch, und der Schüleraustausch musste zunächst einmal eingestellt werden. Seit diesem Schuljahr gibt es ihn wieder – und zwar in neuer Form – als vom Deutsch-Französischen Jugendwerk geförderte „Drittortbegegnung“.

Zunächst lief es wie gewohnt: Im Dezember 2016 bekamen die teilnehmenden Schüler aus der 7. Jahrgangsstufe ihre Austauschpartner zugeteilt und schrieben ihnen regelmäßig Briefe – von den Lehrkräften koordiniert zu vorgegebenen Themen – bzw. viel lieber Mails, oder ähnlich, und zwar zu nicht vorgegebenen Themen.

In der ersten Pfingstferienwoche kam die Neuerung: Die binationale Gruppe traf sich in der Sportjugendherberge in Breisach – den Anfahrtsweg zwischen den beiden Schulen hatte man sich brüderlich geteilt – und verbrachte dort fünf aufregende Tage.

Neben teambildenden Maßnahmen wie zum Beispiel einer Team Challenge, dem Bau von Flößen mit anschließender Floßfahrt stand vor allem die Sprachanimation im Vordergrund, sollten die Schüler doch spielerisch ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern. Und das klappte offensichtlich ganz gut: „Am ersten Abend habe ich meinen französischen Austauschpartner fast nicht verstanden, es wurde aber von Tag zu Tag besser, und am letzten Abend habe ich eigentlich fast alles verstanden, und wir konnten uns richtig unterhalten“, so Dirk, 13 Jahre.

Eine Überraschung

  • Höhepunkt

    Als unerwarteter Höhepunkt dieses Treffens stellte sich die von der französischen Sportlehrkraft angebotene Einführung in das Rugbyspiel heraus. Vor allem die deutschen Mädchen hatten zunächst keine wirkliche Lust.

  • Anpassung

    Das änderte sich aber dann sehr schnell, als die Regeln etwas abgewandelt wurden. Statt des doch etwas brutal wirkenden „Zu-Boden-Werfens“ reichte es aus, den gegnerischen Spieler mit zwei Händen zu berühren.

Als unerwarteter Höhepunkt stellte sich die von der französischen Sportlehrkraft angebotene Einführung in das Rugbyspiel heraus. Vor allem die deutschen Mädchen hatten zunächst keine wirkliche Lust – was sich aber schnell änderte, als die Regeln etwas abgewandelt wurden. Statt des doch etwas brutal wirkenden „Zu-Boden-Werfens“ reichte es, den gegnerischen Spieler mit zwei Händen zu berühren. Alles in allem fünf spannende Tage im wunderschönen Breisach, die so schnell keiner vergessen wird.

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