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Region Amberg
Donnerstag, 18. Januar 2018 7

Verkehr

Schulbus kann nun problemlos wenden

Für die Schulwegsicherheit wurde in Penkhof ein Wendehammer gebaut. Die Arbeiten waren allerdings kompliziert.

Der Wendehammer in Penkhof, der vor allem auch für den Schulbus nötig ist, wurde nun offiziell eröffnet. Foto: aeu

Kümmersbruck.Aus Sicherheitsgründen darf ein Schulbus ohne einen Einweiser nicht rückwärts fahren. Das war aber bisher nötig beim blauen Bushäuschen in der Ortsmitte für die Schüler aus Penkhof – sechs sind es derzeit. Um für Schulwegsicherheit zu sorgen, musste also eine Lösung gesucht werden.

Dieses Thema hat die Verwaltung rund zwei Jahre beschäftigt. Grundstücksverhandlungen waren zunächst recht zäh, schließlich hat die Gemeinde ein entsprechendes Gelände, grob gesagt gegenüber der Gaststätte Eckl, links vor dem Wasserwerk, erwerben können.

Wasserschutzzone war zu beachten

Der Teufel allerdings steckte im Detail: Das Areal liegt in der näheren Wasserschutzzone 2 (näherer Umgriff) von insgesamt drei Zonen. Das wiederum hatte zur Folge, dass ein Wasserrechtsverfahren mit dem Wasserwirtschaftsamt und dem Landratsamt Amberg-Sulzbach erforderlich war. Wenn alles gut läuft, so hieß es vor einem Jahr, könnte der Wendehammer noch 2017 seiner Bestimmung übergeben werden. Jetzt war es so weit.

Die Firma UTA hat die Planungen übernommen, ab September 2017 begann die Firma Rubenbauer mit den Arbeiten. Wie Diplom-Ingenieur Rainer Rubenbauer bei der Eröffnung des Wendehammers sagte, handelte es sich auch um diffizile Arbeiten, weil die strengen Auflagen für Baumaßnahmen nach den Richtlinien für Straßen im Wasserschutzgebiet strikt einzuhalten waren.

Einen Durchmesser von 25 Metern hat der geteerte Bus-Wendehammer. Nicht mehr zu erahnen ist, wie umfangreich die Baugrube war. Das musste sein, denn: In den Randbezirken der Wasserschutzzonen müssen Gruben dermaßen abgedichtet werden, dass keine Verunreinigungen oder Schadstoffe, beispielsweise Benzin oder Öl, ins Grundwasser gelangen können.

Finanzen

  • Kosten

    Der Wendehammer in Penkhof, vor allem für den Schulbus, ist mit Kosten von rund 300 000 Euro zu veranschlagen.

  • Zuschuss

    Rund 50 Prozent hat die Gemeinde Kümmersbruck an Förderung vom Freistaat Bayern zu erwarten. (aeu)

Wendemöglichkeit auch für Lkw

Bürgermeister Roland Strehl, sein Bauamt, die Firmenvertreter und Mitglieder des Gemeinderates haben nunmehr den Wendehammer (auf dem übrigens Parkverbot besteht) dem (Schulbus-)Verkehr übergeben. Dort können jetzt auch jene Lkw wenden, die für die Straße zum Haidweiher mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen zu schwer sind.

Auch MdL Harald Schwartz war bei der Eröffnung dabei, ihm sagte Roland Strehl Dank für das Förderprogramm des Freistaats. Für die Testfahrt des Schulbusses reichte dann ein Wort: Passt! (aeu)

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