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Region Amberg
Mittwoch, 17. Januar 2018 11

Tierschutz

Weitere „Bausteine“ für das Tierheim

Eine Katzenmama mit sechs Kindern ist bereits in die neue Amberger Katzenquarantäne eingezogen. Am Samstag wurde ihr vorübergehendes Domizil eröffnet.
Von Mariele Schön

  • Tierschutzvereins-Vorsitzender Theo Schmaußer, Oberbürgermeister Michael Cerny und Pfarrer Klaus Haußmann (von links) bei der Einweihung der neuen Katzenquarantäne. Foto: Schön
  • Auch Biker aus Grafenwöhr spendeten - sie stellten die Anmeldegebühr für den organisierten Parcours zur Verfügung. Foto: Schön
  • Auch die Hundezwinger sind klein und in einem baulich schlechten Zustand. Im nächsten Bauabschnitt wird deshalb der Hundetrakt neu gebaut. Foto: Schön
  • Die Kätzchen sind gerade drei Wochen alt. Ihre Mama wurde ausgesetzt – ihre Babys aber durfte sie im Tierheim zur Welt bringen. Foto: Schön

Amberg. Pfarrer Klaus Haußmann segnete die neue Katzenquarantäne sowie Mensch und Tier. Tiersegen sind seit Hunderten von Jahren offizieller Teil in der Kirche, betonte der Geistliche. Der Mensch solle die Tiere hegen und pflegen, so stehe es schon in der Schöpfungsgeschichte. Tiere verdienten Respekt und Achtung. Der Tierschutzverein kümmert sich um Tiere, die in Not geraten seien, lobte der Pfarrer alle Akteure im Tierheim.

Der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Theo Schmaußer, zog den Kreis weiter. Er bedankte sich bei den Kommunen, die das Geld für den Bau der Katzenquarantäne zur Verfügung gestellt hatten. Damit sei der erste Bauabschnitt abgeschlossen. Gerade richtig: Denn immer, wenn – wie jetzt – die Katzenbabys geboren würden, kämen auch viele von ihnen ins Tierheim. 35 Katzen bevölkerten das Tierheim. 25 kleine Kätzchen seien allein in den letzten drei Wochen eingezogen. Und da seien die Babys, die im Tierheim von Fundkatzen geboren würden, gar nicht mitgezählt, so Schmaußer.

Oberbürgermeister Michael Cerny sieht den Tierschutz als kommunale Pflichtaufgabe. Die Stadt habe deshalb auch schnell ihren Zuschuss zum Bau der Katzenquarantäne zugesagt. Zur weiteren Finanzierung brachte Cerny ein Geldgeschenk „zu einem kleinen Baustein“ mit. Stellvertretender Landrat Franz Birkl betonte, es wäre schon sehr schwierig gewesen, 27 Gemeinden von der gemeinsamen Finanzierung zu überzeigen. Gleichzeitig gab er sich allerdings sehr zuversichtlich, dass die Gemeinden auch zur Finanzierung des nächsten Bauabschnitts bereit seien. Auch er gab einen „Baustein“, der 500 Euro schwer war.

Weitere Bausteine haben zudem die Motorradfahrer beigesteuert. Der amerikanische „Kingz Motorrad Club“ mit regionalem Sitz in Grafenwöhr stellte einen Motorradparcours auf die Beine. Die Anmeldegebühr der teilnehmenden Biker spendete der Verein dem Tierheim. Der Motoradclub möchte mit der Aktion das Tierheim und die Arbeit der Helfer unterstützen. Er möchte aber auch auf diese Weise Danke sagen, für die im Tierheim aufgenommenen Tiere, die von US-amerikanischen Familien abgegeben werden, wenn sie Deutschland wieder in Richtung USA verlassen.

Es sind meistens Hunde, die in solchen Fällen dann ins Tierheim kommen. Und genau sie werden im folgenden zweiten Bauabschnitt bedacht. Ihre jetzigen Hundeboxen sind deutlich zu klein und baulich in einem sehr schlechten Zustand. Der Boden hat bereits Löcher, von den Wänden bröckelt der Putz. Im zweiten Bauabschnitt soll deshalb ein neuer Hundetrakt gebaut werden. Damit sind die Baumaßnahmen im Tierheim aber auch nicht abgeschlossen. Das Haus muss saniert werden. Im dritten Bauabschnitt sind die Umkleideräume für das Personal und der Sozialraum an der Reihe.

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