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Region Amberg
Samstag, 18. November 2017 5

Aufklärung

Strategie der Neonazis im Fokus

Bei einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am Donnerstag in Amberg beleuchtet Birgit Mair die Szene und zeigt, was jeder Einzelne tun kann.

Birgit Mair ist Rechtsextremismus-Expertin. Foto: Steffen/Archiv

Amberg.Springerstiefel und Glatzköpfe als Markenzeichen der Neonazis in der Öffentlichkeit sind out. Deren Strategien und Methoden haben sich weitreichend verändert. Sie kommen auf sehr viel leiseren, unscheinbareren, damit auch schwerer durchschaubaren Sohlen einher, gerade was ihre Versuche betrifft, Jugendliche für sich und ihre Sache zu gewinnen. Das nötigt umso mehr zur Wachheit und Umsicht.

Das Evangelische Bildungswerk in Amberg, die Katholische Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach sowie die IG Metall Amberg laden am Donnerstag ein zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung, die sich diesem Thema offensiv stellt. Referentin ist Birgit Mair vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) Nürnberg.

Birgit Mair wird in ihrem bilderreichen Vortrag auf aktuelle Entwicklungen der Neonaziszene in der Oberpfalz Bezug nehmen. Neben Programmatik und Strategien altbekannter Parteien wie der NPD wird sie auf neue neonazistische und rassistische Gruppierungen eingehen. Dabei wird sie besonders auf die Rolle des von der Oberpfalz aus betriebenen neonazistischen Versandhandels sowie der von dort aus organisierten extrem rechten Konzertveranstaltungen sowie des interaktiven Internet-TV eingehen. Nach dem Vortrag steht Birgit Mair bereit zur Diskussion.

Der Abend findet statt am Donnerstag, 16. Oktober, um 19.30 Uhr, im Paulaner-Gemeindehaus am Paulanerplatz in Amberg. Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigt drei Euro (SchülerInnen, Azubis, Arbeitslose, EBW-Hörerausweis). Für Schulklassen ist der Eintritt frei.

Wie die Veranstalter betonten, behalten sie sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen angehören, der extremen rechten Szene zuzuordnen sind, oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu verwehren.

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