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Region Amberg
Sonntag, 26. April 2015 18° 3

Freizeit

Vier Events begeisterten die Amberger

Der verkaufsoffene Sonntag und das Entenrennen zogen die Leute an. Krüglmarkt und Patroziniumsfest waren gemütlich.
Von Mariele Schön

  • Fröhlich bunt sah es am Fluss bei dem Entenrennen aus. Fotos: aon
  • Die Kinder waren vom Krügl-markt begeistert.
  • Auch das Schlemmen sollte an diesem warmen Tag nicht vergessen werden.

Amberg. Rund 25.000 Besucher waren am Sonntag, 29. April, in der Innenstadt von Amberg unterwegs, schätzt der Vorsitzende der Park- und Werbegemeinschaft, Andreas Raab. „Der Publikumsverkehr war grandios wie alle Jahre“, sagte er. Raab rechnet aber durchaus damit, dass zwar viele Menschen in der Stadt waren, die aber nicht unbedingt in überschwänglicher Einkaufslaune waren. Kurz vor dem 1. Mai hätten die Menschen nicht mehr so viel Geld in der Tasche. Energie koste viel, der Tank müsse auch am Ende des Monats gefüllt werden, erklärte Raab.

Ein Einzelhändler aus der Bekleidungsbranche sagte gegenüber der MZ, bei ihm seien alle Verkaufskräfte im Einsatz, vom Umsatz bliebe nicht viel übrig. Dennoch beteilige er sich gerne am verkaufsoffenen Sonntag. Viel lieber aber wäre ihm ein verkaufsoffener Sonntag in der Weihnachtszeit.

Hauptachse voll mit Menschen

Ab 13 Uhr hatten die Geschäfte geöffnet. Vor dem Entenrennen waren noch Lücken im Besucherstrom auszumachen, nach dem Entenrennen war die Hauptachse der Innenstadt mit Menschen voll. Ansturm erlebten wie immer die Gastronomie und die Eisläden, was bei dem herrlichen Wetter kein Wunder war. Auch wenn sich die Sonne am Nachmittag verzogen hatte, blieb es doch sommerlich warm.

Der Eventsonntag begann am Vormittag mit dem Krüglmarkt. Gleichzeitig feierte St. Georg sein Patroziniumsfest. Der Krüglmarkt findet sozusagen im Schatten der Georgskirche statt. Den Gottesdienst hielt Kaplan Christian Kalis, die Predigt Pfarrer Markus Brunner. Der mahnte die Gläubigen, hinter die Kulissen zu schauen, sich nicht blenden zu lassen von Menschen, die ihr Verhalten angelernt hatten, um mehr zu scheinen, als sie seien. Im Pfarrgarten ließen sich die Gäste die „saueren Zipfl“ schmecken. Die traditionellen Bratwürste zogen etliche Besucher an – der Beweis, dass sich kirchliches Fest und Eventsonntag bestens ergänzen.

Premiere für den Korbmacher

Die Anbieter für den Krüglmarkt kamen wie in jedem Jahr aus allen Teilen Deutschlands. Zum ersten Mal war ein Korbmacher dabei, Stefan Rippstein ist zwei Stunden nach Amberg gefahren und hat es nicht bereut. „Ich bin zufrieden, auch mit den Geschäften am Samstag.“ Er will auf jeden Fall wieder kommen, betonte er. Gerhard Stock, der Organisator des Krüglmarktes, hatte ihn angesprochen, weil ihm seine Produkte auf einem anderen Markt aufgefallen seien, so Rippstein.

Zum 15. Mal boten Elisabeth und Erich Görtz ihre tönernen Kunstwerke an. Alle Waren sind eigene Kreationen, nach eigenen Ideen, betonten sie. Etwas sauer sind sie auf manche Konkurrenten, die Fotos von ihren Objekten machten und die danach gefertigten Kopien dann auf Märkten verkauften. „Wir leben davon“, betonte Görtz.

In Amberg ist das nicht passiert, versicherten die Beiden. Auf dem Krüglmarkt verkauft jeder seine Krügel, Figuren oder Brunnen, wie auch andere Anbieter erklärten. Den Wasserspielen schauen die Kinder fasziniert zu, aber auch Tontiere begeistern sie. Selbstverständlich, dass sie beim Start des Entenrennens dabei waren.

Pünktlich um 14.30 Uhr wurde der Startschuss für die Enten gegeben. Laut Veranstalter Round Table waren es gestern zwischen 2500 und 3000 Enten, die von der Fronfestbrücke in die Vils starteten. Eine Ente hatte sich illegal dazu geschmuggelt. Wie Moderator Thomas Bärthlein sagte, hat sie ihr Besitzer von einer Brücke zum in der Vils schwimmenden Entenpulk geworfen. Bei so vielen Zuschauern bleibt dies nicht ungesehen. Jedenfalls wurde diese Ente am Ziel herausgefischt und – disqualifiziert. 35.42 Minuten brauchte die schnellste Ente, dann hatte sie sich das Siegerpodest erschwommen. Am Ziel notierte Präsident Dr. Michael Holzschulze von Round Table die Nummern der Entchen, damit die Besitzer den verdienten Sieg erhalten konnten.

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